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Gute Küche

Was kann man mit Salbei alles machen?

Salbei ist ein wunderbares, intensiv würzendes Küchenkraut. Sollte frischer Salbei übrig bleiben, kann man ihn durch Trocknen konservieren und als Tee oder Gewürz weiterverwenden. Entdecken Sie köstliche Rezepte und Ideen mit Salbei.

Frische Salbeiblätter (Bild: Getty Images)
Foto: Getty Images
Salbei entfaltet sein volles Aroma am besten frisch von der Pflanze – und lässt sich als Salz, Pesto oder Öl ganz einfach haltbar machen.

Salbei gehört zu unserer Küche wie kaum ein anderes Kraut. Sein Geschmack ist angenehm bitter und würzig – eine Kombination, die in der Küche überraschend vieles kann: Fleisch aromatisieren, Butter in ein Geschmackserlebnis verwandeln, Pasta veredeln oder als Basis für Pesto dienen.

Was viele nicht wissen: Nicht nur die Blätter, auch die Salbeiblüten sind essbar. Sie lassen sich zum Dekorieren von Tellern und Salaten verwenden.

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1. Welche Salbei-Sorten eignen sich für die Küche?

Für die Küche empfiehlt sich vor allem der Echte Salbei (Salvia officinalis), auch als Küchensalbei bezeichnet – er ist die bekannteste und am häufigsten verwendete Sorte. Daneben gibt es eine ganze Reihe von Sorten, die sich in Blattgröße, Farbe und Aroma unterscheiden.

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Sorte

Besonderheit

Echter Salbei (Salvia officinalis)

Die Standardsorte für Küche und Hausapotheke, würzig-herb

Breitblättriger Salbei

Große Blätter – ideal zum Frittieren

Purpursalbei

Rötlich-violette Blätter, ähnliches Aroma wie Echter Salbei

Goldsalbei

Grün-gelbe Blätter, etwas milder

Dalmatinischer Salbei

Grüne, etwas weniger behaarte Blätter

Wer gern experimentiert, findet im Handel auch aromatisierte Salbeisorten – mit Noten, die an Zitrone, Ananas, Pfirsich oder sogar Marzipan erinnern.

2. Frisch oder getrocknet – wann was?

Frischer Salbei hat das intensivste Aroma. Wer ihn einmal frisch verwendet hat, greift selten mehr auf den getrockneten zurück. Dennoch ist getrockneter Salbei eine gute Alternative: Wenn er richtig getrocknet und gut verschlossen aufbewahrt wird, verliert er kaum an Aroma.

  • Wichtig beim Ernten: Vor der Blüte ernten – mit der Blüte geht das Aroma in den Blättern verloren.

  • Junge versus ältere Blätter: Junge Blätter schmecken milder, ältere deutlich intensiver. Für frittierte Blätter oder Salbeibutter eignen sich mittelgroße, gleichmäßig gewachsene Blätter am besten.

Verwendung

Empfehlung

Salbeibutter

Frisch

Frittierte Blätter

Frisch, möglichst groß

Salbeiöl

Frisch, püriert oder eingelegt

Salbeipesto

Frisch

Fleisch- oder Suppengewürz

Frisch oder getrocknet

Wintervorrat

Getrocknet oder eingefroren

3. Salbei richtig dosieren

Salbei ist ein kräftiges Kraut – wenige Blätter reichen oft aus, um einem Gericht Charakter zu geben. Zu viel davon und der bittere Nachgeschmack überdeckt alles andere.

Roh wird Salbei kaum gegessen. Durch das Erhitzen in Butter oder Öl oder das Pürieren im Pesto wird sein Geschmack runder und milder.

Richtwerte für die Praxis:

  • Salbeibutter (2 Portionen): 8–10 Blätter

  • Salbeiöl (250 ml): 15–20 Blätter

  • Salbeipesto: 30 Blätter

4. Salbeibutter – der Klassiker

Salbeibutter ist die einfachste und wohl wirkungsvollste Art, Salbei in der Küche einzusetzen. Die Blätter werden in Butter goldbraun gebraten – dabei werden sie knusprig und geben der Butter ihr würziges Aroma. Klassisch serviert man Salbeibutter zu Gnocchi, Kartoffelpüree, Kalbsschnitzel oder Fisch.

Schritt für Schritt:

  1. Eine großzügige Portion Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen lassen.

  2. Sobald die Butter schäumt, frische, trockene Salbeiblätter einlegen.

  3. Bei mittlerer Hitze braten, bis die Blätter knusprig werden und die Butter leicht goldbraun ist – etwa 2–3 Minuten.

  4. Sofort über das fertige Gericht geben.

Tipp: Die Blätter vor dem Einlegen gut trockentupfen – Feuchtigkeit lässt die Butter spritzen.

