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Garten

Dein Servus Garten: Der Plan

Begleiten Sie uns in den nächsten Wochen Schritt-für-Schritt bei der Umgestaltung des Gartens der Familie Madle am Rande des Nationalparks Donau-Auen. In Teil 1 verrät uns Landschaftsarchitektin Sophie Flödl alles über Gartengestaltung und Planung.

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Foto: Sophie Flödl
Gartengestalterin Sophie Flödl hat den Traumgarten der Familie Madle zu Papier gebracht.

Der Garten vor dem Haus ist unsere Verbindung zur Natur. Wir machen nur wenige Schritte über die Terrasse hinweg, laufen barfuß durch das Gras und entdecken in jeder Ecke des eigenen Paradieses täglich Neues. Bienen und Hummeln, die laut summend um die prallsten Blütenköpfe wetteifern, zarte Schmetterlinge, die hier und da einen Schluck Nektar genießen und wenn wir ganz leise sind, uns nicht bewegen kommen auch Vogerl oder Igel näher, und erfreuen sich an unserer grünen Oase.

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Bei Familie Madle in Carnuntum sind es sogar Wildschweine, die ihnen frech durch die Terrassentür ins Wohnzimmer lugen. Ihr kleines Haus liegt inmitten von Weingärten und Ackerfeldern am Rande des wunderschönen Nationalpark Donau-Auen. Vor etwa einem Jahr haben sie sich hier den Traum vom Eigenheim erfüllt. Im Haus ist bereits Gemütlichkeit eingezogen. Was noch fehlt, ist ein Garten zum Wohlfühlen. Vor wenigen Monaten haben Sie sich bei „Servus Mein Garten“ für eine Garten-Umgestaltung beworben, und nun ist es so weit: Ihr Garten wird zum Servus-Garten und wir begleiten den gesamten Umbau mit der Kamera.

Das Erstgespräch

 „Wofür wollt ihr euren Garten nutzen?“ Das ist die erste Frage, die Landschaftsarchitektin Sophie Flödl der Familie stellt, und die sich jeder vor der Gestaltung des eigenen Gartens stellen sollte. Soll er repräsentativ sein, ein Ort, um zur Ruhe kommen oder zum wild Toben? Braucht es einen Sichtschutz oder soll seine Pflanzenwelt helfen, den Wind in Zaum zu halten? All das muss in die Planung mit einfließen.

Garten, Gartenumgestaltung, vorher-Bild
Foto: Beatrix Hammerschmied
Familie Madle wünscht sich einen farbenfrohen Servus-Garten zu ihrem kleinen Haus.

Was soll mein Garten sein und bieten:

  • Erweiterung des eigenen Wohnraumes

  • Repräsentativer Ort für Gäste

  • Ort der Erholung und des Verweilens

  • Ort der Sportlichen und spielerischen Aktivität – für Groß und Klein

  • Sichtschutz

  • Windschutz

  • Ertrag in Form von Obst, Gemüse, Kräutern

Für Familie Madle steht fest: Er soll ein Ort der Erholung und des Spielens sein, Tochter Leonie liebt es, den Federball durch die Luft sausen zu lassen. Mutter Melanie wünscht sich einen bunten Garten, in dem Insekten und Bienen sich so richtig wohlfühlen und Vater Günther sieht sich schon auf seiner gut ausgestatteten Terrasse sitzen, um nach getaner Arbeit entspannen zu können. Daher wird es geben:

  • Eine Rasenfläche zum Spielen

  • Wildblumen-Ecken

  • Bunte, blühende Sträucher

  • Holzterrasse

Servus Garten, Gartenumgestaltung, Gartenbesichtigung
Foto: Beatrix Hammerschmied
Gärtner Daniel, Landschaftsarchitektin Sophie Flödl und Melanie Madle stecken die Gartengrenze genau ab.

Wie viel Garteln darf es sein?

Die zweite essenzielle Frage von unserem Profi lautet: Wie viel Arbeitsaufwand möchte man in den Garten investieren? Denn: Was nutzt der akkuratest angelegte Park in Kleinform, wenn uns Zeit oder Muße fehlen, diesen auch in dem gewünschten Zustand zu erhalten? Fest steht, ganz gleich wie gut der Garten geplant ist, um möglichst ein Selbstläufer zu sein. Ein Mindestmaß an Pflege braucht er immer. Und das ist auch gut so, entspannt uns das Garteln doch ungemein und verbindet uns mit der Natur.

