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Garten

Pflanzen vermehren durch Absenker und Ableger

Umbiegen, feststecken, mit Erde bedecken, fertig. Mit dieser Methode lassen sich viele Gartenpflanzen unkompliziert vervielfältigen.

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Foto: Mauritius Images
Der noch elastische Trieb wird einfach in der Erde verankert.
Foto: Mauritius Images

Mit wenig Aufwand und etwas Geduld lassen sich viele Gartenpflanzen durch Absenker vermehren. Die Pflanzenausbeute ist zwar nicht besonders groß, doch für den normalen Hausgarten ausreichend.

Besonders dafür geeignet sind Pflanzen, deren Triebe lang und flexibel sind und bis auf den Boden hinunterreichen. Und das sind Sträucher wie Buchs, Liguster und Spindelstrauch, Hartriegel, Beerensträucher sowie Kletterpflanzen wie Glyzinien, Clematis und Geißblatt.

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So wird durch Absenker und Ableger vermehrt

  • Der beste Zeitpunkt für Absenker ist in den Sommermonaten Juni und Juli.
  • Zuerst wird der Boden um den Strauch gelockert. Dann einen oder mehrere lange, gesunde, niedrig wachsende Triebe auswählen. Sie sollten nicht älter als zwei Jahre, weich und nicht stark verholzt sein.
  • Blätter und Seitentriebe entfernen, aber die Triebspitze mit drei bis fünf Blättern belassen.
  • Einen zirka zehn Zentimeter tiefen Graben ziehen; steinige und schwere Böden mit guter Gartenerde verbessern.
  • Den Trieb in die Vertiefung legen.

Servus-Tipp: Einige Pflanzen (z. B. Clematis) bilden schneller Wurzeln, wenn die Rinde des Triebes an der Unterseite leicht angeritzt wird.

Pflanzen vermehren durch Absenker und Ableger (Bild: Julia Schinzel)
Foto: Julia Schinzel
  • Den Trieb an der Wundstelle nach oben biegen und ihn in der Erde mit einem gebogenen Draht feststecken.
  • Die Triebspitze soll danach senkrecht aus der Erde ragen. Damit das so bleibt, wird sie an einem Stab fixiert.
  • Den Graben mit lockerer, humoser Erde auffüllen und diese festdrücken.

Innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate bilden sich Wurzeln. In dieser Zeit versorgt die Mutterpflanze den „Steckling“ über den Stiel wie über eine Nabelschnur mit Wasser und Nährstoffen. Der Boden muss dazu immer feucht bleiben.

Sobald sich reichlich Wurzeln gebildet haben, den Trieb von der Mutterpflanze trennen und in lockere Erde pflanzen. Bei Gehölzen wie Buchs oder Clematis kann es bis in den Frühling dauern, bis die ersten Wurzeln sprießen.

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