Werbung. Was haben K├Ąse, Pullover und Hautcreme gemeinsam? Sie stammen alle vom gleichen Tier: dem Schaf. Spannendes Wissen ├╝ber das ├Ąlteste Haustier der Welt.

1. Seit wann gibt es Schafe?

Schafe gibt es schon seit etwa 10.000 Jahren. Heute leben auf der ganzen Welt etwa eine Milliarde Hausschafe aus 600 verschiedenen Rassen. In ├ľsterreich ist die h├Ąufigste Rasse das wetterfeste Tiroler Bergschaf, und in Deutschland ist es das feinwollige Merinoschaf. In S├╝dtirol war die ├Ąlteste Schafrasse, das Villn├Âsser Brillenschaf, vom Aussterben bedroht. Dank der ans├Ąssigen Bauern und Unternehmen wie Luis Trenker konnte die Rasse mit der ausgezeichneten Fleischqualit├Ąt und der kostbaren Wolle gerettet werden.

2. Wie leben Schafe heute?

Die kalte Jahreszeit verbringen die meisten Schafe im Stall und werden mit Heu gef├╝ttert. Aber im Fr├╝hling hei├čt es: Raus auf die Weide oder rauf auf die Alm! Dort leben die geselligen Tiere bis zum Herbst. Sie suchen sich ihr Fressen selbst und sind dabei vierbeinige Rasenm├Ąher. Frisches Gr├╝n ist ihre Hauptnahrung.

Und weil so ein Futter schwer zu verdauen ist, haben sie nicht nur einen, sondern gleich vier M├Ągen. Schafe sind n├Ąmlich ÔÇô wie K├╝he ÔÇô Wiederk├Ąuer. Das hei├čt, sie w├╝rgen das Gr├╝nzeug immer wieder hoch, um es im Maul nochmals zu zerkleinern und zu kauen. Erst wenn der Nahrungsbrei im letzten der vier M├Ągen ankommt, gibt es f├╝r ihn nur noch den Hinterausgang. Und ihr Kot ist dann ein guter Pflanzend├╝nger.

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3. Schlaue Schafsk├Âpfe

Wer glaubt, dass ein Schaf au├čer Bl├Âken nicht viel kann, der irrt. In ihm steckt sogar ein echtes Superhirn. So erkennt etwa ein Schaf einen Artgenossen ├╝ber Jahre nur an dessen Gesicht wieder.

Und finden Schafe im Sommer keinen Schatten, behalten sie einen k├╝hlen Kopf: Mehrere Tiere stellen sich dann mit dem Hinterteil nach au├čen in einem engen Kreis auf und verstecken ihre H├Ąupter ÔÇô vor der Sonne gesch├╝tzt ÔÇô zwischen den eigenen Vorderbeinen.

4. Warum sind Schafe so n├╝tzlich f├╝r den Menschen?

Weltweit werden die meisten Schafe wegen ihrer Milch gehalten. Schafmilch ist gut verdaulich und vitaminreich, au├čerdem hat sie mehr Fett, Eiwei├č und Milchzucker als jene der Kuh. Und sie ist nat├╝rlich ideal fu╠łr alle, die Kuhmilch nicht gut vertragen. In ├ľsterreich macht man vor allem Schafk├Ąse daraus. Fu╠łr zwei Kilogramm Schnittk├Ąse braucht man rund zehn Liter Milch. Kein Problem f├╝r eine Schafmama. Die gibt nach der Geburt bis zu vier Liter am Tag, davon braucht das kleine Lamm nur einen Teil.

Ganz wichtig ist f├╝r uns Menschen aber auch die Schafwolle. Bis zu vier Kilo werden einem Tier im Fr├╝hjahr vom K├Ârper geschoren. Das gen├╝gt, um drei Pullover zu stricken. F├╝r viele Bauern ist diese Wolle eine wichtige Einnahmequelle, f├╝r Hersteller ein wertvoller Rohstoff. Das Modeunternehmen Luis Trenker etwa sch├Ątzt f├╝r die warme F├╝tterung seiner Jacken und Hosen besonders die seidige und stabile Faser des Villn├Âsser Brillenschafs, die es zu technischem Flie├č verarbeitet. Die ├Ąlteste Schafrasse S├╝dtirols w├Ąre vor ein paar Jahren sogar fast ausgestorben, weshalb sich ein paar Liebhaber zusammengetan haben, um sie in der Region wieder sesshaft zu machen. Luis Trenker hat diese Initiative nur zu gerne unterst├╝tzt – passt sie doch genau zur Unternehmensphilosophie, im Allgemeinen sorgsam mit Ressourcen umzugehen.

Schon gewusst? Bevor die Schafwolle verarbeitet werden kann, muss man das Wollfett, das Lanolin, auswaschen, das das Schaf wetterfest macht. Wie ein Wachs├╝berzug sorgt es daf├╝r, dass Wasser an Wolle und Haut abperlt. Das Lanolin wir dann f├╝r Salben gegen trockene, raue Haut verwendet.

Schaf beim Scheren von Hand. (Bild: renatewildenhaincom)
Manche Bauern scheren ihre Tiere noch von Hand. (Bild: renatewildenhaincom)

5. Schafe k├Ânnen klettern

Besonders im Kanton Wallis in der Schweiz, aber auch Tiroler Lechtal oder in S├╝ddeutschland leben die Schwarznasenschafe. Sie sind ├Ąu├čerst gen├╝gsam, weshalb sie Fl├Ąchen auf ├╝ber 2.000 Meter Seeh├Âhe ohne Weiteres beweiden k├Ânnen. K├╝he, aber auch etliche andere Schafrassen w├╝rden bei solchen Gegebenheiten Hunger leiden m├╝ssen. Bei der Winterf├╝tterung im Stall musste den Schwarznasenschafen fr├╝her oft getrocknetes Laub reichen. Heute bekommen sie zumeist das Heu der Magerwiesen. Steinige und steile Untergr├╝nde sind f├╝r die geschickten Kletterer ├╝berhaupt kein Problem. Sogar mit der Winterk├Ąlte kommen sie gut zurecht.

Schwarznasenl├Ąmmer auf der Weide (Bild: Mauritius Images)
├äu├čerst drollig und sehr robust: Schwarznasenl├Ąmmer auf der Weide (Bild: Mauritius Images)