Familie Madle freut sich schon darauf, die kleinen nötigen Handgriffe zu tun. Da beide Eltern berufstätig sind, wünschen sie sich aber einen pflegeleichten Garten. Sophie Flödl empfiehlt daher:

  • Statt einem großen Gemüsebeet ein praktisches Hochbeet

  • Eine schlaue Gartenbewässerung

  • Sträucher, die bunt blühen, aber wenig Arbeitsaufwand bedeuten

Die Grundvoraussetzungen

Welche Pflanzen es genau werden, das entscheiden zwei Faktoren mit: die klimatische Frage und die Bodenbeschaffenheit. Je nachdem, in welcher Klimazone sich der Garten befindet, kann die Pflanzenauswahl getroffen werden. Das Grundstück der Familie Madle liegt im Wiener Becken, hier herrscht pannonisches Klima vor: Es ist relativ warm, trocken und gemäßigt, im Sommer ist es heiß und trocken, im Winter kalt.

 Um die Bodenbeschaffenheit zu bestimmen, gibt es zwei Möglichkeiten. Man kann entweder, zB.: über die Ages – die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, eine so genannte Bodenbox mit einer Bodenprobe einschicken. Hier wird nun analysiert, welchen PH-Wert der Boden hat, außerdem werden Humus- und Nährstoffgehalt ermittelt.

 Die zweite Möglichkeit ist die konventionelle Art: Hier wirft man einen genauen Blick auf die Pflanzen, die auf dem Grundstück wild wachsen. Diese „Standortanzeiger“ gelten als sicherer Indikator für die Bodenbeschaffenheit.

Die Bodenanalyse

 Der Garten der Familie Madle ist geprägt durch seine Lage umgeben von Ackerböden. Es findet sich hier viel Vogelmiere, was ein Indikator für einen hohen Stickstoffanteil ist, es scheinen ausreichend Nährstoffe enthalten zu sein und der Boden ist humusreich. Ein weiteres gutes Zeichen: Wir befinden uns in einem Weinbaugebiet. Man kann also von einem guten Boden ausgehen.

  • sandiger, stark kalkhaltiger Boden

  • hohe Durchlässigkeit

  • mäßige Wasserspeicherkraft

  • hochwertiges bis mittelwertiges Ackerland

  • hohe Durchlässigkeit

 Wer wissen möchte, wie es um den eigenen Boden bestellt ist, kann auch einen Blick auf die Homepage des Bundesforschungszentrums für Wald werfen. Hier findet sich eine Bodenkarte mit allen Bodenformen für ganz Österreich. www.bodenkarte.at.

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Foto: Beatrix Hammerschmied
Die Vogelmiere zeigt an - hier ist viel Stickstoff im Boden

Unserer Gartengestalterin

Die gebürtige Tirolerin Sophie Flödl ist seit 10 Jahren Landschaftsarchitektin. Die dreifache Mutter geht an jedes Projekt mit großer Leidenschaft heran und sieht in jedem Stück Erde sogleich dessen Potential. Nach ihrem Studium der Landschaftsarchitekur in Wien und Edinburgh arbeitete sie für renommierte Büros in New York und am Zürichsee. Zu ihren Lieblingsprojekten zählen unter anderem eine Dachterrasse in London direkt an der Themse und der Garten eines 700 Jahre alten Steinhauses in Aquileia. Absolutes Herzensprojekt ist allerdings seit acht Jahren ihr eigener Garten im Salzkammergut.

Die Menschen davon zu überzeugen, dass der eigene Wohnraum nicht an den vier Wänden endet und welchen unschätzbaren Mehrwert der eigene Garten bringt hat sie sich zur Aufgabe gemacht.

Unser Gärtner

Daniel Bucalau stammt ursprünglich aus Rumänien und ist seit zehn Jahren mit großer Leidenschaft Gärtner. Er beherrscht sowohl das Baumklettern für den schonenden Schnitt, als auch jegliche Art von Erdarbeit und Pflanzarbeit. Seine Kunden schätzen vor allem seine Flexibilität und Zuverlässigkeit. Er liebt die abwechslungsreiche Arbeit draußen in der Natur und die Herausforderung, die jedes neue Projekt mit sich bringt.

Die Familie

Es war gar nicht so leicht für die Familie, sich noch nicht schon beim ersten warmen Sonnenstrahl selbst auf Gartenprojekt zu stürzen. Schließlich sind die richtige Heimwerker. Alles was geht, macht Vater Günther beim Hausbau selbst. Tochter Leonie (11) ist ein wahrer Goldschatz und liebt es, mit Mama Melanie gemeinsam Yoga zu machen und Schmetterlingsarten zu bestimmen.

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Foto: Carina Brunnauer
Familie Madle blickt von ihrem Garten aus in einen Weingarten.

>> Und so geht es in Teil 2 weiter <<

Nach dem Erstgespräch und dem Erstellen eines genauen Planes geht es gleich einmal richtig rund in unserem Gewinnergarten: Die Erdarbeiten stehen an.

Unsere Partner:

Bei der Planung hat uns beraten: Tulpenbaum Holz- & Gartenbau

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