Trinken

Rhabarber-Sirup aus Schalen

Wer Rhabarber schält, hat danach einen kleinen Berg farbiger Schalen vor sich. Diese nutzen wir für eine Restlverwertung vom Feinsten: Mit Zucker, Wasser und Zitrone entsteht daraus ein frischer, fruchtig-säuerlicher Sirup.

Rhabarberschalen werfen wir nicht weg. Wir zaubern daraus einen fruchtigen Sirup! Rezept für Rhabarbersirup aus Schalen
Foto: mauritius images/ Westend61 RF
Rhabarberschalen werfen wir nicht weg. Wir zaubern daraus einen fruchtigen Sirup!  
  • Das Rezept ist einfach, die Zutaten überschaubar – und die Schalen werden zum Hauptdarsteller. Die Menge an Schalen ergibt sich, wenn Sie ca. 500 Gramm Rhabarber schälen und etwa für Kuchen oder Schmarrn verarbeiten. Wenn Sie mehr Sirup auf einmal zubereiten wollen, können Sie die Schalen sammeln und einfrieren – und schließlich die Zucker- und Wassermengen daran anpassen.

  • Tipps für ein gutes Gelingen finden Sie weiter unten.

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Menge Gesamtzeit
1 Glas 70 ml 40 Minuten
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Zutaten
50 g Rhabarberschalen
50 g Zucker
50 g Wasser
2 TL Zitronensaft
Abrieb von ½ Zitrone
1 Messerspitze Vanillemark
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Zubereitung
  1. Glasflaschen mit kochendem Wasser ausspülen und abtropfen lassen, damit sie steril sind und der Sirup länger hält.

  2. Die Bio-Zitrone gründlich waschen, die Schale fein abreiben und etwa Saft auspressen. Die Rhabarberschalen grob zerkleinern. Tipp: Sie müssen nicht klein geschnitten sein, nur handlich genug für den Topf.

  3. Rhabarberschalen, Wasser, Zucker, Zitronenschale, Zitronensaft und Vanille in einen Topf geben, einmal aufkochen, dann die Hitze reduzieren und den Ansatz etwa 30 Minuten sanft köcheln lassen. Wer ein intensiveres Aroma möchte, lässt die Mischung nach dem Köcheln zugedeckt über Nacht stehen – das lohnt sich.

  4. Den Sirup durch ein feines Sieb oder ein Passiertuch in einen sauberen Topf gießen und die Schalen dabei gut ausdrücken, um möglichst viel Flüssigkeit herauszuholen.

  5. Den gefilterten Sirup noch einmal aufkochen und kochend heiß in die vorbereiteten Flaschen füllen, sofort gut verschließen.

Kann man die Schalen einfrieren und sammeln?

Ja, das funktioniert gut. Rhabarberschalen lassen sich problemlos einfrieren und über mehrere Wochen sammeln, bis genug für einen größeren Ansatz zusammengekommen ist. Am besten die Schalen portionsweise in einen Gefrierbeutel oder eine verschließbare Dose geben und möglichst flach einfrieren. Vor der Verwendung müssen sie nicht aufgetaut werden – sie können direkt gefroren in den Topf. Das Aroma bleibt dabei gut erhalten.

Tipps für ein gutes Gelingen

  • Farbe intensivieren: Wer einen kräftig rosa bis roten Sirup möchte, gibt beim Kochen ein paar Stücke rote Rhabarberstange oder eine Handvoll tiefgekühlte Himbeeren bzw. Erdbeeren dazu. Am Geschmack ändert sich kaum etwas – die Farbe wird deutlich lebendiger.

  • Haltbarkeit verlängern: Den Sirup so lange einkochen, bis er eine sirupartige, leicht dickliche Konsistenz hat. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, stellt die verschlossenen Flaschen nach dem Abfüllen noch 10 bis 15 Minuten in ein Wasserbad bei etwa 80–85 °C. Nach dem Öffnen gehört der Sirup in den Kühlschrank.

  • Weniger Zucker: Die Zuckermenge lässt sich um etwa ein Drittel reduzieren, wenn es weniger süß sein soll. Der Sirup ist dann kürzer haltbar und sollte von Anfang an gekühlt aufbewahrt werden.

  • Klarer Sirup: Wer einen besonders klaren Sirup möchte, drückt das Passiertuch beim Abseihen nur leicht aus. Weniger Druck bedeutet weniger Trübstoffe – und etwas weniger Ausbeute.

Andere Aromen ausprobieren

Vanille ist eine feine Wahl – aber nicht die einzige. Wer Abwechslung mag, kann stattdessen ein paar Scheiben frischen Ingwer, eine Tonkabohne, Zitronenverbene oder einige Minzblätter mitkochen. Kräuter und Gewürze einfach vor dem Abseihen entfernen. Für eine Variante, die eher für Erwachsene gedacht ist, lässt sich ein Schuss Gin oder Wodka in den abgekühlten Sirup rühren.

Womit schmeckt er besonders gut?

Am einfachsten und frischesten: mit kaltem Mineralwasser oder einem Glas Sekt aufgespritzt. Der Sirup macht sich aber auch als Topping über Joghurt, Vanilleeis oder einer Topfencreme sehr gut. Und wer gerne mixt, findet in ihm eine feine Basis für Cocktails und Mocktails – mit Minze, Zitrone und viel Eis.