Mondfinsternis, Blutmond, Supermond: Mondereignisse 2026 & 2027
Heuer und auch nächstes Jahr sind wieder faszinierende astronomische Ereignisse wie eine partielle Mondfinsternis oder ein Supermond am Nachthimmel zu bestaunen. Andere Monde sind unsichtbar – wir erklären, was es damit auf sich hat.
Der Mond ist der hellste Himmelskörper an unserem Nachthimmel und der einzige natürlich Satellit der Erde. Monat für Monat vollzieht er seine Wandlung und wirkt damit auf die Natur und uns Menschen. Der Erdtrabant durchläuft in stetem Rhythmus seine Phasen: Vom Neumond zum zunehmenden Mond, hin zum Vollmond und schließlich über den abnehmenden Mond wieder zum Neumond.
Und wie das auch im Leben so ist, liegen dazwischen einige ganz besondere astronomische Ereignisse, zum Beispiel Mondfinsternisse oder Blutmond. Andere Phänomene sind unsichtbar: Sie sind keine Naturereignisse, sondern vielmehr menschliche Bezeichnungen – um welche Monde es sich dabei handelt, erfahren Sie weiter unten.
Astronomische Mondereignisse im Überblick
2026:
Totale Mondfinsternis (in unseren Breiten nicht sichtbar): 2. auf 3. März 2026
Minimond: 31. Mai & 30. Juni 2026 (Mini-Vollmonde)
Partielle Mondfinsternis: 28. August 2026. Sie beginnt in den frühen Morgenstunden gegen 4:33 Uhr, erreicht ihre maximale Verfinsterung aber erst nach dem Monduntergang.
Supermond: 24. Dezember 2026
2027
Minimond: 7. Jänner (Mini-Neumond), 18. Juli & 17. August 2027 (Mini-Vollmonde)
Supermond: 22. Jänner 2027
Halbschatten-Mondfinsternis: 20. auf 21. Februar 2027. Sie ist in Mitteleuropa problemlos mit bloßem Auge zu beobachten, da der Erdtrabant hoch am Himmel steht und beinahe vollständig in den Halbschatten der Erde eintaucht.
Erntemond 2026
Goldene Weizenfelder wogen in einer sanften Brise, dahinter spannt sich ein lichtblauer Himmel auf, durch den die Schwalben flitzen. Es ist Erntezeit. Dem natürlichen Kreislauf der Natur folgend, kommt nach der Heuernte das Einbringen des Getreides. Und so wird auch der Vollmond im August (dieses Mal am 28. August um 6.18 Uhr) traditionell genannt: Erntemond.
Der Mond erscheint mancherort besonders groß, es handelt sich allerdings um keinen Supermond. Vielmehr ist es eine scheinbare Vergrößerung des Mondes, die besonders dann zu beobachten ist, wenn er niedrig am Horizont steht. Es ist eine optische Täuschung, die auch als „Mondtäuschung“ bezeichnet wird.
Blutmond
Ein weiterer Begriff, der in Zusammenhang mit einer Mondfinsternis steht, ist der bereits erwähnte Blutmond oder auch Kupfermond. Wenn ein Vollmond ganz im Kernschatten der Erde steht und es zu einer totalen Mondfinsternis kommt, erscheint der Trabant rötlich bis kupferfarben. Die Intensität der Färbung ist abhängig von Wetter, Luftfeuchtigkeit und Feinstaub in der Luft und hat mit der Brechung von Lichtwellen zu tun. Die nächste totale Finsternis und damit der nächste Blutmond ist erst am Silvesterabend 2028 zu sehen.
Minimond
Gleich zweimal ist 2026 das Phänomen des sogenannten Mini-Vollmonds zu beobachten. Der Erdtrabant kreist in einer elliptischen Umlaufbahn um unseren Planeten und ist damit nicht immer gleich weit entfernt. Im Durchschnitt sind es 384.405 Kilometer – in unserem Kosmos ein Katzensprung. Wenn er sich aber im sogenannten Apogäum befindet, hat er den fernsten Punkt seiner Bahn erreicht. Sobald die Entfernung zum Erdmittelpunkt mehr als 405.000 Kilometer beträgt, wird der Trabant als Minimond bezeichnet – allerdings ist dies kein von der Astronomie anerkannter Begriff.
