Gute Küche

Der Zauber eines guten Teigs: So gelingt dein Erdäpfelteig

Erdäpfelteig ist für mich weniger ein exaktes Rezept als ein Gefühl: Jeder Erdapfel und jedes Mehl sind anders. Deshalb zeige ich dir Schritt für Schritt, wie mein Grundteig entsteht und worauf es wirklich ankommt.

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Paula Bründl gibt Mehl zu gepressten Erdäpfeln auf einer Arbeitsfläche in einer hellen Küche, um einen Erdäpfelteig zuzubereiten.
Foto: Philipp Carl Riedl
Paula Bründl zeigt, wie aus gepressten Erdäpfeln, Mehl, Ei und etwas Fingerspitzengefühl ein geschmeidiger Erdäpfelteig entsteht.

Schritt für Schritt den Grundteig meistern:

Warum es nicht das perfekte Rezept gibt

Für diese Akademie habe ich mich durch viele Erdäpfelteig-Rezepte gelesen. Das Faszinierende daran: Fast jede Köchin und jeder Koch macht ihn ein wenig anders. Trotzdem entstehen am Ende wunderbare Gerichte.

Es geht nicht darum, ein Rezept millimetergenau zu befolgen. Es geht darum, den Teig zu verstehen.
Meine wichtigste Erkenntnis daraus.

Ein paar Tipps vorab

Die richtige Temperatur

  • Für mich lässt sich Erdäpfelteig am besten verarbeiten, wenn die Erdäpfel weder heiß noch kalt sind.

  • Deshalb arbeite ich am liebsten mit Erdäpfeln in Zimmertemperatur.

Wasser loswerden

  • Der erste Arbeitsschritt beginnt direkt nach dem Kochen.

  • Die Erdäpfel werden halbiert oder geschält, damit möglichst viel Wasserdampf entweichen kann. Anschließend presse ich sie und verteile die Masse auf der Arbeitsfläche. Jetzt darf sie 10 bis 15 Minuten ausdampfen.

Der Teig entsteht

Als Richtwert verwende ich etwa 25 Prozent griffiges Mehl bezogen auf die Erdäpfelmasse. Dazu kommen Salz und Eier. Wichtiger als exakte Zahlen ist aber die Konsistenz. Der Teig sollte:

  • geschmeidig sein

  • formbar sein

  • nicht sofort reißen

  • sich locker anfühlen

Der häufigste Fehler

Zu langes Kneten! Beim Erdäpfelteig wollen wir gerade nicht die Elastizität eines Nudelteigs erreichen. Wird er zu intensiv bearbeitet oder sogar mit der Küchenmaschine geknetet, wird er schnell zäh und gummiartig.

ZUM GRUNDREZEPT mit Video

Mein Notfallplan für misslungene Teige

Wenn alle Stricke reißen, hilft meist eine Pfanne. Teige, die fürs Kochen vielleicht etwas zu weich oder zu schwierig geworden sind, lassen sich oft wunderbar braten. Deshalb lautet meine persönliche Notfallregel:

Im Zweifel: braten statt kochen.

Eine weitere Möglichkeit, einen zu weichen Teig zu retten, ist, daraus eine Erdäpfelteigrolle zu formen. Rolle den Teig dafür – ähnlich wie einen Serviettenknödel – in Frischhaltefolie ein und gare ihn anschließend im Wasserbad. Dann kannst du Taler daraus schneiden und diese je nach Geschmack noch anbraten.

Aus einem Teig werden viele Gerichte

Das Schöne am Erdäpfelteig ist seine Wandlungsfähigkeit. Aus dem Grundteig lassen sich formen:

  • Schupfnudeln

  • Nockerl

  • Tascherl

  • Taler

  • Erdäpfelkrapfen

  • Hast du noch eine Idee? Schreib sie mir gerne an team@servus.com

Jede Form hat ihre eigenen Stärken und Garmethoden. Manche werden gekocht, andere gebraten oder frittiert.

Gut zu wissen – mit SPAR Natur*pur

Warum viele Köchinnen und Köche bei Erdäpfeln auf Bio setzen

Erdäpfel wachsen direkt in der Erde und stehen während ihrer gesamten Wachstumszeit in engem Kontakt mit dem Boden. Deshalb achten viele beim Einkauf besonders auf Herkunft und Anbauweise.

Das macht Bio-Erdäpfel besonders:

  • Bio-Erdäpfel werden gemäß den gesetzlichen Bio-Standards ohne chemisch-synthetische Pestizide und ohne Gentechnik produziert.

  • Kurze Wege und nachvollziehbare Herkunft sorgen für Transparenz bei der Auswahl. Viele SPAR Natur*pur Produkte stammen aus regional verankerten Bio-Betrieben.

  • Die biologische Landwirtschaft unterliegt strengen und regelmäßigen Kontrollen durch unabhängige Prüfstellen.

Denn oft beginnt guter Geschmack lange bevor gekocht wird: bei der Entscheidung für hochwertige Zutaten.