Garten

So rettet man seinen Rasen

Der Rasen ist der wohl am stärksten genutzte Teil des Gartens und weist somit unweigerlich Gebrauchsspuren auf. Die passende Reparatur und adäquate Pflege lassen den Rasen wieder im gewohnten Glanz erstrahlen.

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Foto: Pixabay
Ein gepflegter Rasen sorgt für einen anschaulichen Garten.

Ob vermoost, voller Unkraut, von kahlen Stellen übersät oder verfärbt, es gibt viele Arten, auf die ein Rasen unansehnlich wirken kann. Genauso wie andere Pflanzen im Garten braucht auch der Rasen immer wieder etwas Zuneigung. Die folgenden 5 Punkte verraten, wie man seinen Rasen bestmöglich in Schuss hält, ihn pflegt und ihn im Bedarfsfall an der ein oder anderen Stelle ausbessert.

1. Geeignete Rasenmäher benutzen und regelmäßig mähen

Das Um und Auf in der Rasenpflege ist das Rasenmähen. Durch regelmäßiges Rasenmähen tut man seinem Rasen nur Gutes und kann viele Probleme, die in der Folge eine aufwändige Rasenreparatur nach sich ziehen, vorbeugen. Die Zeit, die man bei beschädigtem Rasen mit vertikutieren, düngen und wässern verbringt, hätte man sich durch regelmäßiges Rasenmähen eventuell sparen können.

Gut zu wissen: In besonders feuchten und sonnigen Monaten sollte man den Rasen mehrmals die Woche mähen. Dann wirkt die Rasendecke geschlossener und der Rasen gepflegter. Und je öfter man mäht, desto schneller ist man.

Während der Saison des Rasenmähens, also je nach Region etwa von März bis November, kann das regelmäßige Mähen ein durchaus zeitraubendes Unterfangen sein. Mähroboter schaffen Abhilfe! Sowohl kleine als auch große Gärten werden sorgfältig gemäht, ohne, dass man selbst eingreifen muss. Manche lassen sich sogar mit App steuern, wie dieses Modell von Gardena.

Ein praktischer Mähroboter erleichtert die Rasenpflege ungemein.

2. Mit dem Vertikutierer bearbeiten

Vertikutieren bedeutet im Grunde genommen nichts anderes als den Rasen zu belüften. Der Vertikutierer durchkämmt mit einer rotierenden Messerwalze den Rasen, gibt ihm Luft und beseitigt ungewollte Gewächse. Somit ist das Vertikutieren bei der Rasenrettung einer der wichtigsten Schritte. Vor dem Vertikutieren sollte der Rasen unbedingt geschnitten werden und vollkommen trocken sein.

Gardena, Vertikutierer
Foto: Gardena
Ein Vertikutierer entfernt wirksam Moos und lässt den Rasen wieder atmen.

Vertikutieren hilft bei:

  • Moos und Rasenfilz: Eine dicke Schicht von Rasenfilz kann die Gräser am Wachsen hindern, weil sie die Sauerstoffzufuhr einschränkt. Mit einem Vertikutierer werden dicht wachsende Moose und ähnliche Gewächse aus der Grasnarbe entfernt und der eigentliche Rasen kann wieder gleichmäßig und kraftvoll wachsen.

  • Verbrannten Stellen: Während langer Sommermonate kann es vorkommen, dass der Rasen zu wenig Feuchtigkeit bekommt und braune Flecken aufweist. Mit einem Vertikutierer können entweder nur die verbrannten Stellen oder gleich die gesamte Rasenfläche bearbeitet werden. Nach der Belüftung sät man frische Rasensamen, düngt und wässert sie und der Rasen wächst regelmäßig und kraftvoll nach.

  • Kahlen Stellen: Bevor man kahle Stellen mit frischem Saatgut versorgt, lohnt es sich, die Erde mit einem Vertikutierer aufzulockern und so den Sauerstoffgehalt zu verbessern. Das frische Gras kann dann besser und gleichmäßiger wachsen.

Wichtig: Beim Vertikutieren unbedingt sowohl in Längs- als auch Querstreifen vorgehen, nur so werden Unkraut und Moos optimal entfernt. Eventuell kann es notwendig sein, die Rasenfläche noch ein zweites Mal zu bearbeiten.