Am 1. Juni, einen Tag nach dem nächsten Mini-Vollmond, erreicht der Mond den erdfernsten Punkt (Apogäum). Zwischen Erde und Vollmond liegen dann 406.366 Kilometer, gemessen von den jeweiligen Mittelpunkten.
Supermond
Das Pendant zum Minimond ist der sogenannte Supermond. Allerdings wird dieser Ausdruck eher umgangssprachlich genutzt und in der wissenschaftlichen Astronomie nicht verwendet. Das Mondereignis ist immer dann zu beobachten, wenn sich der Himmelskörper im Perigäum, also der kleinsten Entfernung zum Erdmittelpunkt befindet und diese weniger als 360.000 Kilometer beträgt. Den nächsten Supermond können wir zu Weihnachten am Himmel bewundern. Am 24. Dezember 2026 erreicht der Mond die Vollmondphase um 2.28 Uhr. Die geringste Entfernung zur Erde hat er am selben Tag um 9.29 Uhr: „Nur“ 356.652 Kilometer trennen uns dann von ihm.
Zwischen Mini- und Supermond können bis zu 14 % Größenunterschied und 30 % Helligkeitsunterschied liegen. Tatsächlich entspricht der Größenunterschied des Mondes in Erdnähe (Perigäum) zu jenem in Erdferne (Apogäum) in etwa dem einer 2-Euro-Münze zu einer 1-Euro-Münze.
Schwarzmond oder Black Moon
Manche Neumonde werden als Black Moon bezeichnet. Auch hier ist der Begriff kein offiziell astronomischer und so gibt es auch unterschiedliche Definitionen davon, was ein Schwarzmond ist. Noch dazu ist der Schwarzmond unsichtbar, denn es handelt sich dabei je nach Definition um eine Art von Neumond oder um das Ausbleiben eines Vollmondes.
Eine Definition beschreibt den Monatlichen Black Moon. In die meisten Monate fällt nur ein Neumond. Gibt es in einem Monat aber zwei, so wird dieser zweite Neumond als Black Moon bezeichnet. Es gibt ihn nur etwa alle 29 Monate. Der nächste Black Moon nach dieser Definition erwartet uns am 31. August 2027.
In einer anderen Definition ist es ein Monat ohne Neumond. Diesen kann es nur im Februar geben, da dieser Monat kürzer ist als ein Mondzyklus.
Blue Moon
Auch der Blue Moon ist kein astronomisches Ereignis. Der Monatliche Blue Moon bezeichnet den zweiten Vollmond innerhalb eines Monats. Dann gibt es noch die Definition des Jahreszeitlichen Blue Moon: Wenn in eine Jahreszeit ausnahmsweise vier statt nur drei Vollmonde fallen, wird der dritte Vollmond als Blue Moon bezeichnet.
Pink Moon
Auch die Bezeichnung Pink Moon verweist vielmehr auf den Rhythmus der Natur auf unserer Erde, als auf ein Naturphänomen am Nachthimmel. Denn der Mond leuchtet nicht tatsächlich pink, der Name hat seinen Ursprung im nordamerikanischen Raum, wo Ureinwohner ihn so nannten, weil zu dieser Jahreszeit die rosa Flammenblume (Phlox) blüht.
Auch in unserem Kulturkreis haben unsere Vorfahren jedem Vollmond zu jeder Jahreszeit einen bestimmten Namen gegeben. Diese Namen stehen jeweils in engem Zusammenhang mit dem Leben und Rhythmus der Natur. Der Pink Moon ist bei uns etwa auch als Ostermond bekannt und bezeichnet den Vollmond im April und zugleich den ersten Vollmond des Frühlings.
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