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Ausflüge

Zum fröhlichen Arbeiter

Im Wettbewerb um den schönsten Namen dürfte der fröhliche Arbeiter die Nase weit vorne haben. Er bekam seinen, weil er 1923 außerhalb des Ortskerns eröffnet wurde und man sein Bier trinken konnte, ohne belästigt zu werden.

Wirtshaus, Zum Fröhlichen Arbeiter, Burgenland, Apetlon, Bierschwemme
Foto: Zum fröhlichen Arbeiter
Die Ausschank im Wirtshaus "Zum fröhlichen Arbeiter" in Apetlon

Das ist allerdings lange vorbei - seit Jahren ist das Wirtshaus für die Qualität seiner Weinkarte mit vielen lokalen, aber auch internationalen Gewächsen bekannt. Und auch das Essen ist alles andere als ärmlich.

Vor mehr als 90 Jahren, 1923, eröffnete der Großvater von Friedrich Tschida ein kleines Wirtshaus in Apetlon. Dorfleute und Landarbeiter des benachbarten Gutes fanden hier bald einen geselligen Treffpunkt; jeden Freitag wurde im Gasthaus der Wochenlohn ausbezahlt – und oft gleich ausgegeben. So kam das Gasthaus zu seinem Namen: „Zum fröhlichen Arbeiter“.

Alles zu seiner Zeit

Die Apetloner kommen heute noch gern her, ebenso Urlauber und Ausflügler. Der Gasthof von Friedrich und Elisabeth Tschida ist ein typisches burgenländisches Dorfwirtshaus – ein Familienbetrieb wie aus dem Bilderbuch. In vierter Generation führt es Sohn Hannes Tschida weiter: „Wir legen viel Wert auf Produkte aus unserer Umgebung und arbeiten mit dem, was gerade reif ist.“ Seewinkler Gemüse steht hier genauso auf der Karte wie Feines vom Nationalpark-Steppenrind, Bärlauch im Frühling und Wildbret im Herbst. Im Sommer aber: Kirschen, Kirschen, Kirschen.

Hannes Tschida blickt nach Westen über den See: „Da drüben tragen im Juli tausende Bäume Kirschen. Wir machen draus Kompott, Chutney fürs Wild oder Strudel.“ Die Leithaberger Edelkirschen, vor allem die fleischigen Herzkirschen, eignen sich besonders gut für Mehlspeisen.

Der Strudel hat im Burgenland eine Tradition, die viel älter ist als das Bundesland selbst. Gefüllte Strudel waren schon das Lieblingsessen der Heanzen, jener deutschsprachigen Bauern, die im 19. Jahrhundert den Landstrich rund um den Neusiedler See besiedelten. Damals wurden gefüllte Teigflecken in einer geschlossenen Rein mit Glut bedeckt und so gebacken.

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Zum fröhlichen Arbeiter in Apetlon

Mit Kernen heißt er Spuckstrudel

Obst aller Art kommt im Burgenland ebenso in den hauchdünnen Teig wie Gemüse, Fleisch, Blunzen oder Topfen. Die Kirsch-Variante ist allerdings eine der beliebtesten – leider immer nur in der Erntezeit zu haben. Und das mühsame Entsteinen muss gar nicht sein. Hannes Tschida: „Dann lässt man die Kerne eben drinnen und macht wie früher einen Spuckstrudel.“

Spezialitäten in der Übersicht

  • Kirschenstrudel

  • Krautsuppe mit Hauswürste

  • Beef Tartare

  • Gebackenes Kalbsbries

  • Räucheraal mit Krenmousse

  • Szegediner Krautfleisch vom Wildschwein

  • Mohnknödel

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