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Handwerk

Familie Aufreiter und ihre Marillen aus der Wachau

Erst weiße Blütenwolken, dann saftige Früchte, aus denen herrlicher Saft und Aufstrich werden. Harald Aufreiter hat in der Wachau sein Marillenparadies.

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Foto: Familie Aufreiter
Harald Aufreiter und seine Schwester Ilse mit den Töchtern.

Als Marillenbauer, sagt Harald Aufreiter aus Krems-Angern, sollte man Hellseher sein: „Marillen reifen nicht nach, man kann sie also nicht grün einlagern. Idealerweise pflückt man sie fünf Minuten, bevor sie von selbst zu Boden fallen.“

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Foto: Familie Aufreiter
Harald Aufreiter nach getaner Marillenernte.
Die grea-oaschatn sind die besten.
Harald Aufreiter

Bei Marillen kennt sich Harald Aufreiter aus. Schließlich ist er mit ihnen groß geworden. Als Vater Horst in Pension ging, übernahm er den Marillenhof in Krems-Angern. Seine außergewöhnlich alten Obstbäume stehen rund um den Göttweiger Berg am östlichen Beginn der Wachau.

Als in den 1920er Jahren die Reblaus den Großteil der Weinstöcke in der Wachau zerstörten, suchten die Wachauer nach Alternativen. Und kamen auf die Marille. Ihre Saison beginnt seither aber nicht erst mit der spektakulären Blüte, erzählt Marillenbauer Harald Aufreiter.

Der Wachauer ist auch eine Art Schuldirektor: Direktor einer Baumschule für Marillen. Und so kümmert er sich schon im Februar um den Nachwuchs.

Wir züchten unsere Bäume selbst, damit unsere Wachauer Marillen erhalten bleiben.
Harald Aufreiter

Im Winter werden die Edelreiser von den besten Bäumen geschnitten und auf Wurzeln von wilden Zwetschken gepfropft. Die jungen Bäume kommen dann für ein Jahr ins Glashaus und können sich hier für die Auspflanzung rüsten. Harald Aufreiter setzt auf die Wachauer Paradesorte Kremser und Klosterneuburger Marille.

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Foto: Pixabay
Bei dieser Marillenblüte kann die Ernte nur reichlich werden.

Die Blüte ist dann jedes Jahr wieder spannend und beeindruckend. Auch für die Profis in der Wachau. Manchmal beginnt das Spektakel schon Mitte März und die Frostgefahr lässt die Bauern bangen. Mit allerhand Tricks versucht man der Kälte zu begegnen: Etwa indem man zwischen den Bäumen Reisig verbrennt oder Fackeln anzündet.
Nach überstandener Blüte werden die Bäume ausgedünnt: Unreife, mit Kennerblick als chancenlos erkannte Früchte werden gepflückt, so können sich die übrigen besser entwickeln.

Für die Ernte heißt es Geduld haben

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Foto: Familie Aufreiter
Da die Marille nicht nachreift nach der Ernte, sollte sie so spät wie möglich erst gepflückt werden.

Der Reifezeitpunkt der Wachauer Marille liegt im Juli. Wann genau, das variiert jedes Jahr. Auch innerhalb der Wachau. Um Krems sind die Marillen früher reif als im westlichen Spitz. Und dann wird mit den traditionellen Zisteln geerntet. In diesen spitzen Weidenkörben gelangen die Marillen in die Küche der Aufreiters. Marmelade wird eingekocht und süßer Marillennektar kommt in die Flaschen. Und natürlich wird auch der regionale Marillenbrand hergestellt.

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Foto: Familie Aufreiter
Zum Frühstück ein Buttersemmerl mit köstlicher Marmelade, da fängt der Tag schon perfekt an.

Ein köstliches Set bestehend aus Marillenfruchtaufstrich und Marillennektar gibt es bei Servus am Marktplatz.

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