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Handwerk

Altes Räucher-Wissen: Annemarie Herzog trägt das Erbe ihrer Großmutter weiter

Annemarie Herzog liegt seit ihrer Pensionierung nichts mehr am Herzen, als die Tradition des Räucherns für zukünftige Generationen festzuhalten. Das gelingt in ihrer Räuchermanufaktur Nahe Klagenfurt ausgezeichnet. Ihr Raunachts-Räucherkalender ist bei Servus am Marktplatz zu entdecken.

Räuchermanufaktur Annemarie Herzog (Foto: Stefan Grauf-Sixt)
Foto: Stefan Grauf-Sixt
Räuchermanufaktur Annemarie Herzog

Regelmäßig entzündet Annemarie Herzog draußen in der Natur eine Räucherschale und bedankt sich bei allen Naturwesen. „Dass uns die Erde diese Gaben gibt, ist nicht selbstverständlich. Ich habe große Ehrfurcht davor. Und ich bin voll der Wertschätzung und Dankbarkeit gegenüber meiner Großmutter, deren Wissen in mir weiterlebt.“

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Portrait Annemarie Herzog (Foto: Stefan Grauf-Sixt)
Foto: Stefan Grauf-Sixt
Portrait Annemarie Herzog
Dass uns die Erde diese Gaben gibt, ist nicht selbstverständlich.
Annemarie Herzog

Das Wissen der Alten

Annemarie Herzog war erst fünf, als sie ihre Großmutter das erste Mal mitnahm, um auf den Berghängen in Kärnten Kräuter zu sammeln und bestimmte Wurzeln zu graben. Die Großmutter war angesehen im Tal und wurde im Verband mit anderen kundigen Frauen zu Hilfe geholt, wann immer jemand erkrankte, eine Wunde hatte, oder das Vieh im Stall Unterstützung brauchte. Die Frauen kannten jedes Kraut, jede Wurzel, wussten um ihre Heilkräfte, mixten Tinkturen, Salben und Säfte und – wie Annemarie Herzogs Großmutter – Räuchermischungen mit unterschiedlichen Wirkungen. Eine Apotheke oder gar einen Arzt gab es nicht im Tal. Das Wissen der Kräuterfrauen war essenziell und wurde hoch geschätzt.

Die Natur hält alles bereit, was wir brauchen

„Dort wo du deine Füße am Boden stehen hast, sollte alles wachsen, was du brauchst, denn das hat deine Energie“, pflegte die Großmutter zu sagen und gab dieses Wissen mit Hingabe und Geduld an die Enkeltochter weiter, so wie dies in Generationen zuvor immer gemacht wurde. Annemarie Herzog wuchs im Bewusstsein auf, dass die heimatliche Natur alles bereithält, was Mensch und Vieh brauchen, um gesund zu bleiben oder gesund zu werden.

Salbei (Foto: Stefan Grauf-Sixt)
Foto: Stefan Grauf-Sixt
Salbei

Altes Wissen darf nicht verloren gehen

Auch wenn Annemarie Herzog dann erst einmal „ganz normale“ Berufe ausübte – sie war Sekretärin, später Büroleiterin und Pressesprecherin im Klagenfurter Rathaus – hörte sie nie auf, für sich persönlich und ihren Bekanntenkreis zu räuchern. Das Bedürfnis, das Wissen um die ursprüngliche, nämlich ganz einfache, Art des Räucherns, weiter zu geben, wuchs aber mit jedem Berufsjahr.

Mit der Pension war dann die Zeit reif, alles, was sie die Großmutter gelehrt hatte, niederzuschreiben. „Diese Gabe, dieses alte Wissen, darf nicht versanden“, ist Annemarie Herzog überzeugt und hat mittlerweile bereits sieben Bücher mit alten Rezepten, Räuchermischungen und einfachen Anleitungen gefüllt.

Mein größtes Anliegen ist es, das alte, umfangreiche Wissen meiner Großmutter rund um das Thema Räuchern nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und weiter zu tragen.
Annemarie Herzog

Gepflückt, getrocknet, gemischt – die Räuchermanufaktur

„Alle Kräuter finde ich rund um mein Haus oder in meinem Garten in Kärnten“, freut sich Annemarie Herzog und ist voll Dankbarkeit für ihre Oase, in der sie leben darf, wo keine Schwermetalle oder Pestizide die Pflanzen schwächen. Mittlerweile hat sie sich eine kleine Räuchermanufaktur mit Namen „Achanta“ aufgebaut, in der sie die nach Mondphasen gepflückten und behutsam getrockneten Pflanzen nach den alten Rezepten in reiner Handarbeit mischt.

„Ich verwende, wie schon meine Großmutter, immer Mischungen, denn eine Pflanze alleine hat nie die volle Wirkungsbreite“. Nur der Weihrauch stamme nicht aus Kärnten, sondern komme aus dem Orient. Aber selbst die Großmutter wusste schon um die bessere virentötende Wirkung des Weihrauches im Gegensatz zu unseren heimischen Harzen.

Energetischer Hausputz und Balsam für die Seele

Annemarie Herzog stellt eine große Auswahl an Räuchermischungen her. Egal ob man einen energetischen Hausputz machen will, der den Energiemüll beseitigt, Körper und Seele von psychischen Belastungen befreien oder einer Erkältung entgegenwirken möchte – für alles ist ein Kraut – oder mehrere – gewachsen. Annemarie Herzog selbst räuchert nicht nur an den typischen Tagen, wie etwa den Raunächten in der Zeit vom 24. Dezember bis zum 5. Jänner oder zu Ostern, sondern fast jeden Tag. „Ich höre in mich hinein und entscheide ganz intuitiv, welche Mischung mir heute guttun wird.“

Raunacht Räucherkalender mit Räucherpfanne (Foto: Himmelbauer)
Foto: Himmelbauer
Raunacht Räucherkalender mit Räucherpfanne

Mit viel traditionellem Wissen hat Annemarie Herzog diesen außergewöhnlichen Räucher-Kalender mit 12 exklusiven Räuchermischungen für die 12 Raunächte zusammengestellt. Das Räucherwerk finden Sie bei Servus am Marktplatz.

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