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Naturapotheke

Die Pflanze des ewigen Lebens: Salbei

Jänner ist Erkältungszeit. Wenn die Stimme rau wird und der Hals kratzt, tut Salbeitee richtig gut. Freilich: Die Heilpflanze, die uns einst Mönche mitbrachten, kann noch viel mehr.

Salbei, Salbeiblüten, Heilpflanze, Naturheilkunde
Foto: Pixabay / Alica
Tut gut bei Hitze und hemmt den Schweißfluss: Salbei.

Text: Miriam Wiegele

  • Hilft bei: Wechselbeschwerden und Halsweh.

  • Wirkung: Starke antibakterielle Wirkung.

  • Heilanwendung: Als Aufguss bei Wallungen und Schwitzen, Gurgellösung bei Halsweh, Tinktur gegen Zahnfleischbluten. Die Salbeiblätter werden vor der Blüte geerntet und mit kochendem Wasser übergossen. Ätherische Öle verflüchtigen sich schnell, deshalb sollte man den Tee 3 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Je länger der Tee zieht, desto mehr von den zusammenziehenden Gerbstoffen geht ins Teewasser.

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  • Inhaltsstoffe und Wirkung: Salbeiblätter enthal­ten bis zu 2,5 Prozent ätherisches Öl, in dem auch Thujon enthalten ist. Die starke antibakterielle Wirkung ist darauf zurückzuführen, eventuell auch die Wirkung gegen übermäßige Schweißbil­dung. Der hohe Gehalt an Gerbstoffen, zu denen auch die antiviral wirkende Rosmarinsäure zählt, erschwert das Anhaften und Eindringen von Krankheitskeimen in die Schleimhäute, hemmt also das Wachstum von Bakterien.

  • Botanik: Der Echte Salbei stammt aus dem Mittel­meergebiet und gedeiht massenhaft vor allem an den Küsten Dalmatiens. Er gehört zur Familie der Lippenblütler und wächst als kleiner Strauch bis 60 cm Höhe. Seine silbergrauen Blätter sind sehr aromatisch, ab Mai blüht er violett. In unsere Gärten kam der Salbei aus Italien durch die Benedik­tinermönche, die ihn in ihren Klöstern kultivierten. Der Salbei ist bei uns zwar winterhart, braucht aber sehr durchlässigen, eher steinigen Boden und sollte vor dem Winter zurückgeschnitten werden, damit er nicht verholzt.

  • Geschichte: Wer auf Salbei baut, den Tod kaum schaut, war die heimische Interpretation der me­dizinischen Schule von Salerno, die meinte: War­um denn sterben, wenn Salbei im Garten wächst. Schon die Schüler von Hippokrates rühmten die Heilkraft des Salbei; die römischen Heilkundigen gaben ihm seinen Namen (Lat. salvere, gesund sein). Im Mittelalter stand Salbei im Ruf eines verjüngenden Stärkungsmittels. Wie alle starkriechenden Pflanzen wurde der Salbei auch als Zauberpflanze betrachtet – bis heute räuchert man mit ihm negative Energien aus.

Salbeiaufguss

  • Aufguss bei Wallungen: 1 TL pro Tasse Wasser, nicht länger als 2–3 Minuten ziehen lassen.

  • Gegen Halsweh trinkt man nicht den Tee, sondern gurgelt damit und lässt den Aufguss 10 Minuten ziehen, damit ausreichend Gerbstoffe gelöst wer­den.

  • Salbeitinktur kann gegen Zahnfleischbluten verwendet werden: 1TL ins Mundspülwasser geben.

  • In verdünnter Form lindert Salbei unreine Haut und Akne.

Achtung: In der Schwangerschaft bitte keinen Salbei­tee trinken, nur gurgeln. Später zum Abstillen kann er aber wieder verwendet werden.

Gegen innere Hitze

Ein Rezept von Maria Hauser, Unterhausreit in Gries im Pinzgau.

  • Zutaten: Schnaps (45-prozentiger Alkohol), Johanniskraut, Melissenblätter, Weißdorn, Schafgarbe, Salbeiblätter, Kamillenblüten.

  • Zubereitung: Die Pflanzen bei trockenem Wetter ernten, zerkleinern und in ein Schraubglas geben. Mit Schnaps auffüllen. Den Ansatz 4 Wochen in den Halbschatten stellen, abseihen und in eine dunkle Flasche füllen. Bei Wechselbeschwerden, besonders bei Hitzewallungen, zweimal täglich 10 Tropfen vor dem Essen.

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