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Brauchtum

Mit Pendel und Wünschelrute: Die wichtigsten Begriffe

Die magischen Kräfte der Erde: Sie können uns den Schlaf rauben oder einen Energieschub verpassen. Wir klären die wichtigsten Begriffe.

Mit Pendel und Wünschelrute (Illustration: Andreas Posselt)
Foto: Andreas Posselt
Mit Pendel und Wünschelrute
Foto: Andreas Posselt

Die Beschäftigung mit dem Phänomen der Erdstrahlen nennt man Radiästhesie, was so viel bedeutet wie „Strahlenfühligkeit“. Ein anderer Begriff dafür ist Geomantie, was „Weissagung aus der Erde“ heißt und sich mit den Energieströmen an besonderen Kraftorten befasst.

Menschen, die mit der Wünschelrute arbeiten, bezeichnet man als Rutler oder Radiästheten. Sie können Erdstrahlen wahrnehmen und diese mithilfe der Rute oder dem Pendel aufzeigen. Als Urwerkzeug dienten einst Äste oder Zweige von Bäumen und Sträuchern wie Weide oder Hasel. Modernere Ruten sind mittlerweile aus Metall, aber auch aus Kunststoff.

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Das Aufspüren von Wasseradern nennt man in der Fachsprache Muten. Als Wünschelrutengeher kommen seit jeher Menschen infrage, die als sensibel oder feinfühlig gelten. Als eine bekannte österreichische Wünschelrutengängerin nennt die einschlägige Literatur Gräfin Charlotte von Türköry. Sie soll um 1915 die Heilwasserquelle der Therme von Schallerbach in Oberösterreich gemutet haben. Zwei bekannte österreichische Wünschelrutengeher waren Oberst Carl Beichl, der im Ersten Weltkrieg für die Wasserversorgung der Armee zuständig war, und sein Schüler Major Friedrich Musil, der 1932 österreichische Erdöl vorkommen im Raum Zistersdorf gemutet haben soll.

Die lange Dokumentation belegt, dass es schon immer Menschen gegeben hat, die mit Wünschelrute oder Pendel unter irdische Besonderheiten aufzuspüren versuchten.

Wie Erdstrahlen und Wasseradern unser Leben beeinflussen - das lesen Sie in der September-Ausgabe von Servus in Stadt & Land. Blättern Sie hier durchs Heft:

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