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Garten

Balkonblumen: Dekoideen und Pflege

Von praktischen Balkonkisterln, über die schönsten Farbkombinationen bis hin zur Pflege der Blumen – so gelingt der Blumenschmuck fürs Haus.

Balkonblumen
Foto: Mauritius Images
Ein Klassiker unter den Balkonpflanzen: Petunien. Sie lieben sonnige bis halbschattige Standorte.
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Petunien, Geranien, Zauberglöckchen und dergleichen schmücken Balkon und Fenstersims auf eine ganz besondere Art und Weise. Wir verraten, wie der traditionelle Hausschmuck mit ein paar Handgriffen gelingt und wie man die blühenden Schönheiten am besten pflegt.

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Balkonblumen
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Ein Klassiker unter den Balkonpflanzen: Petunien. Sie lieben sonnige bis halbschattige Standorte.

1. Blumenkisterln aus Ton oder Plastik?

Die wichtigste Vorraussetzung bei der Wahl des Blumenkastens vorab: Es braucht ausreichend Wasserabzugslöcher. Dann kann überschüssiges Wasser auch gut abrinnen und es entsteht keine Staunässe. Was das Material angeht: In Tontöpfen fühlen sich die meisten Pflanzen wohl, da sie atmungsaktiv sind. Dadurch verfaulen die Wurzeln nicht so leicht. Allerdings müssen die Pflanzen in Hitzeperioden öfter gegossen werden. Plastikgefäße halten die Feuchtigkeit hingegen besser. Außerdem sind sie um einiges leichter als Tonbehälter, was beim Hantieren am Balkon oder vor dem Fenster von Vorteil ist. Ob es besser ist, mit Leitungswasser oder Regenwasser zu gießen, erfahren Sie hier.

2. Für jede Lage die passende Blume

Blumen sind empfindliche Genossen. Die einen vertragen keine direkte Sonne, die anderen leiden, wenn sie zu viel Wind und Regen abbekommen. Achten Sie bei der Wahl der Pflanzen auf die Ausrichtung des Balkons oder Fensters – auf der Südseite wird es im Sommer extrem heiß, Ost- oder Westlagen haben nur den halben Tag direkte Sonne.

  • Auf heißen Plätzen fühlen sich Fächerblume (Scaevola aemula), Zweizahn (Bidens ferulifolia), Strohblume (Helichrysum bracteatum) und Portulakröschen (Portulaca grandiflora) am wohlsten. Sie gedeihen auch auf einem sonnigen Balkon bestens.

  • In halbschattigen Standorten wachsen Fuchsien, Fleißige Lieschen (Impatiens) und Knollenbegonien (Begonia tuberhybrida), Husarenknöpfchen (Sanvitalia procumbens), Buntnessel (Solenostemon scutellarioides) und Süßkartoffel (Ipomoea batatas).

  • Für wind- und regenexponierte Ecken bieten sich robuste und wetterfeste Pflanzen wie Elfensporn (Diascia), Fächerblume (Scaevola), Hängepelargonien (Pelargonium peltatum), Schneeflockenblume (Sutera diffusus), Studentenblume (Tagetes), Eisenkraut (Verbena) oder Zweizahn (Bidens).

3. Die schönsten Farbkombinationen

Balkonblumen
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Lilafarbene und pinke Blüten ergeben eine schön harmonische Farbkombination.

Wenn Sie zwei Komplementärfarben miteinander kombinieren, z. B. Gelb und Violett, entsteht ein spannender Farbkontrast. Auch drei Farben, die im Farbkreis gleich weit voneinander entfernt liegen – Gelb, Rot und Blau – haben diese Wirkung. Im Farbkreis benachbarte Farben (Gelb und Orange) sorgen für harmonische Kombinationen. Weiße und silberfarbene Blüten passen zu allen kräftigen Farben und bringen Ruhe hinein. Sie sind ideale Übergangspflanzen zwischen Kontrastfarben.

Doch es müssen nicht nur bunte Blüten sein, auch Pflanzen mit auffälligen Blattfarben oder -formen sind wunderbare Elemente in Balkonkisterln. Pflanzen wie Buntnessel (Solenostemon scutellarioides) oder Harfenstrauch (Plectranthus) können sowohl eine Auflockerung für monotone Bepflanzungen als auch ruhige Zwischenpflanzen bei farbintensiven Blütenkombinationen sein. Auch Kräuter wie Rosmarin, Basilikum, Minzen und Salbei-Arten eignen sich als Strukturpflanzen.

4. Pflanzen, gießen und zupfen – die beste Pflege für Balkonblumen

Balkonblumen
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Die richtige Pflege bei Balkonblumen: Hochwertige Blumenerde, viel Gießen und regelmäßiges Auszupfen von verwelkten Blüten.

Weil Topfpflanzen ein begrenztes Erdvolumen haben, wirkt sich schlechte Substratqualität sehr schnell aus. Greifen Sie daher zu hochwertiger Blumenerde. Sie kann Schwankungen im Nährstoffhaushalt ausgleichen, behält ihre lockere Struktur und verdichtet seltener. Minderwertige Fertigerden enthalten viel Strukturmaterial (z. B. Holzfasern) und nur wenig Humus. Sie trocknen rascher aus, werden an der Oberfläche rissig und lassen sich nur schlecht wieder befeuchten.

Pflanzen Sie Balkonblumen grundsätzlich erst nach den Eisheiligen Mitte Mai, bis dahin kann es noch zu Spätfrösten kommen. Damit die Wasserabzugslöcher nicht verstopfen, legen Sie einen Streifen Vlies auf den Boden des Kisterls. Eine Schicht Blähton sorgt für gute Durchlässigkeit und dient als zusätzlicher Speicher für Feuchtigkeit.

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Für einen Blumenkasten von 80 Zentimeter Länge brauchen Sie vier bis fünf Pflanzen, für einen ein Meter langen etwas sechs bis höchstens acht Exemplare.

Für einen Blumenkasten von 80 Zentimeter Länge brauchen Sie vier bis fünf Pflanzen, für einen ein Meter langen etwa sechs bis höchstens acht. Vor dem Pflanzen die Töpfe in Wasser tauchen, bis der Ballen gut durchfeuchtet ist. Den Kasten bis zur Hälfte mit Blumenerde füllen; die Wurzelballen ein wenig aufreißen und die Pflanzen verteilen. Mit Erde auffüllen, festdrücken und gründlich angießen.

Und so gießen Sie richtig: Morgens ist die beste Zeit, dann ist die Verdunstung noch gering und nasse Blätter können tagsüber trocknen. Gießen Sie durchdringend, im Hochsommer auch zweimal täglich. Meiden Sie aber die Mittagszeit, denn in der heißen Sonne wirken Wassertropfen wie ein Brennglas, und es entstehen Verbrennungen an den Blättern.

Verwelkte Blüten können Sie ruhig schneiden oder zupfen. So bilden sich statt Samen neue Blütenknospen und Sie haben länger Freude an ihrem blühenden Hausschmuck.

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Nichts schmückt unser Haus so schön wie üppig blühende, bunte Balkonblumen.
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