Salbei-Butter kann man auch sehr gut einfrieren und so auf Vorrat herstellen. Sie hät dann 3–6 Monate im Gefrierfach. Am besten so:

  • Portionieren: z. B. in Eiswürfelformen, kleinen Häufchen auf Backpapier oder als Rolle in Frischhaltefolie/Backpapier.

  • Luftdicht verpacken: Danach in einen Gefrierbeutel oder eine Dose geben, damit sie keinen Gefriergeruch annimmt.

  • Beschriften: Datum draufschreiben.

Verwendung: Man kann sie meist direkt gefroren in die Pfanne geben. Beim Auftauen kann die Butter etwas Wasser absetzen, das ist normalerweise unproblematisch.

5. Frittierte Salbeiblätter

Frittierte Salbeiblätter sind eine köstliche Knabberei und eine schöne Beilage – und schneller gemacht, als man denkt. Für das Frittieren empfehlen sich möglichst große Blätter, weil sie sich besser handhaben lassen und nach dem Frittieren noch eine gute Größe haben.

Zutaten für ca. 20–25 Blätter:

  • 20–25 frische, große Salbeiblätter

  • 100 g Mehl (glatt)

  • 1 Ei

  • 150-200 ml kaltes Mineralwasser mit Kohlensäure

  • 1 Prise Salz

  • Öl zum Frittieren (z. B. Sonnenblumenöl oder Olivenöl)

Schritt für Schritt:

  1. Mehl, Ei, Salz und das kalte Mineralwasser zu einem glatten, nicht zu dicken Teig verrühren – er soll die Blätter dünn ummanteln, nicht schwer bedecken.

  2. Öl in einem kleinen Topf oder einer tiefen Pfanne auf ca. 170–180 °C erhitzen. Temperatur prüfen: Ein Holzstiel taucht man kurz ins Öl – bilden sich sofort feine Bläschen daran, ist es heiß genug.

  3. Die Salbeiblätter durch den Teig ziehen, kurz abtropfen lassen und portionsweise ins heiße Öl geben – nicht zu viele auf einmal, damit die Temperatur nicht abfällt.

  4. Etwa 1–2 Minuten frittieren, bis der Teig goldgelb und knusprig ist.

  5. Mit einer Schaumkelle herausheben, auf Küchenpapier abtropfen lassen und noch warm servieren.

Tipp: Der Teig sollte möglichst kalt sein – das sorgt für eine besonders luftige, knusprige Hülle. Wer mag, kann statt Mineralwasser auch Bier nehmen, so schmeckt es Servus-Autorin Anja Fischer am besten!

6. Salbeiöl selbst gemacht

Salbeiöl ist eine köstliche Möglichkeit, das Aroma des frischen Krauts zu konservieren. Es eignet sich zum Beträufeln von Pasta, Fleisch und Fisch, zum Würzen von Gemüse – oder einfach zum Dippen von Brot. Es gibt zwei Wege, es herzustellen.

Methode 1: Kalt püriertes Salbeiöl

  1. Frische Salbeiblätter waschen und gut trocknen.

  2. Mit gutem Olivenöl in einem Mixer fein pürieren.

  3. Durch ein feines Sieb abseihen, in eine saubere Flasche füllen.

  4. Im Kühlschrank aufbewahren, innerhalb von 1–2 Wochen verbrauchen.

Methode 2: Einlegöl

  1. Frische Salbeiblätter in ein sauberes, verschließbares Glas geben.

  2. Mit gutem Olivenöl aufgießen, bis alle Blätter bedeckt sind.

  3. An einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren – nach etwa einer Woche ist das Öl aromatisch durchgezogen.

Tipp: Beim Einlegöl immer darauf achten, dass die Blätter vollständig mit Öl bedeckt sind – das verhindert Schimmelbildung.

7. Salbeisalz

Salbeisalz ist eine der einfachsten Möglichkeiten, das Aroma von frischem Salbei haltbar zu machen.

8. Salbei-Pesto

Salbeipesto ist die würzige, herbere Alternative zu klassischem Basilikumpesto und in wenigen Minuten gemacht. Es passt zu Pasta, aufs Brot, als Marinade für Fleisch oder als Begleitung zu Käse.

9. Rezepte mit Salbei

Wir lieben Salbei in der Küche. Er aromatisiert Fleisch- und Fischgerichte, verfeinert Suppen, gibt Käsesoßen Tiefe und macht sich auch im Tomatensalat gut.

10. Was Salbei noch alles kann

Salbei kann in der Küche weit mehr als die meisten denken – das ist aber nur eine seiner Seiten. Im Garten ist er ein genügsamer, mehrjähriger Begleiter, der wenig Pflege braucht und viele Insekten anzieht. Als Heilpflanze hat er eine lange Tradition: Salbei wird zum Räuchern verwendet, findet sich in selbst gemachten Deos und Haarspülungen – und eignet sich auch für vielfältige Dekoideen rund ums Haus.

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