5 erholsame Orte in den Donauauen

Der Nationalpark bei Wien ist eine einzigartige Landschaft. Wir haben fünf Genuss-Tipps für die Region.
Stopfenreuther Au, Donauauen, Donau Nationalpark, Donau Auen Restaurant
Foto: Peter Podpera
Foto: Peter Podpera

Eingebettet zwischen dem brettlebenen Marchfeld und den Ausläufern der Pannonischen Tiefebene, hat sich eine der letzten großen Urlandschaften in Mitteleuropa erhalten. Von der Wiener Lobau bis zur Marchmündung an der slowakischen Grenze erstreckt sich entlang der Donau ein Auwald-Dschungel, in dem man vielen Tieren begegnet. Darunter auch der gemeinen Stechmücke.

Die Nationalpark-Ranger des 1996 gegründeten Nationalpark Donau-Auen selbst verzichten zwar auf Mückenschreck, weil sie ab und zu Kröten und Frösche anfassen, die über ihr offenes Hautsystem das Gift aufnehmen würden. Aber als Besucher ist man selten so stark, die schwarzen Schwärme stoisch zu ertragen. Darum unser Tipp: Wer die herrliche Natur der Donau-Auen ungestört erleben will, sollte nicht auf Gelsenschutzmittel vergessen!

1. Herrlicher Karpfenspeck im Uferhaus

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Foto: Peter Podpera
Geräucherten Karpfenspeck muss man im Fischrestaurant Uferhaus probiert haben.

Das Fischrestaurant Uferhaus lief schon unter der Führung von Georg Humers Großmutter prächtig. Sie war es auch, die seinerzeit den „serbischen" Karpfen populär machte – ein Gericht, das sich einst die serbischen Matrosen an der Schiffsanlegestelle vor dem Restaurant am Lagerfeuer zubereiteten. Nicht verpassen sollte man Georg Humers selbst geräucherten Karpfenspeck. Für ihn werden die Fische 24 Stunden gebeizt und kommen dann in eine Räucherröhre.

Uferhaus
Uferstraße 20
2304 Orth an der Donau
Tel.: +43/664/180 03 22
www.uferhaus.at

2. Ganz einfach schlafen

Helle, geräumige Zimmer, Grillen im Garten und eine ruhige Lage: Wer nicht unbedingt den großen Luxus braucht, ist in der Privatpension richtig. In der mit vier Sonnen ausgezeichneten Unterkunft gibt’s auch Räder zum Ausborgen.

Marchfelder Pension
Schwarzeckerweg 4
2304 Orth an der Donau
Tel.: +43/676/492 44 90
www.marchfelder-pension.at

3. Der beste Platz für den Sonnenuntergang

Goldener Anker in Hainburg, Ausflug Donau Auen, Donauauen, Donau Nationalpark, Donau Auen Restaurant
Foto: Peter Podpera
Der Blick von der Terrasse des Goldenen Ankers in Hainburg ist malerisch.

Es gibt wohl kaum einen besseren Platz als die Donauterrasse vom Goldenen Anker, um die prächtigen Sonnenuntergänge der Donau-Auen zu genießen. Das Wirtshaus direkt am Burgfelsen stammt aus dem Jahr 1655 und ist seit hundert Jahren im Besitz der Familie von Michaela Gansterer-Zaminer. Die Terrasse wird zweimal im Jahr überschwemmt, das Haus selbst wird von den Mauern der Eisenbahn geschützt, doch die Familie könnte sich niemals ein Leben ohne Donau vorstellen. In der Küche bereitet man Kärntner Biorind auf alle möglichen Arten zu, im mittelalterlichen Keller lagern ausschließlich Weine aus der Weinregion Carnuntum.

Zum Goldenen Anker
Donaulände 27
2410 Hainburg
Tel.: +43/2165/648 10
www.goldeneranker.at

4. Wo der letzte Kaiser Österreich Adieu sagte

Schloss Eckartsau, Jagdschloss Habsburger, Ausflug Donau Auen, Donauauen, Donau Nationalpark, Donau Auen Restaurant
Foto: Peter Podpera
Schloss Eckartsau war ein Jagdschloss der Habsburger und ist reich mit Jagdtrophäen geschmückt.

Das ehemalige Jagdschloss der Habsburger in Eckartsau hat viele faszinierende Geschichten zu erzählen. Zwei Sachen machen es aber unter all den Marchfeldschlössern zu etwas Besonderem. Es beherbergte den letzten österreichischen Kaiser, Karl I., ein letztes Mal auf heimatlichem Boden, bevor er 1919 ins Exil nach Madeira ging. Und: 1992 wurde im Fadenbach im Schlosspark der Hundsfisch wiederentdeckt, der als ausgestorben galt. Neben den historischen Räumlichkeiten ist vor allem die Parkanlage sehenswert, die um 1900 nach alten Plänen des Landschaftsgärtners Anton Umlauf gestaltet wurde.

Schloss Eckartsau
2305 Eckartsau
Tel.: +43/2214/22 40
www.schlosseckartsau.at

5. Willkommen an Bord der „Carnuntum“

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Foto: Peter Podpera
Schiffskapitän Markus Haider am Ruder seiner „Carnuntum“.

„Die besten Schiffer sind die Nichtschwimmer“, sagt Markus Haider. Das gilt aber nicht für ihn, weil er schon als Kind die Donau durchschwommen hat. Seit damals hat sie ihn nie mehr losgelassen, deshalb machte der gelernte Nachrichtentechniker 2007 sein Kapitänspatent, kaufte sich in Holland ein ehemaliges Fährschiff aus dem Jahr 1929 und ließ es technisch auf den neuesten Stand bringen. Seit 2011 kann man ihn und seine „Carnuntum“ für Schifffahrten mit bis zu 35 Menschen ab Hainburg mieten. Jeden Sonn- und Feiertag in den Monaten Mai, August und September findet ein regelmäßiger Linienverkehr zwischen Hainburg, Devin und Bratislava statt.

Event-Schifffahrt Haider
Standort: Strom-km 1.883,5 Donaulände Hainburg
vis-à-vis des Hainburger Wasserturms
2410 Hainburg an der Donau
Tel.: +43/664/281 31 41
www.event-schifffahrt.at

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