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Gute Küche

So gelingt die perfekte Donauwelle

Donauwellen haben eine märchenhafte Geschichte, in der Schneewittchen und ein verliebter Bäcker eine Rolle spielen. Und weil Großmütter in Bayern immer schon wussten, was gut ist, schenkten sie den gebackenen Donauwellen auch ein wenig feine Schokolade.

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Foto: Eisenhut & Mayer
Die Kirschen und die Mascarponecreme machen eine gebackene Donauwelle zum Genuss.

Silvia Schlögel aus dem oberbayerischen Peiting (Landkreis Weilheim) hat diese Tipps von ihrer Oma überliefert bekommen und beherzigt sie, um eine gelungene Nachspeise zu zaubern.

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1. Schneewittchens Kuchen

Er wurde aus Kirschen, Buttercreme und Schokolade gemacht, war also „rot wie Blut, weiß wie Schnee und schwarz wie Ebenholz“. Ein märchenhafter Beginn für den Schneewittchenkuchen, wie man ihn auch nennt. Angeblich hat dann ein verliebter Bäcker den bekannten Johann-Strauß-Walzer „An der schönen blauen Donau“ gehört und dabei von seiner Liebsten, die Schneewittchen glich, geträumt. Also plumpsten die Kirschen zu tief in die Buttercreme – und weil er sie nicht mehr rausfischen konnte, entstanden Wellen, die den Kuchen fortan als „Donauwellen“ bekannt machten. Eine schöne Geschichte, die vielleicht so war, vielleicht auch nicht.

2. Alle lieben Blechkuchen

Die Donauwellen sind auch der Lieblingsblechkuchen von Silvia Schlögel, Kreisbäuerin im oberbayerischen Weilheim. „Den hat mir schon meine Oma gemacht“, sagt sie. Gemeinsam mit Kolleginnen hat sie für einen Wettbewerb Rezepte gesammelt und in einem Buch (Alle lieben Blechkuchen, Deutscher Landwirtschaftsverlag) herausgebracht. Auch das Rezept ihrer Oma ist darin enthalten. Für den dunklen Teig wird Schokolade geschmolzen und nicht nur Kakao untergehoben. Statt normaler Butter verwendet Silvia Schlögel Süßrahmbutter, die ein bisschen feiner im Geschmack ist. Außerdem nimmt sie frische Heumilch, die sie mit dem Mixer auf mittlerer Stufe in die Masse unterrührt.

3. Geduldig rühren

Auch bei der Schokolade achtet Silvia Schlögel sehr auf Qualität. In den Teig kommt feine Zartbitterschokolade. Die lässt sie sehr langsam im Wasserbad unter ständigem Rühren schmelzen. Dafür braucht man Geduld – wenn es zu schnell geht, kann sich in der geschmolzenen Masse kleiner Grieß bilden. „Viel mehr als Körpertemperatur sollte sie nicht annehmen“, empfiehlt die Bäuerin. Experten raten, dass die Temperatur bei 33 °C liegen solle. Alternativ kann man, wie erwähnt, auch Kakao verwenden. Da in Schokolade aber Fett enthalten ist, wird der Teig mit dem fettfreien Kakao trockener. Das lässt sich mit etwas mehr Butterzugabe (ca. 15 g) ausgleichen.

4. So glänzt die Glasur

Heller und dunkler Teig werden zusammen mit den abgetropften Kirschen zehn Minuten vorgebacken, anschließend kommt die Belagmasse drauf und wird mitgebacken. Der Kuchen muss dann nicht in den Kühlschrank. „Und wenn wir einmal weniger sind“, sagt Silvia Schlögel „nehme ich nur das halbe Rezept, falte eine Alufolie auf und stelle sie in die Mitte des Backblechs.“ Für den Schokoguss zum Schluss nimmt sie dünnflüssige Kuvertüre. Die Glasur bricht übrigens beim Schneiden nicht, wenn man die Kuvertüre mit Kuchenglasur vermischt oder Naturjoghurt (2 EL Joghurt auf 200 g Kuvertüre) unterrührt. Bei beiden Varianten glänzt der Guss danach besonders schön.

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