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Ausflüge

„Das Mostviertel – kernig, stur und a bissl romantisch“ in Heimatleuchten

Die Heimatleuchten-Episode taucht ein in ein Mostviertel voller Originale: Köche, Töpferinnen, Schmiede, Tischler und Wasserbüffelzüchter. Zu sehen am Freitag, dem 11. September 2026, ab 20.15 Uhr bei ServusTV und ServusTV On.

Pfeifenbauer Christoph Steirer
Foto: Terra Mater Studios GmbH
Pfeifenbauer Christoph Steirer in seiner Werkstatt.

Das Mostviertel in Niederösterreich erstreckt sich von der Donau im Norden bis an die Grenze zur Steiermark im Süden. Wer hier nur Birnenmost und Streuobstwiesen erwartet, liegt falsch. Die Menschen dieser Gegend nennen sich „Mostblutzer" – und das meinen sie nicht als Kritik. „Konsequent didschat" sagen sie, also nicht nur dickköpfig, sondern auch noch stolz darauf. Genau diese Hartnäckigkeit treibt die Handwerkerinnen, Köche und Züchter dieser Heimatleuchten-Episode an: Sie gehen kreative Wege bis zum Ende, tief verankert in ihrer Landschaft und ihrer Kultur.

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Alles darf passieren – Gasthof Pils in Rotheau

Südlich von St. Pölten, in der kleinen Ortschaft Rotheau, steht der Gasthof Pils. Bereits seit sechs Generationen führt ihn die Familie Pils – und mit Rafael Pils hat das Haus eine Seite aufgeschlagen, die überrascht. Die Familie malt, fotografiert, sprayt und kocht. Ihr Motto lautet „Alles darf passieren" – und das spürt man in der Küche. „Beim Kochen kann ich den Chaoten ausleben", sagt Rafael. Gault Millau hat ihm dafür zwei Hauben verliehen. Ausgezeichnet wurde er vor allem für seine Neukreationen klassischer Rezepte und seine Vorliebe für Innereien – darunter gebratene Ziegenkitzleber.

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Von der Töpferscheibe auf den Wirtshaustisch

Zum Bild des Gasthofs Pils gehört auch das Geschirr, auf dem serviert wird – und das kommt nicht von der Stange. Töpferin Anja Figl fertigt es. Als Rafael Pils ihren Töpferkurs besuchte, war Anja erst skeptisch: Was macht ein DJ an der Töpferscheibe? Heute fertigt sie schlichte, liebevolle Keramik, die das angerichtete Essen auf dem Teller perfekt unterstreicht. Eine Zusammenarbeit, die aus einem unerwarteten ersten Eindruck entstanden ist – und zeigt, was im Mostviertel so alles möglich ist.

Anja Figl im Atelier
Foto: Terra Mater Studios GmbH
Töpferin Anja Figl an der Drehscheibe in ihrem Atelier.

Spanische Pferde, Leder und die große Liebe

„Umi, Aufi, Obi" – die Liebe hat Sattlerin Susanne Heil aus Deutschland nach Neuhofen an der Ybbs verschlagen. Ihr Mann Martin Rettensteiner, ein waschechter Mostviertler, kommentiert das trocken: „Romantisch, teilweise." Gemeinsam züchten die gebürtige Deutsche und ihr Mostviertler Pferde der spanischen Rasse „Pura Raza Española".

Eine weitere Geschichte des Herzens verbindet den portugiesischen Hufschmied Elliot Shrimpton mit der jungen Reitsportlerin Sarah Rechberger. Elliot hat Sarah auf Knien um die Hand gebeten. Das Paar heiratete in regionaler Tracht, und Elliot lernte den lokalen Dialekt. Sarah wiederum erlernt bei Susanne Heil derzeit die hohe Kunst der Reitsportsattlerei. Im Mostviertel kommen eben die unterschiedlichsten Menschen zusammen – und bleiben

Arbeit für die Pferde

Frech und wild – Schmied und Tischler im Doppelpack

Sepp Eybl bringt das Eisen zum Glühen – aber nur, wie er selbst sagt, „wann ich will, für wen ich will und was ich will." Anton Halbartschlager, bekannt als der „wilde Tischler", arbeitet ausschließlich mit Altholz. Wo andere nur Löcher und Verfärbungen sehen, erkennt Ing. Halbartschlager das Potenzial für ein besonderes Möbelstück. Was entsteht, wenn zwei so eigenköpfige Handwerker an einem Strang ziehen? Das zeigt diese Heimatleuchten-Episode – und die Antwort lässt sich sehen.

ng. Anton HALBARTSCHLAGER und Sepp EYBL in der Tischlerei
Foto: Terra Mater Studios GmbH
ng. Anton Halbartschlager und Sepp Eybl in der Tischlerei.

25 Wasserbüffel und ein Autodidakt

In St. Peter/Au haben Bernhard und Aline Hörmann gemeinsam mit ihrem Sohn 25 Wasserbüffel auf ihrem Hof. Für die Familie sind die imposanten Tiere kein klassischer Nutztierbetrieb, sondern ein Herzensprojekt. Büffelkuh Maja hat es dem Landwirt besonders angetan – es wird gekuschelt, gestreichelt und auf ihr geritten.

Und die Hörner der Tiere? Die landen bei Christoph Stiegler. Der Autodidakt fertigt daraus Pfeifenstopfer für seine handgemachten Pfeifen. Sein Motto ist dabei Programm: „Die Natur hat die besseren Ideen." Er arbeitet mit den natürlichen Formen von Horn und Holz und entwickelt seine Handwerkskunst stetig weiter. Ein Tüftler, wie er im Mostviertel zu Hause ist – eigensinnig, präzise und mit einem klaren Blick dafür, was die Welt schon bereit hält, bevor man selbst Hand anlegt.

Büffel und Pfeifen
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