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Ausflüge

Im ladinischen Herzen der Dolomiten – Herbst im Grödnertal

Reich an Geschichte und Geschichten ist die malerische Bergwelt im Herzen Südtirols. ServusTV „Heimatleuchten“ widmet sich dieses Mal ganz der Ladiner, den ursprünglichen Bewohnern des Grödnertals.

dolomiten grödner tal heimatleuchten
Foto: Tobias Schmucker / unsplash.com
Saftige Almen und steiler Fels – Naturidyll Grödnertal in den Dolomiten

Lust auf mehr Geschichten aus der Heimat? Bei uns gibt es ab sofort die besten Folgen "Heimatleuchten" hier auf einen Blick.

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Das 25 Kilometer lange, beschauliche Seitental des Eisacktales liegt im Nordwesten der Südtiroler Dolomiten. Das abwechslungsreiche Grödnertal ist von einer einzigartige Berg- und Pflanzenwelt geprägt und genauso sind auch die hier lebenden Ladiner beeinflusst von der Abgeschiedenheit der Region. Sie pflegen bis heute das Ladinische, eine alte rätoromanische Sprache und leben ihr Brauchtum.

Im Herbst, eingebettet zwischen Sommer- und Wintertourismus, kehrt ein wenig Ruhe ein auf den Almen und im Tal und wir nutzen die Zeit, um die stolzen Einwohner einmal ganz persönlich kennenzulernen.

Die Sendung „Heimatleuchten“ ist immer freitags ab 20:15 Uhr auf ServusTV zu sehen. Weitere Infos und die Sendungen zum Nachsehen gibt es auf servustv.com/heimatleuchten.

Das Ladinische bewahren

Klaus Insam nimmt uns gleich mit in sein eigenes kleines Refugium. Hier hoch über St. Christina steht seit 1232 der Hof Paratoni, einer der ältesten Höfe des gesamten Alpenraums. Gemeinsam mit seiner Frau Gemma haben sie den Hof 2010 vom Vater übernommen und in liebevoller Kleinarbeit restauriert. Die kleine Landwirtschaft am steilen Hang betreibt die Familie auch heute noch mit ihren Kindern. Neu ist die Hofschank, in der ehemaligen Selchstube, in der Gemma Insam typische ladinische Bauerngerichte serviert. Darunter natürlich auch das legendäre „Muas“, das nur aus Milch, Mehl, Butter und der Zugabe von viel Geduld entsteht.

Über die Jahrhunderte ist auch die einzigartige Sprache des Tals erhalten geblieben. Dank des gleichberechtigten mehrsprachigem Schulsystems wird diese auch heute noch an die nachfolgenden Generationen weitergegeben. Einer, für den das Ladinische einen ganz besonderen Stellenwert hat, ist Ivan Senoner, der an der Mittelschule Wolkenstein unterrichtet. Für ihn ist Sprache viel mehr als nur Kommunikationsform: Sie ist wie Kunst, ein Kulturgut, das am Leben gehalten werden muss, um unsere Identitäten zu bewahren.

Heimatverbunden und weltoffen

Die eigenständigen Menschen im Grödnertal der Dolomiten gehen auch sonst gern andere Wege. So auch Leo Insam aus Wolkenstein, der den beschwerlichen Aufstieg über die steilen Hänge auf die 2.500 Metern gelegen Puezhöhe im Sommer um die fünfzig Mal bezwingt. Als Hirte sorgt er sich um das Wohl von Hunderten von Schafen, die die warmen Monate auf der Alm verbringen. So entflieht auch er dem sommerlichen Trubel im Tal, den der Tourismus der letzten Jahrzehnte mit sich gebracht hat.

Grödner Tal Heimatleuchten
Foto: Riccardo Nestola / unsplash.com
Weitsicht auf Berggiganten im Grödnertal

Noch weiter oben ist Familie Kostner zu Hause. Fliegen ist ihre Art, um durchs Leben zu kommen. Begonnen hat alles mit Raffael, der für die Region eine gut funktionierende Bergrettung aufbauen wollte. Gefolgt sind ihm Bruder Gabriel, der schon mit 13 mit dem Drachenfliegen begonnen hat, und Bruder Marco, der viele Jahre für die Bergrettung geflogen ist. Seine Hubschrauberflüge haben schon so manch einer verlorenen Seele am Berg das Leben gerettet.

Gut gesichert geht es auch in Gabriel Kostners Hochseilgarten zu. Mit seiner 680 Metern langen „Fly Line“ fliegen wir lautlos durch den Wald bis nach St. Ulrich, dem Hauptort des Grödnertals.

Auch der Trachtenverein St. Ulrich widmet sich dem Erhalt der ladinischen Kultur und Tradition der Region. An einem der wichtigsten Feiertage der Region, dem Rosenkranzsonntag, zeigen uns Silvia Runggaldier und ihre Tochter Leonie schon früh morgens, wie die schmuckvolle Tracht angelegt wird und was der Gürtel mit dem Kinderwunsch auf sich hat. Beim anschließenden Festumzug zeigt sich der ganze Stolz der Ladiner ebenso wie ihre Verbundenheit zur ganzen Welt, aus der sich die Einflüsse in der Tracht zeigen.

Ladiner san heißt für mi flexibel sein und offen sein. Und für mi is eigentlich a schenes Gefühl.
Gemma Insam

Prächtig, farbenfroh und stets den mächtigen Langkofel im Blick, so ist der Herbst im Grödnertal. Und die Ladiner sind weit mehr als eine kleine Sprachgemeinschaft inmitten Tirols. Es sind gastfreundliche, offene Menschen, die mit großer Überzeugung und Stolz ihre Traditionen und Geschichte am Leben erhalten.

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