Heimatleuchten: Das Südburgenland – Liebe auf den zweiten Blick
Heimatleuchten besucht Menschen, die am äußersten Zipfel des Landes scheinbar das Patentrezept gefunden haben, um unserer schnelllebigen Zeit zu trotzen, ohne dabei stehen zu bleiben.
„Das Südburgenland – Liebe auf den zweiten Blick", jetzt zu sehen bei ServusTV On.
Lust auf mehr Geschichten aus der Heimat? Bei uns gibt es die besten Folgen „Heimatleuchten“ hier auf einen Blick.
Die Region als Geheimtipp
Wie aus einer einst armen Region ein wahres Schlaraffenland geworden ist, fragen sich viele. Die Burgenländer haben aus der Not eine Tugend gemacht, sie sind schon Selbstversorger gewesen, als es noch kein Trend war. Und sie haben so den Grundstein gelegt für die zahleichen Manufakturen und Genusshandwerker, die heute mit Köstlichkeiten locken.
Dennoch ist das Südburgenland in vielerlei Hinsicht noch immer ein Geheimtipp. Jene, die es kennengelernt haben, lässt es nicht mehr los. Die Menschen haben hier das richtige Gespür für das Bewahren von Identität und den engen Bezug zu ihrem Fleckchen Heimat. Das zeigt sich, wenn die Generationen beim Feiern zusammenkommen. Zum Beispiel bei einer echten Stinatzer Hochzeit, wo junge Kränzlerinnen und Kränzler in alter Tracht die Glücksboten des Brautzuges sind.
Stinatzer Hochzeit’n
Die alte Tradition der Kränzlerinnen und Kränzler bei Stinatzer Hochzeiten findet gerade bei der Jugend steigenden Zuspruch. Die Ehre für diese alte, strengen Regeln folgende, Tradition ausgewählt zu werden, hat auch heute noch hohen Stellenwert. Für die Hochzeit von Ines und Gerald Koschitz dürfen sich Kränzler Gabriel Grandits und Kränzlerin Nora Zsifkovits die ganz besondere Tracht anlegen und das Brauchtum weitertragen.
Wo die Bäume das Sagen haben
Hans Peischl ist auch „Herr Straberger“. Aber nicht allein. Gemeinsam mit Tischlern, Sägewerksbesitzern und Holzarbeitern hat er sich vorgenommen, Tische und verschiedene Accessoires herzustellen. Jeder Schritt wird dabei genau dokumentiert. Verwendet werden dafür ausschließlich Bäume und Holz aus der Region. Doch nicht jeder Baum muss gleich gefällt werden, denn Nachhaltigkeit ist bei ihm oberstes Gesetz.
Petra Lindenbauer hat in Stadtschlaining ihr neues Zuhause gefunden. Viel in Südostasien unterwegs, ist die Rückkehr in ihre südburgenländische Werkstatt jedes Mal ein „Heimkommen an den Herzensort“. Dort erschafft sie Teller, Schüsseln und Vasen für die österreichische Hochgastronomie. Die Seele des jeweiligen Kochs und seiner Küche sind in ihr Geschirr dabei „eingearbeitet“ und spiegeln wider, was später darauf zu genießen ist.
Der Feitl-Graf
Das Herz von Christoph Graf gehört der Herstellung traditioneller „Feitln“, kleinen Taschenmessern für jede Alltagssituation. Liebevoll verbindet er altes Holz, das manchmal schon mehr als tausend Jahre „am Buckel“ hat, mit Schwedenstahl. Dabei entstehen Taschenfeitln, die alle Unikate sind. Das ist wichtig, denn: „Jedes Messer sucht sich seinen Besitzer“, ist er überzeugt.
Alte Sorten für die neue Küche
Auf dem Biohof von Julia Wolf gilt das Motto „Altes erhalten“: Biologisch angebaute Gemüse- und Kräuterraritäten sowie essbare Blumen werden mittels altem Bauernwissen mit großer Liebe von ihr kultiviert. 27 Erdbeer- und 80 verschiedene Tomatensorten, serviert auf Tellern der Haubenküche, erzählen dabei die ganz besondere Geschichte des Erhalts von alten Sorten.
Der Burgherr von Burg Bernstein
Erasmus Almaśy folgt auf der südburgenländischen Burg Bernstein der alten Tradition des Burgherrentums. Doch die Zeiten haben sich auch hier geändert: Er und seine Frau packen selbst an. Die Burg ist ein Hotel in dem es viel zu tun gibt. Vom Frühstück machen über Gartenarbeit bis hin zu Reparaturen. Nur so lässt sich das Erbe für die nächste Generationen erhalten.
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