Erst kommt, was im Garten anfällt, zum Schluss wertvolle Komposterde. Ein fruchtbares Hochbeet aus Holz ist in wenigen Stunden aufgebaut.

Neben ein wenig handwerklichem Geschick brauchen Sie für Ihr Hochbeet folgendes Material: Holzpfähle und Schnur für die Markierung, Holzbretter (3 cm stark), Vierkanthölzer (8 x 8 cm), Edelstahlschrauben, Wühlmausgitter, Spaten, Schaufel, Bohrer, Wasserwaage, Hämmer, Nägel und das Material zur Befüllung (s. Punkt 4).

1. Den besten Platz für das Hochbeet aussuchen

Hochbeet bauen (Bild: Mauritius Images)
Bild: Mauritius Images

Für Kräuter, Gemüse und Naschobst sollte das Hochbeet während der Gartensaison mindestens sechs Stunden am Tag Sonne bekommen und nahe der Küche gelegen sein. Wird ein Hochbeet auch als Frühbeet genutzt, ist eine Längsrichtung von West nach Ost optimal. Beim Bau führt man dann die nordseitige Wand etwas höher aus. So kann das Beet unter einer nordseitig angebrachten und über das Beet reichenden schrägen Folie oder Glasplatte die Sonne optimal ausnutzen.

Ein laubabwerfendes Gehölz an der Südseite des Beets kann im Hochsommer für wohltuende Beschattung sorgen, lässt im Frühjahr und im Herbst aber noch genug Licht und wärmende Sonnenstrahlen durch.

Ein Wasseranschluss oder eine Regentonne in nächster Nähe erleichtern die Bewässerung.

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2. Die Größe des Beets bestimmen und Grube ausheben

Hochbeet bauen (Bild: Rene Andritsch)
Das ideale Hochbeet ist von allen Seiten zugänglich und maximal 120 cm breit.

Damit das Beet bequem bis zur Mitte bearbeitet werden kann, empfiehlt sich eine Breite von maximal 100 bis 120 cm, für einseitig zugängliche Beete von 60 bis 80 cm. Die Länge bestimmen Sie je nach Platzangebot.

Die geplante Grundfläche markieren Sie mit vier Pfählen und einer Schnur, mit dem Spaten heben Sie eine ca. 25 cm tiefe, rechteckige Grube aus. Den Boden legen Sie dann mit einem Drahtgeflecht (Wühlmausgitter) aus. Das hält Wühlmäuse und Maulwürfe fern und lässt genug Freiraum für den Luftaustausch und willkommene Erdwesen wie Regenwürmer. Eventuell können Sie den Rand mit alten Fliesen auslegen, das schützt den Holzrahmen vor Feuchtigkeit.

3. Das Hochbeet aufbauen

Hochbeet bauen (Bild: Rene Andritsch)
Bei längeren Beeten sollten zusätzliche Vierkanthölzer zur Stabilisierung angebracht werden.

Für den Hochbau nehmen Sie die Vierkanthölzer als Eckpfeiler und bei längeren Beeten auch dazwischen zur Stabilisierung der Längsseiten. Die erste Brettreihe wird im rechten Winkel ausgerichtet und montiert, danach wird der Rahmen bis in Hüfthöhe fertiggestellt.

Welches Holz sollte man verwenden? Auf jeden Fall sollten Sie naturbelassene Rundhölzer bzw. Bretter verwenden. Langlebiges Lärchen- oder Eichenholz ist zwar in der Anschaffung teurer, aber mit rund zehn Jahren Haltbarkeit dem wenig witterungsbeständigen Fichten- und Kiefernholz vorzuziehen. Druckimprägniertes oder lackiertes Holz sollte man meiden, dieses gibt Chemikalien an den Boden ab.

4. Das Hochbeet richtig befüllen

Hochbeet bauen (Bild: Rene Andritsch)
Vier Schichten aus unterschiedlichen Materialien braucht das Hochbeet.

Die Befüllung erfolgt nach Schichten: Zuerst kommt ca. 40 cm hoch grobes Schnittmaterial (Äste, Pflanzenstängel, Staudenschnitt) hinein, das leicht mit Erde bedeckt wird. Die zweite Schicht besteht aus ca. 25 cm Rasenschnitt oder feinem Häckselgut und grünen Gartenabfällen. Dann folgt eine gleich hohe Schicht mit halbfertigem Kompost, Laub oder abgelagertem Stallmist. Zum Schluss wird eine Mischung aus feinem Kompost mit Gartenerde und guter Aushuberde eingefüllt.

Zwischen den Schichten können Sie eventuell Urgesteinsmehl streuen. Das fördert das Bodenleben und die Zersetzung.

Im Lauf der Zeit sinken Hochbeete durch die Zersetzung ein. Daher wird jedes Jahr mit Kompost und Erde aufgefüllt. Nach fünf bis sechs Jahren ist die erste Füllung komplett verrottet, und das Beet muss neu angelegt werden.

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