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Handwerk

Hubert Puchers Knopf-Unikate aus dem Mölltal

Knopf ist nicht gleich Knopf. Hubert Pucher fertigt Knöpfe aus Holz, Stein oder Kuhhorn mit viel Liebe zum Detail.

Handwerk, Hornknöpfe aus Heiligenblut, Kärnten, Knopfmacherstube, Hubert Pucher
Foto: Michael Reidinger
Kuhhornknöpfe in verschiedenen Farben, Formen und Größen.

Dass Sammeln zu seinen Leidenschaften gehört, das kann Hubert Pucher nicht abstreiten. In seiner Kärntner Knopfmacherstube hortet er alle erdenklichen Naturmaterialien, die sich hier in der Abgeschiedenheit am Fuß des Großglockners zusammentragen lassen. „Die größte Arbeit ist es, dass man am Ende acht Knöpfe gemacht hat, die zusammenpassen“, betont Hubert Pucher. Das gilt für Kuhhorn genauso wie für Stein und Holz.

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Handwerk, Hornknöpfe, Heiligenblut, Kärnten, Knopfmacherstube, Hubert Pucher
Foto: Michael Reidinger
Hubert Pucher fertigt auch aus Kuhhorn Knöpfe. Erst nach dem Abschleifen stellt sich heraus, ob die Knöpfe zusammenpassen.

In jedem Knopf steckt Natur

Die Bearbeitung von Kuhhorn ist sehr schwierig, weil man zuerst die Formen schneidet. Erst nach dem Abschleifen kommt die Maserung zum Vorschein. Da kann es schon vorkommen, dass der Knopfmacher fünfzig Knöpfe machen muss, damit dann acht davon miteinander harmonieren. Früher hätte man die Hörner gekocht, aufgeschnitten, zu Platten gedrückt und die Knöpfe ausgestanzt. Das macht der gelernte Maschinenbauer nicht, weil er die natürliche Wölbung beibehalten möchte.

Holzknöpfe sind einfacher zu bearbeiten. Da gehen aus einem Rohstoffteil mehrere Knöpfe raus, die Hubert Pucher freihändig schneidet und abschleift. Danach werden sie in Firnis gekocht, damit sie wasserfest sind und nicht gleich beim ersten Wäschewaschen aufweichen.

Handwerk, Holzknöpfe, Heiligenblut, Kärnten, Knopfmacherstube, Hubert Pucher
Foto: Michael Reidinger
Holzknöpfe aus Lärche, Wacholder, Nuss oder sogar Zwetschke sind einfacher herzustellen. Mit geübter Hand schneidet Hubert Pucher gleichmäßige Scheiben.

Auch Steinknöpfe werden von ihm auf Bestellung angefertigt. Für die setzt er sich sogar im Winter mit seinem wassergekühlten Diamantbohrer in die Badewanne, um in einen Serpentinit, auch Tauerngrün genannt, zwei Löcher zu bohren. Überall anderswo würde das Wasser nämlich gefrieren.

Hubert Pucher's Knopfkunde. Ösenknöpfe haben auf der Rückseite eine kleine Öse, durch die sie an das Kleidungsstück angenäht werden. Lochknöpfe werden durch die Löcher hindurch angenäht. Bei Zwirnknöpfen wird Leinen- oder Baumwollgarn sternförmig um einen Metallring geführt, bis sich eine geschlossene Fläche ergibt. Die meist mit Seide umwickelten Posamentenknöpfe können die Form eines Ösenknopfes annehmen. Knebel sind vermutlich die ältesten Vorläufer des Knopfes und werden meist mit Schlaufen statt Knopflöchern kombiniert.

Kontakt

Knopfmacherstube Hubert Pucher
Winkl 19
A-9844 Heiligenblut
Tel.: +43/4824/23 27
www.sturm-archehof.at

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