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Garten

Karfiol selbst anbauen: Von der Aussaat bis zur Ernte

Ob weiß, orange oder violett: Karfiol lässt sich im eigenen Garten erstaunlich gut anbauen. Was das Gemüse braucht und wann geerntet wird, erfahren Sie hier.

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Foto: Unsplash
Köstlicher Karfiol: das unterschätze Gemüse.

Wissenswertes über Karfiol (Blumenkohl) im Garten:

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1. Karfiol im Kurzporträt

Geerntet werden beim Karfiol die dicht zusammenstehenden Blütenknospen – ein Gemüse, das sich roh, gekocht, gedämpft, gebraten und gegrillt verwenden lässt.

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Botanischer Name

Brassica oleracea var. botrytis

Familie

Kreuzblütler

Herkunft

Türkei, Ägypten, südlicher Mittelmeerraum

Erntezeit

Juni bis Oktober (je nach Pflanzzeitpunkt)

Platzbedarf

ca. 50 × 50 cm je Pflanze

Standort

sonnig, warm, tiefgründiger humöser Boden

2. Wann und wie wird Karfiol ausgesät?

  • Aussaat im Glashaus oder Frühbeet: ab Februar

  • Aussaat im Freien: ab Mitte April (Keimtemperatur mindestens 12 °C)

  • Nach Ausbildung der ersten 2 bis 4 Blätter pikieren (vereinzeln) und in kleine Töpfe setzen

  • Auspflanzen: Frühsorten ab April; Jungpflanzen vorher abhärten

  • In kühlen Lagen empfiehlt sich ein Schutzvlies bereithalten

Tipp: Wer Sorten für verschiedene Anbauzeiträume wählt, kann von Juni bis zum ersten Frost ernten.

3. Welchen Standort braucht Karfiol?

Karfiol liebt Sonne und Wärme. Der Boden sollte tiefgründig und humos sein und das Wasser gut halten können – zu trockene oder sandige Böden sind weniger geeignet.

  • Sonnige, warme Lage

  • Tiefgründiger, humoser Boden mit gutem Wasserhaltevermögen

  • Frühestens nach 4 Jahren wieder am selben Standort anbauen (Fruchtfolge beachten)

4. Was sind gute Nachbarn für Karfiol?

In der Mischkultur versteht sich Karfiol gut mit:

5. Wie pflegt man Karfiol richtig?

Karfiol ist ein Starkzehrer – er braucht reichlich Wasser und Nährstoffe über die gesamte Wachstumszeit.

Düngung und Bodenbearbeitung:

  • Vor dem Auspflanzen Kompost in den Boden einarbeiten

  • Alle 3 bis 4 Wochen organisch düngen

  • 4 Wochen vor der Ernte die Düngung einstellen, damit sich kein übermäßiges Nitrat anreichert

Pflege im Wachstum:

  • 4 Wochen nach dem Pflanzen anhäufeln

  • Boden regelmäßig und vorsichtig hacken, bis die Pflanzen eine geschlossene Decke bilden

  • Mulchen mit Rasenschnitt hält den Boden feucht

Damit die Köpfe schön weiß bleiben: Ab Mai bis Juni ein oder zwei Blätter über den Kopf knicken und darüberlegen – so sind die Blütenknospen vor direkter Sonne geschützt.

Achtung bei Hitze und Trockenheit: Längere Hitze- und Trockenperioden sind problematisch. Wassermangel führt zu Wachstumsstockungen, kleinen Köpfen und früher Schosserbildung.

6. Wann und wie wird Karfiol geerntet?

Erntezeit: je nach Pflanzzeitpunkt von Juni bis Oktober

  • Den gesamten Kopf mit Blättern am Strunk abschneiden

  • Die Köpfe sollen beim Ernten noch geschlossen sein

  • Wenn die Köpfe beginnen, sich aufzulockern, ist die Reife überschritten

  • Regelmäßig kontrollieren und rechtzeitig ernten

7. Wie überwintert Karfiol?

Karfiol wird in der Regel als einjährige Kultur angebaut und überwintert nicht. Bei bestimmten Sorten ist jedoch eine zweijährige Kultur möglich:

  • Aussaat: Juli

  • Verpflanzen: August

  • Ernte: ab April des Folgejahres

Geeignete Wintersorten: Walcheren Winter, Burt

8. Welche Karfiol-Sorten gibt es?

Anbauzeit

Aussaat

Sorten

Frühanbau

März / April

Erfurter Zwerg, Clapton, Cheddar (orange Blüte)

Sommer- und Herbstanbau

Mai / Juni / Juli

Neckarperle, Fremont, Grafitti violett (rosa Blüte), Minaret, Navona (Romanesco)

Zweijährige Kultur (Wintersorten)

Juli

Walcheren Winter, Burt

Die Sortenvielfalt beim Karfiol ist beachtlich: Neben dem klassischen Cremeweiß gibt es orange, violette und den kegelförmigen Romanesco-Karfiol – jeder mit seinem eigenen optischen Reiz auf dem Teller.

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