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Ausflüge

Urlaub am Gardasee: Die schönsten Orte aus „Heimatleuchten“ zum Nachreisen

Olivenhaine, Zitronengärten, Segelwind und Dolce Vita: Auf den Spuren von „Heimatleuchten“ entdecken wir die schönsten Orte rund um den Gardasee und zeigen eine genussvolle Route von Malcesine über Gargnano bis Bardolino.

Gardasee, Olivenküste, Italien, Monte Baldo
Foto: Bernhard Huber
An der Olivenküste des Gardasees fällt es schwer, sich zu entscheiden: Was wollen wir lieber machen? Ins Wasser hüpfen oder rauf auf den Monte Baldo wandern?

Der Gardasee ist mehr als ein Urlaubsziel. Er ist ein Sehnsuchtsort zwischen Alpen und Mittelmeer, zwischen schroffen Bergen, jahrhundertealten Olivenbäumen und kleinen Orten, in denen die Zeit ein wenig langsamer zu vergehen scheint. In unserer „Heimatleuchten“-Reise folgen wir den Spuren der Menschen, die den Gardasee ihre Heimat nennen, und entdecken die schönsten Plätze aus der ServusTV-Sendung und der Servus-Magazin-Reportage zum Nachreisen.

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  • Gut zu wissen: Die Route führt in vier Tagen zu den schönsten Orten rund um den Gardasee – von Malcesine über Gargnano und Salò bis nach Bardolino. Am besten lässt sie sich mit dem Auto erkunden, für einzelne Etappen bieten sich aber auch Fähren oder eine Vespa an. Besonders schön ist die Reise im Frühjahr oder Spätsommer, wenn es etwas ruhiger ist als in der Hochsaison.

  • Ausgangspunkt der Reise ist Malcesine am Ostufer, von dort geht es in Etappen über das Westufer bis in den Süden und wieder zurück an die Weinstraßen rund um Bardolino und Lazise.

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Tag 1: Malcesine, die Perle der Olivenküste

Schon bei der Ankunft versteht man, warum Malcesine als die „Perle des Gardasees“ gilt. Über den terrakottafarbenen Dächern thront das Castello Scaligero, die engen Gassen duften nach Gelato und aus den Cafés klingt italienisches Lebensgefühl.

Nehmen Sie sich Zeit für einen Spaziergang durch die Altstadt, steigen Sie auf den Burgturm und genießen Sie den Blick über den See. Besonders schön ist Malcesine am frühen Abend, wenn die Tagesgäste weniger werden und die Uferpromenade in warmes Licht getaucht ist.

Unser Tipp: Eine Kugel Stracciatella bei L’Artigiano dei Sapori gehört genauso dazu wie ein Aperitivo mit Blick auf den See – ein stimmungsvoller Auftakt für die Reise.

Gardasee, Italien, Malcesine, Altstadt
Foto: Bernhard Huber
Beim Flanieren durch die verwinkelten Gassen geht der Sommer in die Verlängerung.

Tag 2: Monte Baldo, Olivenhaine und die Traumbucht

Die Etappen an Tag 2 liegen alle rund um Malcesine und lassen sich gut miteinander verbinden – vom Bergpanorama am Vormittag bis zum entspannten Ausklang am Wasser.

  • Der Ausflug auf den Monte Baldo beginnt am besten früh am Morgen, wenn die Seilbahn von Malcesine noch nicht überfüllt ist. Für die Bergfahrt und einen Spaziergang oder eine kleine Wanderung sollte man mehrere Stunden einplanen.

  • Hoch über Malcesine beginnen die Hänge des Monte Baldo. Zwischen Olivenbäumen bewirtschaftet Marco Maoradi seinen Hain. Hier wachsen die für den Gardasee typischen Casaliva-Oliven, aus denen eines der besten Olivenöle Italiens entsteht. Die Einheimischen nennen das Ostufer nicht ohne Grund Riviera degli Olivi, die Olivenküste. Jahrhundertalte Bäume prägen die Landschaft und erzählen von einer Zeit, als Olivenöl das wertvollste Gut der Region war.

  • Am Nachmittag geht es hinunter zur Val di Sogno, der „Traumbucht“. Das Wasser schimmert türkisblau, die Berge spiegeln sich im See, Segelboote ziehen lautlos vorbei. Hier betreibt Heinz Stickl seit Jahrzehnten seine Segelschule und kennt den See und seine Winde wie kaum ein anderer. Wer mag, kann einen Segelkurs buchen oder einfach am Strand sitzen und dem Wind zusehen, der den See so berühmt gemacht hat.

