Zucchini im Garten: Anbau, Pflege und die richtige Ernte
Wer einmal Zucchini im Garten hatte, weiß: Sie wachsen schnell und reichlich. Hier erfahren Sie alles über Anbau, Pflege, Ernte und die überraschende Vielfalt dieser Sommerkürbisse.
Wissenswertes über Zucchini:
- 1. Zucchini im Kurzporträt
- 2. Was ist eigentlich eine Zucchini?
- 3. Welche Zucchini-Sorten gibt es?
- 4. Wann und wie pflanzt man Zucchini?
- 5. Wie pflegt man Zucchini richtig?
- 6. Wann und wie erntet man Zucchini?
- 7. Wie lange sind Zucchini haltbar?
- 8. Was tun mit der Zucchiniernte?
- Und ständig wachsen neue Früchte
1. Zucchini im Kurzporträt
Zucchini sind Sommerkürbisse – formenreich, farbenfroh und seit den 1960er-Jahren aus heimischen Gärten nicht mehr wegzudenken.
Merkmal | Details |
|---|---|
Botanischer Name | Cucurbita pepo subsp. pepo convar. giromontiina |
Familie | Cucurbitaceae (Kürbisgewächse) |
Typ | Sommerkürbis |
Erster Erntetermin | ca. 5 Wochen nach dem Einpflanzen |
Ideale Erntegröße | 10 bis 20 cm |
Pflanzabstand | 1 Meter |
Pflanzzeit | ab Mitte Mai |
Düngung | alle 2–3 Wochen mit Pflanzenjauche |
2. Was ist eigentlich eine Zucchini?
Zucchini sind botanisch gesehen Sommerkürbisse – und damit Verwandte der herbstlichen Kürbisse, die man im Keller lagert. Der Name stammt aus dem Italienischen: „zucchini“ ist der Plural von „zucchino“ oder „zucchina“, beides Verkleinerungsformen des Wortes für Kürbis, „zucca“.
Der Duden hat den Plural als Einheitsform übernommen, weshalb es auf Deutsch auch dann „die Zucchini“ heißt, wenn man nur eine meint. In der Schweiz sind Zucchini unter dem Namen „Zucchetti“ bekannt, entlehnt aus einem norditalienischen Dialekt.
Hierzulande begannen Zucchini ihren Siegeszug erst ab den 1960er-Jahren. Sie sind echte Südländerinnen – besonders gut vertragen sie sich mit Olivenöl, Rosmarin und Oregano.
3. Welche Zucchini-Sorten gibt es?
Die Vielfalt bei Zucchini ist größer, als man vermuten würde.
Die Früchte können gleichmäßig länglich, keulenförmig oder ganz kugelrund sein – wie die Sorte „Tondo Chiaro di Nizza“. Die Oberfläche ist je nach Sorte glatt oder deutlich gerippt.
Bei der Farbe reicht die Palette von tiefem Dunkelgrün über Moos- und Schilfgrün bis zu hellem, fast weißlichem Grün – matt oder glänzend, einfarbig, gesprenkelt, marmoriert oder gestreift.
Wer es sonnig mag, greift zur gelbfruchtigen Sorte „Gold Rush“. Und wer es besonders auf die Blüten abgesehen hat, wird bei „Zucchino da Fiori“ fündig – einer Sorte, die speziell für die Blütenküche gezüchtet wurde.
4. Wann und wie pflanzt man Zucchini?
Zucchini brauchen ein gut vorbereitetes Beet – und etwas Geduld bis Mitte Mai.
Beetvorbereitung: Bereits im Herbst oder frühen Frühjahr die Erde mit einer Mischung aus Gartenerde, Kompost und organischem Dünger wie Hornspänen vorbereiten.
Pflanzzeit: Ab Mitte Mai, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind.
Pflanzabstand: 1 Meter – Zucchini brauchen viel Platz.
Aussaat: Je 2 Zucchinikerne oder eine Jungpflanze pro Stelle setzen.
Kübel: Auch ein größeres Pflanzgefäß eignet sich, wenn kein Beet vorhanden ist.
5. Wie pflegt man Zucchini richtig?
Zucchini sind pflegeleicht, kommen aber gerne mit regelmäßiger Zuwendung.
Düngen: Alle 2 bis 3 Wochen mit etwas Pflanzenjauche düngen.
