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Ausflüge

12 überraschende Fakten über das Murtal

Welches Gebirgsblumendorf gewinnt in Serie Preise? Wer wurde mit 96 Jahren Weltmeisterin im Kugelstoßen? Und was sind Venedigermandln, knütteldicke Bäume und Zwillingstandemfördermaschinen?

Ein Bergsee im idyllischen Murtal.
Foto: Raphael Gebauer
Ein Bergsee im idyllischen Murtal.
  1. Eines der höchsten und modernsten Planetarien der Welt befindet sich mitten am Judenburger Hauptplatz, im 75 Meter hohen und mehr als 500 Jahre alten Stadtturm. Mehr als 7.000 Sterne, die Milchstraße und andere Galaxien werden hier auf die Himmelsgewölbe-Leinwand projiziert.

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  1. Zum neunten Mal in Serie und zum elften Mal insgesamt wurde Pusterwald zum schönsten steirischen Gebirgsblumendorf gewählt. Zusätzlich gewann die kleine Gemeinde beim europäischen Blumenschmuckwettbewerb „Entente Florale 2019“ Gold und wurde als schönstes Dorf von Europa ausgezeich

  2. Das Zirbitzkogel-Schutzhaus auf 2.376 Meter Höhe wurde 1870 als erste Schutzhütte des Österreichischen Touristenklubs (ÖTK) eröffnet. Damit ist das Haus die älteste und auch die höchstgelegene Schutzhütte der Steiermark. Der mit Stahlseilen im Fels verankerte Bau verfügt seit einigen Jahren über Photovoltaik und Solarthermie.

  1. Um den Silberbergbau in Oberzeiring, einst der größte der Ostalpen, ranken sich viele Geschichten. Allein die Kriechstollen des weitläufigen Stollennetzes ergeben zusammen eine Länge von 80 Kilometern. Die Kriechstollen waren maximal 1,20 Meter hoch. Darin arbeiteten die Knappen teilweise kniend und liegend. Das herausgeschlagene Gestein wurde auf dem Rücken von Hunden aus dem Stollen hinaustransportiert.

  2. Venedigermandln waren einst zu Gast im Murtal. Im Mittelalter verschlug es viele dunkelhäutige Männer mit schwarzem Haar von Italien in die steirischen Alpen, wo diese im Fels nach Gold suchten. Man nannte sie die Venediger.

  3. Der Bergbau Fohnsdorf war mit Stollen bis zu einer Tiefe von knapp 1.200 Metern der tiefste Braunkohlebergbau der Welt. Bis zur Schließung 1978 wurden hier 50 Millionen Tonnen Glanzkohle zutage gefördert. Im heutigen Bergbaumuseum können Besucher einen 47 Meter hohen Förderturm, die 3.600 PS starke Zwillingstandemfördermaschine sowie die älteste Dampfspeicherlok der Welt aus dem Jahr 1889 bestaunen.

  1. Fohnsdorf ist mit seinen fast 8.000 Einwohnern das größte Dorf Österreichs. Mit lediglich 391 Einwohnern ist Hohentauern die kleinste steirische Gemeinde, gefolgt von Pusterwald mit 436 Einwohnern.

  2. Die Gnadenkapelle der Abtei Seckau birgt das Seckauer Gnadenbild, das älteste Gnadenbild Österreichs. Im Kloster befindet sich auch ein humanistisch-neusprachliches Gymnasium. Bekannte Absolventen sind der österreichische Schauspieler Friedrich von Thun und SkilanglaufWeltmeister Alois Stadlober.

  3. Das Wappen von Knittelfeld zeigt drei silberne Knüttel, also Keulen oder Knüppel. Die Gegend war lange von Eichen bewaldet, die man bis zum Abholzen auf Knüppelstärke heranwachsen ließ. Daraus ergab sich die Bezeichnung „Knittelfeld“ – der Sage nach haben die Bewohner einen Lindwurm mit den „Knitteln“ erschlagen, bis das Feld blutrot war.

  1. Bei der Senioren-LeichtathletikWeltmeisterschaft 2016 im australischen Perth war die 96-jährige Elfriede Fuchs nicht nur die älteste Sportlerin unter den mehr als 4.000 Teilnehmern aus 92 Nationen. Mit einer Weite von 4,07 Metern sicherte sich die Judenburgerin auch den Weltmeistertitel in ihrer Altersklasse im Kugelstoßen. Am 26.August 2021 feierte die 1,42 Meter große Athletin ihren 101. Geburtstag.

  2. 1.400 Festmeter Lärchenholz, 47.000 Stabdübel, 130.000 Holzschrauben und 6,3 Tonnen Eisen stecken im Wipfelwanderweg in Rachau. Diese spektakuläre Holzkonstruktion führt auf 2,7 Kilometern Länge über insgesamt 1.300 Stufen in Baumwipfelhöhe durch den Wald – teilweise 20 bis 30 Meter über dem Waldboden.

  3. Das Wasser der Therme Fohnsdorf kommt aus einer Tiefe von 2.000 Metern und hat eine Quelltemperatur von 42,2 Grad Celsius. Bei dem Wasser handelt es sich um einen Natrium-Chlorid-Hydrogencarbonat–Thermal-Mineral-Säuerling und damit um ein anerkanntes Heilwasser.

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