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Naturapotheke

Lungenkraut hilft als Tee und Tinktur

Die Schleim- und Gerbstoffe des Lungenkrauts lindern Reizhusten und Entzündungen der oberen Atemwege.

Lungenkraut (Bild: Getty Images)
Foto: Getty Images
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Servus-Expertin Karin Buchart
Foto: Roland Vorlaufer
Karin Buchart erklärt Monat für Monat in Servus Stadt & Land die Heilkräfte der Natur und teilt auf servus.com regelmäßig ihr Expertenwissen rund um Ernährung, Kräuter und Heilpflanzen.
  • Lungenkraut hilft bei: Reizhusten, Entzündungen der Atemwege, Bronchitis
  • Wirkung: reizmildernd, auswurffördernd, Schleimhaut beruhigend
  • Heilanwendung: Tee, Tinktur
  • Innerliche Anwendung: Die Anwendung der Wahl ist der gesüßte Tee. Einen Teelöffel Lungenkraut mit 1/4 Liter Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und mit Honig trinken. Für eine Tinktur wird das frische Lungenkraut in 40-prozentigem Alkohol angesetzt und einen Monat ausgezogen. Davon werden 3-mal täglich 20 Tropfen in Wasser verdünnt eingenommen. Volksheilkundlich wurde bei Erkältungskrankheiten auch gern heißes Bier mit Honig und anderen Zutaten gegeben. Ein gehäufter Esslöffel getrocknetes Lungenkraut, mit einem halben Liter heißem Bier aufgegossen, galt als gute Arznei bei Heiserkeit und Halsweh.
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  • Inhaltsstoffe und Wirkung: Das Lungenkraut hat einen auffällig hohen Kieselsäuregehalt. Generell reichert die Pflanze Mineralstoffe an, besteht sogar bis zu einem Sechstel aus diesen. Auch Schleim- und Gerbstoffe spielen eine Rolle – auf ihnen beruht die reizmildernde und auswurffördernde Wirkung. Entzündete und gereizte Schleimhäute sollen vom Tee des Krauts beruhigt werden. Die Erfahrungsheilkunde empfiehlt Lungenkraut bei chronischer Bronchitis oder Schäden des Lungengewebes. In der Volksheilkunde wird gern der Pflanzenfrischsaft verwendet. Lungenkraut wird traditionell mit Spitzwegerich oder Malve und mit Zinnkraut kombiniert.
  • Botanische Merkmale: Lungenkraut wächst gerne auf kalkigen und feuchten Böden in schattigen Laubwäldern und unter Büschen. Noch vor den Blättern finden sich im März und April rosa und blaue Blüten. Vor der Bestäubung reagieren die Blätter sauer – so kommt die rosa Farbe zustande. Nach dem Besuch der Biene wird der Zellsaft basisch und die Blütenfarbe wechselt zu Blau.
  • Geschichte: In den Schriften der alten Heilkundigen findet sich das Lungenkraut noch kaum. Interessant ist ein Lungenbier, das im Bayerischen Wald gesotten wurde. In manchen Gegenden hatte das Lungenkraut den Namen Unserer-Lieben-Frauen-Milchkraut, der auch von den weißen Flecken auf den Blättern inspiriert wurde. Pfarrer Kneipp lobte das Lungenkraut und verbreitete Wissen darüber.

Lungen- und Bronchientee

  • 2 Teile Lungenkraut
  • 2 Teile Spitzwegerichblätter
  • 1 Teil Brennnesselblätter
  • 1 Teil Zinnkraut
  1. 1 TL der Teemischung mit einem Viertelliter kaltem Wasser ansetzen und kurz aufkochen.
  2. 3 Tassen pro Tag mit Honig gesüßt trinken.
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