3. Das passende Saatgut verwenden

Für die Rasenreparatur gibt es spezielle Saatgutmischungen. Diese eignen sich besonders gut zur Füllung von kahlen Stellen und Lücken. Das Saatgut kann entweder direkt mit der Hand oder mit einem Streuwagen auf die frisch vertikutierten Stellen gesät werden. Da die Handaussaat etwas Fingerspitzengefühl bedarf, lohnt es sich für den Laien, einen Streuwagen zu benutzen. So wird das Saatgut lückenlos und gleichmäßig auf die zu reparierende Stelle aufgetragen.

Prinzipiell sollte man bei der Wahl des Saatgutes genau hinsehen. Erhältlich ist eine Vielzahl von unterschiedlichen Mischungen. Wesentliche Auswahlkriterien sind die Gegebenheiten wie Boden und Lage und die Nutzung. Es gibt Gebrauchsrasenmischungen, die speziell für Trockenlagen geeignet sind und so auch gut durch niederschlagsarme Sommer in sonnigen Lagen kommen. Hat man Kinder, eignen sich robuste Spielrasensorten. Soll der Rasen vor allem schön und zart sein, kann ein etwas pflegeintensiverer Zierrasensamen gesät werden.

4. Düngen für den starken Wuchs

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Foto: Pixabay
Mit dem passenden Dünger beginnt das frische Gras nach kurzer Zeit zu wachsen.

Ist die Aussaat erledigt, kommt ein spezieller Start-Rasendünger zum Einsatz. Er wird auf die gewünschten Stellen aufgetragen und versorgt den frischen Rasen mit den notwendigen Nährstoffen. Bei der Behandlung von verbrannten Stellen sollte ein Herbstrasendünger verwendet werden, der besonders mineralstoffreich ist und den Rasen widerstandsfähiger gegen Trockenheit macht.

Bei der Verwendung von Dünger muss auf die richtige Menge geachtet werden. Es gilt nicht das Prinzip „Mehr ist mehr“. Bei Dünger handelt es sich um stark konzentrierte Stoffe, die im passenden Verhältnis angewendet werden müssen, um das gewünschte Ergebnis zu liefern. Eine zu hohe Dosis kann den Rasen beschädigen.

5. Frischen Rasen feucht halten

Rasensamen sind Lichtkeimer, sollten also keinesfalls zu sehr mit Erde bedeckt werden. Allerdings können sie leicht in den Boden eingearbeitet werden, damit sie nicht austrocknen und die ganze Arbeit umsonst war. Frische Rasensamen müssen unbedingt feucht gehalten werden, damit sie zu keimen beginnen. Die beste Zeit, um Rasen zu säen ist vor Regen, denn so erspart man sich das Bewässern. Leider geht es sehr schnell, dass Rasensamen bei zu geringer Feuchtigkeit austrocknen und erneut kahle Stellen und unregelmäßigen Wuchs zur Folge haben.

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Foto: Gardena
Regelmäßiges Bewässern und Befeuchten ist vor allem in der Anfangsphase sehr wichtig.

Deshalb sollte man vermeiden, eine Rasenreparatur mitten im Hochsommer durchzuführen. Je nach Größe der ausgebesserten Rasenfläche kann es sein, dass beträchtliche Wassermengen benötigt werden. Manchmal ist es notwendig, den frischen Rasen mehrmals täglich mit Wasser zu versorgen. Sobald sich die obere Schicht der Erde hellbraun färbt, ist der Zeitpunkt des erneuten Bewässerns gekommen. Bei günstiger Witterung erspart man sich den künstlichen Einsatz von Wasser und der Rasen sieht nach einigen Wochen wieder aus wie neu.

Nach der Rettung ist vor der Pflege

Endlich sind die kahlen und verbrannten Stellen ausgebessert und Moos und Unkraut beseitigt. Das heißt aber nicht, dass man nun den Rasen wieder außer Acht lassen darf. Die Rasenpflege ist ein permanentes Unterfangen. Investiert man die Zeit und behandelt seinen Rasen mit Sorgfalt, kann im Endeffekt jedoch sogar Zeit gespart werden.

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Foto: Unsplash
Für einen dauerhaft schönen Rasen ist ein gewisses Maß an Pflege erforderlich.

Grundlegende Rasenpflegetipps für den Alltag:

  • Je nach Zustand des Rasens bis zu einmal im Jahr vertikutieren

  • Regelmäßiges Mähen, leicht gemacht durch den praktischen Gardena Mähroboter

  • Ausreichende Bewässerung während besonders trockener Sommermonate

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