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Naturapotheke

Mariendistel: Eine Wohltat für die Leber

An einem „Zu viel von allem“ leidet vor allem unsere Leber. Es kann also nicht schaden, diesem lebenswichtigen Organ von Zeit zu Zeit mit Heilpflanzen Gutes zu tun.

Mariendistel (Foto: Pixabay/ Thanasis Papazacharias)
Foto: Pixabay/ Thanasis Papazacharias
Mariendistel
  • Hilft bei: erhöhten Leberwerten, Fettleber, Hepatitis und Leberzirrhose.

  • Wirkung: stimuliert die Regeneration und Neubildung von Leberzellen, regt Gallensekretion an und lindert Verdauungsbeschwerden.

  • Heilanwendung: Fertigpräparate (z. B. Legalon), Tee.

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  • Botanik: Die Mariendistel ist eine einjährige, bis 1,5 m hohe Pflanze mit aufrechtem Stängel, dekorativ grün-weiß marmorierten, stacheligen Blättern und purpurroten, kugelförmigen Korbblütenständen, in denen sich die Früchte mit seidig glänzendem Pappus entwickeln. Die aus Südeuropa stammende Mariendistel wird bei uns schon lange angebaut, verwildert findet man sie oft auf Brachflächen und trockenen Wegrändern.

  • Geschichte: Der antike Heiler Dioskurides nannte sie „Sillybon“ und empfahl die Wurzel, mit Honigmet getrunken, als Brechmittel. Vermutlich kam die Pflanze mit heilkundigen Benediktinermönchen über die Alpen, wo sie in den Klostergärten kultiviert wurde und von hier Eingang in die Bauerngärten und die Volksmedizin fand. Dabei bekam sie den Namen Mariendistel, da die milchweißen Streifen, die wie Adern die Blätter durchziehen, laut Legende von der Milch der Mutter Maria herrühren, die beim Stillen des Jesuskindes auf die Blätter tröpfelte. In Hildegard von Bingens Naturkunde wird die Mariendistel gegen Stechen im Herzen und in der Seite des Körpers empfohlen (Seitenstechen galt im Mittelalter als Begleitsymptom von „verstopften Lebern“). Lonicerus schrieb: „Hilft der entzündeten Leber und gegen Ohnmacht und Schwachheit, ist gut gegen alles Gift, die Pestilenz und andere Krankheit.“ Im 19. Jahrhundert setzte der Arzt Johann Gottlieb Rademacher eine Tinktur aus Mariendistelsamen gegen chronische Leberleiden mit viel Erfolg ein.

  • Inhaltsstoffe und Wirkung: Verwendet werden die reifen Früchte und manchmal auch die Blätter. Die Früchte enthalten bis zu 30 Prozent Fette, die leberschützende Wirkung wird den Flavonlignanen (1,5–3 Prozent) zugeschrieben, deren Gemisch als Silymarin bezeichnet wird. Dieses verhindert das Eindringen toxischer Substanzen in die Leber, stimuliert die Regeneration und Neubildung von Leberzellen und wirkt gegen fibröse Veränderung der Zellwände. Mariendistel ist also das wichtigste Lebermittel, das vorbeugend, aber auch zur Therapie eingesetzt werden sollte, zum Beispiel bei beginnender Fettleber, unterstützend bei erhöhten Leberwerten durch Alkohol oder Medikamente, bei sämtlichen Formen von Hepatitis und Leberzirrhose. Da die leberwirksamen Substanzen schlecht wasserlöslich sind, wird die Anwendung nur in Form von Fertigpräparaten (z. B. Legalon) empfohlen.

Mariendistel-Tee

  • Aus den reifen Früchten bzw. Blättern (1 TL/1 Tasse heißes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen) – regt die Gallensekretion an und lindert Verdauungsbeschwerden.

  • Für eine optimale Wirkung sollte Mariendistel über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten eingenommen werden.

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