Garten

5 Rezepte für gesunden Boden

Im Servus Unser Garten beschäftigen wir uns mit der wichtigsten Grundlage für ein ertragreiches Gartenjahr: Dem Boden. Hier die 5 besten Tipps von unseren Experten.
5 Regeln für einen gesunden Boden (Bild: Mauritius Images)
Foto: Mauritius Images
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1. Das Gold des Gärtners

Guten Kompost herzustellen ist die Basis für gesunde Pflanzen. Das organische Material, das im Garten anfällt, wird dem Boden wieder zugeführt und bleibt so im Kreislauf der Natur. Ob Schnittgut, Laub, noch nicht blühendes Unkraut oder Küchenabfälle, sofern sie nicht gekocht wurden, alles kommt auf den Kompost. Die einzige wirklich wichtige Regel lautet: gemischt schichten (Bild oben), damit beim Verrottungsprozess ausreichend Sauerstoff zur Verfügung steht. Je nach Ausgangsmaterial ist der Kompost nach 6 bis 12 Monaten reif. Man erkennt fertigen Kompost an der dunkelbraunen Farbe, der krümeligen Struktur und dem angenehmen Waldgeruch.

2. Nährstoffreiche Jauchen

Mit Jauchen aus Beinwell oder Brennnesseln lässt sich der Boden laufend mit Nährstoffen versorgen. Dazu setzt man die Pflanzen in Regenwasser an und lässt den Sud zwei bis drei Wochen gären. Der Ansatz wird dazu an einem sonnigen Platz aufgestellt, den Behälter deckt man mit einem Gitter oder Netz ab, um Nützlinge vor dem Hineinfallen zu bewahren und trotzdem für eine Belüftung zu sorgen. Die Jauche wird einmal pro Tag kräftig durchgerührt. Sie ist fertig, wenn sie aufgehört hat zu schäumen, dunkel geworden ist und die Pflanzenreste weitgehend auf den Boden abgesunken sind. Zum Düngen gießt man die Jauche verdünnt direkt zu den Wurzeln.

3. Fruchtbare Schwarzerde

Das Geheimnis in der Schwarzerde sind Stücke aus Pflanzenkohle. Sie haben eine poröse Struktur und somit eine große Oberfläche. Dort können sich Mikroorganismen ansiedeln; sie speichern große Mengen Wasser und Nährstoffe. In Böden, die Pflanzenkohle enthalten, werden Nährstoffe nicht ausgeschwemmt, sie bleiben fruchtbar. Schwarzerde, auch „Terra preta“ genannt, wird nach dem Vorbild einer alten Indio-Methode hergestellt. Die Mischung besteht aus Holzkohle, Essens- und Gartenabfällen und Hühnermist. Im Gegensatz zu Kompost wird zunächst unter Luftabschluss gut durchfeuchtet und mithilfe von natürlichem Mikroben-Material in einem Behälter fermentiert. Nach 2 bis 4 Wochen folgt die offene Verrottung.

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4. Minerale für die Erde

Zu den sogenannten Boden-Hilfsstoffen wird Gesteinsmehl gezählt, das dem Erdreich Mineralstoffe und Spurenelemente zuführt. Gesteinsmehl ist also kein Dünger, sondern verbessert die Struktur des Bodens und wird durch das Zermahlen vulkanischer oder plutonischer Gesteine hergestellt. Basalte, Diabas, Lava, Quarz, Zeolith oder, seltener, Granit werden dazu gebrochen und in einer Mühle zermahlen. Im Garten verwendet man Gesteinsmehle vor allem zur Versorgung mit Magnesium und Eisen. Als Zusatz in Jauchen verringern sie üble Gerüche.

5. Ein Schlückchen Tee

Pflanzentee wird wie Kräutertee zubereitet. Die zerkleinerten Pflanzenteile übergießt man mit kochendem Wasser und lässt sie zugedeckt 15 Minuten ziehen. Kamillentee etwa eignet sich als Stickstoffdünger für stark zehrendes Gemüse, stärkt und hält gesund. Verdünnt wird 1 guter Teelöffel getrocknete Kamille in 1 Liter lauwarmem Regenwasser. Auch aus Kompost lässt sich Tee zubereiten. Dazu hängt man einen Papiersack mit Wurmkompost für 2 bis 24 Stunden in das Gießwasser. Die enthaltenen Mikroorganismen vermehren sich stark, die Nährstoffe werden in flüssige Form gebracht.

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