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Naturapotheke

Basilikum: Die Würze des Lebens

Das Aroma des Gewürzkrautes regt alle Lebensgeister an. Sie helfen damit auf besonders angenehme Art, die Frühjahrsmüdigkeit zu überwinden.

Basilikum, Naturapotheke, Illustration
Foto: Adobe Stock Foto
Basilikum – Ocimum basilicum
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Was ist dem Basilikum nicht schon alles nachgesagt worden! Dass es besonders gut gedeiht, wenn man bei seiner Aussaat unflätig flucht, hieß es im alten Griechenland, und für die Römer war es ein Aphrodisiakum. Der Legende nach soll Salome den Kopf von Johannes dem Täufer in einem Topf mit Basilikum vergraben haben; angeblich wucherte es auch üppig rund um das leere Grab Jesu zur Auferstehung. Dann hieß es abwechselnd, Basilikum könne Skorpionstiche heilen oder verschlimmern. Es kam als Abhilfe gegen lästige Fliegen und Ungeziefer zum Einsatz und wurde im Mittelalter zum Schutz vor dem Bösen ins Fenster gestellt. Aber wehe dem Mädchen, das das Basilikum berührte! Zitterten die Blätter, so war es keine Jungfrau mehr. Wir verraten, wie wohltuend Basilikum tatsächlich sein kann.

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  • Hilft bei: Erkältungserkrankungen, Blähungen und Magenverstimmungen, Hormonproblemen und krampflindernd bei Menstruationsproblemen.

  • Wirkung: antibakteriell und schleimlösend bei Husten, zyklusregulierend und stimmungsaufhellend.

  • Heilanwendung: Heilanwendung, ätherisches Öl, Pesto.

  • Botanik: Basilikum gehört wie viele Gewürzkräuter zur Familie der Lippenblütengewächse. Ein sehr würziges, warmes Aroma verströmt das Gewöhnliche Basilikum. Das vielgestaltige einjährige Kraut wird je nach Sorte 20 bis 100 cm hoch. Die vierkantigen Stängel tragen glänzende hellgrüne oder purpurrote Blätter. Auch die Blüten sind je nach Sorte von weiß bis rosa gefärbt. Das Heilige Basilikum (Ocimum tenuifolorum), das in Indien um Tempel und Häuser wild wachsend vorkommt, hat rot überlaufene Blätter und dunkelviolette Blüten. Die Blätter duften nach Zimt und Gewürznelken.

  • Geschichte: Das Heilige Basilikum wird seit jeher im Ayurveda verwendet: Man band Halsketten aus den Stängeln, um sich vor negativen Energien zu schützen. Heute setzt man Basilikum primär als Fiebermittel und Tee bei Atemwegserkrankungen ein. Über arabische Handelswege gelangte es von Indien ins antike Rom. Dioskurides kannte die Heilwirkungen, warnte jedoch: Basilien zu viel gegessen, macht ein dunkles und finsteres Gesicht.

    Warum römische Ärzte dem Basilikum misstrauten, liegt vielleicht am hartnäckigen Gerücht, dass unter den Blättern der Basilisk haust und man aus zerriebenen Blättern Skorpione züchten könne. Der Name stammt vermutlich vom griechischen Wort basilikon (königlich), weil man es auch als König der Kräuter verehrte. Paracelsus empfahl: Damit die Frauen fruchtbar werden, sollten sie Basilikum mit Lauch in die Suppe geschnitten essen.

  • Inhaltsstoffe und Wirkung: Heilkräftig ist in erster Linie das enthaltene ätherische Öl, daneben Gerbstoffe, Flavonoide und Beta-Sitosterol sowie Stigmasterol, dem eine zyklusregulierende Funktion zugesprochen wird. Basilikum wirkt antibakteriell und schleimlösend bei Husten, hilft bei Erkältungserkrankungen, Blähungen und Magenverstimmungen. Dank der östrogenisierenden Wirkung wird es auch bei weiblichen Hormonproblemen und vor allem zur Krampflinderung bei Menstruationsproblemen eingesetzt. Auch bei Migräne, nervöser Unruhe und Antriebslosigkeit leistet das leicht stimmungsaufhellende Basilikum gute Dienste.

Basilikum-Tee

  • Ein Häferl Tee nach dem Essen fördert die Verdauung.

  • 1 TL auf ¼ l heißes Wasser, 5 Minuten ziehen lassen), zwei Häferl täglich unterstützten bei allen anderen Indikationen.

Basilikum, Basilikum im Korb, geschnittener Basilikum
Foto: Pixabay/ Jill Willington
Wie herrlich und wohltuend: Ein Korb voll duftendem Basilikum.

Aromatherapie mit Basilikum

  • Eine Aromatherapie hilft bei psychosomatischen Leiden: auf 50 ml Mandelöl 10 Tropfen ätherisches Basilikumöl geben.

  • Die Mischung auf die betroffenen Körperteile auftragen.

  • Die angenehmste, therapeutisch leider nicht so wirksame Anwendungsform wären natürlich Spaghetti mit Pesto.

Während der ersten Schwangerschaftsmonate Basilikum bitte nicht in größeren Mengen zu sich nehmen.

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