Blüten stehenlassen: Ein verbreiteter Irrtum ist es, männliche Blüten abzuzwicken. Das sollte man nicht tun: Ohne die Bestäubung durch männliche Blüten entstehen keine Früchte. Männliche Blüten erscheinen als Erste und sind deutlich länger gestielt, weibliche erkennt man am großen Fruchtknoten an der Blütenbasis.
Blüten essen: Die großen gelben Blüten lassen sich durch feinen Backteig ziehen und in Öl frittieren – eine knusprige Köstlichkeit mit leicht süßlichem Aroma.
6. Wann und wie erntet man Zucchini?
Wer Zucchini ein paar Tage aus den Augen lässt, findet schnell ein fast halbmeterlange Riesenfrucht vor. Das ist beeindruckend – aber für die Küche nicht das Ziel. Im Grunde genommen kann man Zucchini gar nicht zu früh ernten: Bereits ihre großen gelben Blüten ergeben, durch feinen Backteig gezogen und in Öl frittiert, eine knusprige Köstlichkeit mit leicht süßlichem Aroma. Es gibt sogar spezielle „Blütensorten“, zum Beispiel „Zucchino da Fiori“.
Ideale Erntegröße: 10 bis 20 cm. Dann ist das Fruchtfleisch zart, fein buttrig und nussig im Geschmack.
Erster Erntezeitpunkt: In der Regel etwa 5 Wochen nach dem Einpflanzen.
Ertrag: Eine Pflanze bringt gut und gern drei bis vier Dutzend Früchte hervor.
Erntemethode: Früchte vorsichtig von der Mutterpflanze abdrehen. Der Stielansatz soll dabei nicht abbrechen, da die Früchte ohne ihn schneller verderben.
Blüten ernten: Auch die Blüten können geerntet werden – sie ergeben frittiert eine köstliche Vorspeise.
7. Wie lange sind Zucchini haltbar?
Die Haltbarkeit von Zucchinis hängt von der Größe ab:
Größe | Haltbarkeit | Lagerung |
|---|---|---|
Klein geerntet (10–20 cm) | ca. 1 Woche | Kühl und trocken |
Voll ausgewachsen | Wochenlang | Kühler Keller |
Wichtig beim Lagern: Zucchini nicht in der Nähe von Tomaten oder Äpfeln lagern. Das von diesen Früchten abgegebene Reifungsgas Ethylen lässt Zucchini schneller verderben.
8. Was tun mit der Zucchiniernte?
Zucchini sind in der Küche vielseitig einsetzbar – besonders gut vertragen sie sich mit Olivenöl.
Roh: Fein geraspelt im Salat
Gebraten: Mit Olivenöl in der Pfanne
Gegrillt: Mit Rosmarin und Oregano
Als Cremesuppe: Eine exzellente Basis, ähnlich wie Kürbis
Gefüllt und überbacken: Mit Hackfleisch und Reis, oder mit Schafkäse und Gewürzen
Eingelegt: Als Zucchiniröllchen im Glas – nach einer Woche Ziehzeit bereit zum Essen
Blüten frittiert: In feinem Backteig ausgebacken, knusprig und leicht süßlich
Und ständig wachsen neue Früchte
Eine Besonderheit von Zucchinipflanzen ist, dass man sie über Wochen beernten kann. Eine Pflanze bringt gut und gern drei, vier Dutzend Früchte hervor. Vorsichtig dreht man diese beim Ernten von der Mutterpflanze ab. Der Stielansatz soll dabei nicht abbrechen, weil die Früchte ohne ihn nicht so lange haltbar sind.
Erntet man sie klein, halten sie ungefähr eine Woche. Richtig große, voll ausgewachsene Zucchini hingegen halten wie Kürbisse im kühlen Keller wochenlang. Sie sind ja nichts anderes als Sommerkürbisse.
Hierzulande begannen die Zucchini ihren Siegeszug erst ab den Sechzigerjahren. Sie sind – das kann man nicht leugnen – echte Südländerinnen. Besonders gut vertragen sie sich mit Olivenöl – sowohl roh geraspelt im Salat als auch gebraten. Gegrillt passen sie ideal zu Rosmarin und Oregano. Wie ihre herbstlichen Verwandten, die Kürbisse, sind sie auch eine exzellente Basis für feine Cremesuppen.
Und sie lassen sich mit allem Möglichen füllen und überbacken: mit gehacktem Fleisch und Reis genauso wie beispielsweise mit Schafkäse und Gewürzen.
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