So wird man Kopfläuse sicher los

Lausbefall ist eine der häufigsten Diagnosen im Kindesalter. Mit dieser Behandlung werden Sie die Störenfriede schnell wieder los.
Kopfläuse behandeln (Bild: Mauritius Images)
Foto: Mauritius Images
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Gleich vorab: Kopfläuse haben nichts mit mangelnder Hygiene oder zu seltenen Haarwäschen zu tun. Sobald man von Läusen im Umfeld erfährt, erklärt man Kindern am besten, dass sie ihre Hauben und ihre Kleidung nicht untereinander austauschen sollen. Es besteht aber kein Grund zu Sorge, denn abgesehen vom lästigen Juckreiz bedeuten die kleinen Plagegeister keine Gefahr. Um einem Befall vorzubeugen, sollten Kämme und Bürsten regelmäßig mit heißem Wasser ausgewaschen werden.

1. Ursachen für Kopfläuse

Kopfläuse ernähren sich ausschließlich von menschlichem Blut, das sie alle drei bis vier Stunden aufnehmen müssen, um zu überleben. Ohne einen Menschen als Wirt überleben sie nicht länger als zwei Tage. Da Läuse weder fliegen noch springen können, findet die Übertragung in der Regel von Mensch zu Mensch statt. In selteneren Fällen können auch Gegenstände wie Hauben, Schals oder Bettwäsche die lästigen Störenfriede weitergeben. Am häufigsten kommt Lausbefall bei Kindern vor, weil die Läuse ihren Geruch besonders mögen und weil in Kindergärten und Schulen die Übertragungswahrscheinlichkeit hoch ist.

2. Bekämpfung von Kopfläusen

Wenn es zum Lausbefall gekommen ist, benötigt man ein spezielles Haarwasser, das die Tiere und ihre Eier (Nissen) abtötet. Es wird – nicht zu sparsam – auf das trockene Haar aufgetragen und muss unbedingt die vorgeschriebene Dauer lang einwirken. Danach wird das Haar Strähne für Strähne mit einem Läusekamm ausgekämmt. Anschließend zweimal gründlich waschen. Sowohl das Umfeld, also Geschwister und Eltern, als auch Gegenstände, Bettwäsche, Handtücher und Kuscheltiere sollten mitbehandelt werden.

Die Wäsche im Idealfall bei 60 Grad waschen und Kissen oder Stofftiere für 24 Stunden in den Tiefkühler legen. Nach acht bis zehn Tagen sollte man die Behandlung von Haaren und Kopfhaut wiederholen, um sicherzustellen, dass eventuell nachgeschlüpfte Larven erwischt werden und keine Chance auf Vermehrung haben.

3. Woher kommt der Juckreiz?

Läuse ernähren sich wie Gelsen von menschlichem Blut. Sie ritzen mit ihren Mundwerkzeugen die Kopfhaut an und geben gleichzeitig eine Flüssigkeit ab, die die Blutgerinnung hemmt und den lästigen Juckreiz verursacht. Einen Unterschied in der Art des Juckens zu zum Beispiel Juckreiz wegen trockener Kopfhaut gibt es leider nicht. Daher sollte man immer zuerst überprüfen, ob tatsächlich ein Lausbefall vorliegt.

Übrigens: Wenn ein Verdacht auf Kopfläuse besteht, am besten den Haaransatz auf kleine weiße Pünktchen, die wie Schuppen ausschauen, überprüfen. Wenn sich diese nicht einfach herausschütteln lassen, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Nissen und es besteht Behandlungsbedarf.

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