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Ausflüge

Kein Weiberhimmel – Einfach Paznaun

ServusTV „Heimatleuchten“ verschlägt es diesmal in den äußersten Westen Tirols – nach Paznaun. Wo der Sommer ursprünglich ist und die Menschen stur aber herzlich.

Friedrichshafener Hütte Paznaun
Foto: Mauritius / Timm Humpfer Image Art
Über Paznaun zur Friedrichshafener Hütte ist man dem "Weiberhimmel" so nah.

Lust auf mehr Geschichten aus der Heimat? Bei uns gibt es ab sofort die besten Folgen "Heimatleuchten" hier auf einen Blick.

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Paznaun, das Tal von KapplIschgl und Galtür. Hier, zwischen kargen Bergen und grünen Almwiesen, finden sich bescheidene Senner, detailverliebte Künstler, überlieferte Handwerkskunst und Geschichten von wagemutigen Schmugglern. Aber vor allem leben hier herzliche Menschen, die sich trotz vieler unterschiedlicher Dialekten blendend verstehen.

Die Sendung „Heimatleuchten“ ist immer freitags ab 20:15 Uhr auf ServusTV zu sehen. Weitere Infos und die Sendungen zum Nachsehen gibt es auf servustv.com/heimatleuchten.

Hoch über der Baumgrenze

Auf 1.800 Metern steht der Hof von Familie Juen. Hier kümmern sich die drei Brüder Jonas, Roman und Gabriel gemeinsam um das Vieh. In der eigenen Käserei verarbeiten sie die Milch zu geschmackvollem Almkäse, und das eigentliche Abfallprodukt, die Molke, verwandelt Gabriel Juen zu einer ganz besonderen Praline.

Weiter oben am Berg verbringt das Jungvieh den Sommer. Dort, wo steinige Bergrouten sich über die mächtigen 3.000er schlängeln. Der Musiker und Imker Gottlieb Jehle aus Kappl bewandert regelmäßig diese Routen, die sich bis in die Schweiz hinüberziehen. Er erzählt uns Geschichten von längst verschwundenen Grenzgängern, die im Schutz der Dunkelheit über Schmugglerrouten Butter, Käse und Kuhhäute in die Schweiz gebracht haben, um sie gegen Kaffee, Tabak, Nylonstrümpfe und das begehrte Saccharin zu tauschen. Verfolgt wurden sie dabei oft auch auf Ski.

Gejagt werden im Paznaun aber nicht nur Schmuggler. Weit über der Baumgrenze, auf über 2.100 Metern, findet von Mitte August bis Ende September die traditionelle Murmeljagd statt. Wir sind dabei, wenn der Jungjäger Lukas Kurz, begleitet von seinem Vater Jürgen, seine erstes Murmel schießt. Gemeinsam mit den Jägerkollegen wird die Beute noch direkt am Berg mit frischen Eierschwammerl, Speck und Enzianschnaps zubereitet und verspeist.

Was ma aufpass’n muss, is das ma nit grad an Aff’n schießt. Affe is das junge Murmel.
Jürgen Kurz, Jäger

Lebensquelle Wald und Wurzel

Unter der Baumgrenze dominieren Zirben und Lärchen das Paznaun. Dort, im sensiblen Bergwald, sorgt Waldaufseher Christian Jehle gemeinsam mit den Waldarbeitern für die Gesundheit dieses wichtigen Lebensraums und Erholungsgebiets. Dazu gehört auch das aufgrund der Steilheit des Gebirges schweißtreibende Fällen der teils 100 Jahre alten Bäume. In dem nahe gelegenen Sägewerk verarbeitet Tischler Ferdinand Kathrein in zweiter Generation die gefällten Bäume.

Auch Schafgarbe und andere Heilkräuter sind in den Wäldern zu finden. Die Kräuterpädagogin Ingrid Ladner zeigt uns, wie sie daraus die begehrte Murmeltiersalbe herstellt, und weiht uns gleichzeitig in die sprachlichen Besonderheiten der Paznauner ein. Restaurator Joachim Kathrein sucht das Besondere hingegen in alten Bauernhäusern. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit überlieferten Techniken antike Möbelstücke zu restaurieren.

Und was ist nun eigentlich der „Weiberhimmel“? Der Enzian-Züchter Hermann Lorenz verrät uns, dass das Leben im Paznaun früher für die Frauen des Tals als himmlisch galt. Dank seines arbeitsintensiven Enzian Anbau ist dies nun aber vorbei, scherzt er.

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