Welche Stauden zweimal blühen – und wie man den Rückschnitt richtig macht
Rittersporn, Katzenminze, Frauenmantel – wer zur rechten Zeit schneidet, darf sich im Spätsommer über eine zweite Blüte freuen. Welche Stauden man remontieren kann und wie der Schnitt gelingt, erfahren Sie hier.
Wissenswertes über Stauden, die zweimal blühen:
1. Was bedeutet „remontieren“?
Manche Stauden bilden nach ihrer ersten Blüte – mit dem richtigen Schnitt – noch einmal neue Blütentriebe aus. Diesen Vorgang nennt man Remontieren. Je nach Pflanzenart und Sorte dauert es 6 bis 8 Wochen, bis die zweite Blüte erscheint. Remontierende Stauden sind besonders wertvoll für Insekten: Sie verlängern das Blütenangebot im Garten bis weit in den Herbst hinein.
2. Welche Stauden blühen zweimal?
Nicht alle Stauden remontieren – aber einige tun es zuverlässig, wenn man ihnen rechtzeitig mit der Schere hilft. Hier eine Übersicht der bekanntesten remontierenden Stauden mit den jeweiligen Blütezeiten:
Name der Pflanze | Zeitpunkt der Hauptblüte | Zeitpunkt der Nachblüte/Dauerblüte |
|---|---|---|
Roter Sonnenhut (Echinacea purpurea) | Juni bis August | September bis Oktober |
Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) | Juni bis Juli | August bis September |
Frauenmantel (Alchemilla mollis) | Juni bis Juli | August bis September |
Rittersporn (Delphinium) | Juni bis Juli | August bis September |
Katzenminze (Nepeta) | Juni bis Juli | August bis September |
Japanischer Ehrenpreis (Veronicastrum) | Juli bis August | September bis Oktober |
Prachtkerze (Gaura lindheimeri) | Juni bis September | Oktober bis November |
Storchschnabel (Geranium) | Mai bis Juni | Juli bis September |
Margerite (Leucanthemum vulgare) | Juni bis August | September bis Oktober |
Herbst-Anemone (Anemone hupehensis) | August bis September | Oktober bis November |
3. Wie schneidet man Stauden für eine zweite Blüte richtig?
Der Remontierschnitt ist kein großer Eingriff – aber der Zeitpunkt ist entscheidend. Wartet man zu lang, beginnt die Pflanze mit der Samenbildung und verliert viel Energie. Die Nachblüte fällt dann spärlicher aus.
So geht der Remontierschnitt:
Sobald der erste Flor welkt, den gesamten Blütenstängel eine Handbreit über dem Boden abschneiden – also auf etwa 10 cm Höhe stutzen.
Welkende Blütenstiele rechtzeitig entfernen, bevor die Samenbildung einsetzt.
Junge oder geschwächte Stauden nicht schneiden – ihnen fehlt die Kraft für einen zweiten Austrieb.
Wer keinen kompletten Rückschnitt vornehmen möchte: Verblühte Teile laufend entfernen und einzelne Triebe gezielt zurückschneiden. So bleibt die Blüte bis in den Herbst erhalten.
4. Was tun nach dem Rückschnitt?
Nach dem Schnitt brauchen die Stauden Unterstützung, um erneut in die Blüte zu kommen:
Gießen: Die Pflanzen nach dem Rückschnitt gut wässern.
Düngen: Mit Nährstoffen versorgen, damit die Pflanze genug Energie für den zweiten Austrieb hat.
Tipp – Natürlich düngen: Kompost, Mist und Brennnesseljauche richtig einsetzen.Geduld: Je nach Art und Sorte dauert es 6 bis 8 Wochen bis zur Nachblüte.
Ein angenehmer Nebeneffekt: Die Staudenrabatte sieht nach dem Remontierschnitt wieder aufgeräumt und gepflegt aus – die Wartezeit auf die zweite Blüte trübt das Bild im Garten also kaum.
5. Wann ist der beste Zeitpunkt für den Remontierschnitt?
Der richtige Zeitpunkt hängt von der Pflanze ab. Als Faustregel gilt: Sobald die erste Blüte welkt, ist der Moment zum Handeln. Wer zu lange wartet, riskiert, dass die Pflanze in die Samenreife geht und kaum noch Energie für eine zweite Blüte aufbringt. Frühe Stauden wie Storchschnabel oder Katzenminze können bereits im Juni oder Juli geschnitten werden – ihre Nachblüte erscheint dann noch im Hochsommer.
Das könnte Sie auch interessieren:
15x nach Hause bekommen & nur 12x bezahlen
Wunsch-Startdatum wählen & kostenlos nach Hause liefern lassen
Mindestlaufzeit: 12 Ausgaben, Erscheinungsweise: 12x im Jahr
Jederzeit mit 4-wöchiger Frist zum Monatsende schriftlich kündbar (nach Mindestlaufzeit).