Gardasee, Malcesine, Segelschule, Heinz Stickl
Foto: Bernhard Huber
Vom Schlauchboot aus bringt der gebürtige Bayer Heinz Stickl Schülerinnen und Schülern (im Bild hinten) das Segeln bei.
Der Gardasee ist das Heimrevier der Bayern und der Österreicher.
Heinz Stickl, Segellehrer und Gründer des Stickl Sportcamps in Val di Sogno

Tag 3: Zitronengärten und Dolce Vita am Westufer

Heute wechseln wir die Seeseite. Dazu nehmen Sie entweder die Fähre (Zeiten vorab überprüfen) oder die landschaftlich sehr schöne, aber kurvige Nordroute über Riva del Garda. Rund um Gargnano beginnt die Riviera dei Limoni, die Zitronenküste. Schon seit Jahrhunderten gedeihen hier Zitronen in den historischen Limonaien, den typischen Zitronengärten des Gardasees.

Zitronenbauer Fabio Gandossi nennt die Früchte liebevoll sein „Gold“. Aus ihnen entstehen Marmeladen, Limoncello und allerlei Spezialitäten. Besonders schön ist die Haltung seiner Frau Leila, die ihr Familienrezept für Zitronenkekse gerne weitergibt:

Dann nehmen die Menschen ein Stück unserer Heimat, von unserem See mit.
Leila Bonacossa
Gardasee, Zitronen, Eismacher
Foto: ServusTV/Thomas Beckmann
Eismacher Joseph Barone (links) erhält frische Früchte für sein köstliches Eis von Zitronenbauer Fabio Gandossi.

Am Nachmittag lohnt sich ein Abstecher nach Salò. Flanieren Sie über die lange Uferpromenade und gönnen Sie sich ein Eis bei Gelatiere Beppe Barone. „Eis ist die vollkommenste Süßspeise, die es gibt. Einfach Dolce Vita“, ist er sich sicher.

Tag 4: Bardolino, Weinberge und Vespa-Gefühl

Zum Abschluss führt die Route in die Hügel rund um Bardolino und Lazise. Zwischen Weinbergen, Zypressen und kleinen Landstraßen zeigt sich der Gardasee noch einmal von seiner typisch italienischen Seite. Lazise ist mit seiner Stadtmauer, dem kleinen Hafen und den Ufergassen einer der stimmungsvollsten Orte am südöstlichen Gardasee und lässt sich gut mit Bardolino verbinden.

Die Gardasee-Liebhaber Stefan und Marta erkunden die Gegend am liebsten mit der Vespa:

Mit dem Auto würdest du hier nie durchfahren. Aber mit der Vespa entdeckst du Orte und Flecken, wo man einfach tolle Erlebnisse hat.
Stefan Margesin, Hoteldirektor vom „Quellenhof“ am Gardasee
Gardasee, Italien, Vespa
Foto: ServusTV/Thomas Beckmann
Am liebsten mit der Vespa unterwegs: Stefan Margesin und seine Frau Marta Carluccio (links)

Wer Zeit hat, sollte bei einem Weingut einkehren und ein Glas Bardolino oder Lugana probieren. Während die Sonne langsam hinter den Bergen versinkt, versteht man, warum so viele Menschen Jahr für Jahr an den Gardasee zurückkehren.

Weitere Heimatleuchten-Tipps rund im den Gardasee

Falls Sie länger bleiben:

  • Valeggio sul Mincio für die berühmten Tortellini-Klassiker aus der Sendung.

  • Sirmione für einen Spaziergang durch die historische Altstadt.

  • Desenzano del Garda für Olivenölverkostungen bei regionalen Produzenten.

Warum der Gardasee ein Sehnsuchtsort bleibt

Vielleicht bringt es Roland Margesin in „Heimatleuchten“ am besten auf den Punkt:

Das ist Gardasee: Wir haben die Alpen, wir haben den See, die Zypressen, die Olivenhaine, einen guten Wein. Viel mehr geht nimmer.
Gardaseebegeisterter Unternehmensberater

Genau das macht diese Reise aus: morgens Bergpanorama, mittags Zitronenduft, nachmittags eine Brise auf dem Wasser und abends ein Glas Wein am Seeufer. Ein bisschen Dolce Vita, das man am liebsten mit nach Hause nehmen würde.

Die wichtigsten Stationen in der Übersicht

Reisetag

Schwerpunkt

Stationen

Tag 1

Ankommen am See

Malcesine, Castello Scaligero, L’Artigiano dei Sapori

Tag 2

Berge, Oliven & Wind

Monte Baldo, Olivenhaine, Val di Sogno, Stickl Sportcamp

Tag 3

Zitronen & Dolce Vita

Gargnano, Riviera dei Limoni, Salò

Tag 4

Weinberge & Vespa-Gefühl

Bardolino, Lazise

Wenn mehr Zeit bleibt

Zusätzliche Orte aus „Heimatleuchten“

Valeggio sul Mincio, Sirmione, Desenzano del Garda

Links und Adressen:

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