So färbt man Ostereier natürlich mit Zwiebelschalen
Wir lassen eine alte Ostertradition aufleben und färben die Eier mit einem Sud aus Zwiebelschalen, einer Strumpfhose sowie Blättern und Gräsern.
Ostereier mit Zwiebelschalen färben
Bunte Eier aus natürlichen Abfällen: Das Färben mit Zwiebelschalen hat seit vielen Generationen Tradition. Je nach Zwiebelsorte entstehen dabei hübsche Ostereier in warmen Farbtönen – von Goldgelb bis Dunkelbraun. Diese einfache Methode des Eierfärbens ist nicht nur nachhaltig, sondern auch besonders unkompliziert: Eier kochen und anschließend im warmen Zwiebelschalen-Sud ziehen lassen. Fertig ist die Färberei!
Material zum Färben
1 große Handvoll Zwiebelschalen
mehrere weiße Eier
1 alte Strumpfhose (zum Zerschneiden)
1 Bindfaden
diverse kleine Blüten, Gräser und Kleeblätter
Servus-Tipp: Zum Verzieren eignen sich dann Kleeblätter und Gänseblümchen am besten. Blätter und Blumen mit pelzigen oder haarigen Oberflächen sollten lieber nicht zum Einsatz kommen, da die Farbe darunter kriecht und das Muster verschmiert.
Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Bildern
Muster legen: Zuerst die Strumpfhose in ca. 15 x 15 Zentimeter große Quadrate schneiden und in die Mitte ein Muster aus Gräsern und Blüten legen.
Ei Einpacken: Das noch rohe Ei auf das Muster geben, das Strumpfquadrat darüber zusammenfalten und festbinden.
Ei kochen: In einem Topf eine gute Handvoll Zwiebelschalen in Wasser aufkochen. Das Strumpf-Ei in den Zwiebelsud legen und 10 bis 15 Minuten kochen. Anschließend herausnehmen und den Strumpf erst abziehen, wenn das Ei getrocknet ist.
Servus-Tipp: Die meisten Farben können durch bestimmte Zusätze optimiert werden: Alaun und Pottasche machen sie intensiver, ein Eisennagel verdunkelt (das gilt vor allem für Grün und Gelb), Essig hellt auf. Nach dem Kochen wird der Sud mit einem Sieb oder Kaffeefilter abgeseiht.
Dekorieren: Auf der vom Zwiebelsud rotbraun gefärbten Oberfläche zeichnen sich jetzt die Gräser und Blüten als Muster ab, teilweise färben auch die Blüten etwas ab.
Servus-Tipp: Reinigen Sie die Eier (egal ob hartgekocht oder ausgeblasen) immer gründlich mit etwas Essigwasser, damit die Farbe besser angenommen wird. Nach dem Färben reibt man sie am besten mit ein paar Tropfen Speiseöl ein oder mit einer Speckschwarte ab. So leuchten die Farben besser und die Eier bekommen einen schönen Glanz.
Weitere Färbemittel aus der Natur:
Rot erzielt man mit einem Sud aus Apfelbaumrinde oder Malventee.
Die Farbe Rotviolett lässt sich aus Roten Rüben und Rotkohlblättern gewinnen.
Für blaue Farbtöne nimmt man Holunderbeeren oder Heidelbeeren.
Für grüne Ostereier eignen sich Efeublätter, Spinat oder Petersilie.
Gelb gewinnt man am besten aus Safran, Kamillenblüten oder herbstlichen Ahornblättern.
Orange lässt sich aus Karotten gewinnen und Braun aus Eichenrinde, Kaffee, Tee oder traditionell aus Zwiebelschalen.
Häufig gestellte Fragen zum natürlichen Eierfärben
Warum soll man Ostereier nach dem Kochen nicht abschrecken?
Beim Abschrecken kann die natürliche Schutzschicht der Eierschale beschädigt werden. Dadurch können feine, nicht sichtbare Risse entstehen, durch die Bakterien ins Ei eindringen können.
Wie lange sind natürlich gefärbte Eier haltbar?
Hart gekochte Eier mit intakter Schale sind bei kühler Lagerung mehrere Wochen haltbar. Wichtig ist, dass sie nach dem Kochen nicht abgeschreckt wurden.
Warum färbt man Ostereier mit Pflanzen?
Das Färben von Ostereiern mit Pflanzen hat eine lange Tradition. Es ist eine natürliche und nachhaltige Methode, bei der – im Gegensatz zu künstlichen Farbstoffen – besonders schöne, warme Farbtöne entstehen.
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