Magnolie: Standort und Pflege des prächtigen Frühblühers
Im Frühlingsgarten spazieren wir zu den prächtigen Magnolien, die einst dem Kaiser von China vorbehalten waren. Nur er durfte das atemberaubende Farbenspiel bestaunen. Erfahren Sie, wie man Magnolien im eigenen Garten pflanzt und pflegt.
Pflanzenporträt Magnolie:
Woher kommen Magnolien?
Magnolien sind frühe Blüher und verzaubern uns mit ihrer Vielfalt an Farben bereits ab März.
Sie gehören zu Pflanzenfamilie der Magnoliengewächse (Magnoliaceae).
Magnolien zählen zu den ältesten Blütenpflanzen der Erde und entstanden vor mehr als 100 Millionen Jahren. Heute erfreuen wir uns alle an der unglaublichen Farbenvielfalt der Magnoliensträucher: Von Weiß über Rosa bis hin zu Purpurrot und Gelb reicht das Spektrum.
Insgesamt gibt es rund 240 Magnolienarten, die meisten kamen aus Ostasien und Amerika in unsere Heimat. Die Tulpenmagnolie ist die am meisten gepflanzte Magnolienart, von der es viele erlesene Sorten gibt, z. B. die besonders schöne Magnolia × soulangiana Lennei, deren Blüten außen dunkelrosa und innen weiß sind
Wann blühen Magnolien?
Die ersten Magnolien blühen bei uns bereits vor dem Laubaustrieb, im März bezaubern uns die weißen, sternförmigen und herrlich duftenden Blüten der Sternmagnolie (Magnolia stellata). Die Hauptblüte findet im April und Mai statt.
Welche Magnolie soll ich pflanzen?
Magnolien für kleine Gärten sind etwa die Sternmagnolie „Leonard Messel“. Sie wächst als kleiner Baum oder Großstrauch und erreicht eine Maximalhöhe von 5 bis 6 Metern. Sie blüht noch vor dem Laubaustrieb im März/April sternförmig und zartrosa.
Auch die Lilienmagnolie „Nigra“ bleibt recht schlank. Sie trägt von April bis Juni rotviolette Blüten, wächst langsam und wird nicht mehr als 3 bis 4 Meter hoch und breit.
Wann und wie wird eine Magnolie gepflanzt?
Pflanzzeit für Magnolien ist entweder von März bis April oder von September bis Oktober.
Die Zugabe von gut verrottetem Laubkompost oder Moorbeeterde im Verhältnis 50 : 50 zur normalen Gartenerde schafft die wichtigen humusreichen, leicht sauren Bodenverhältnisse.
Nach der Pflanzung lässt man Magnolien am besten in Ruhe. Die empfindlichen Wurzeln vertragen Bodenbearbeitung ebenso wenig wie das Umpflanzen, freuen sich aber über eine Mulchschicht, die sie vor Temperaturschwankungen und Trockenheit schützt.
Welchen Standort braucht eine Magnolie?
Wegen ihrer prächtigen Blüten und des anmutigen Wuchs verdienen Magnolien einen Platz im Garten, an dem sie sich frei entfalten können. Einmal gepflanzt, sorgen die Sträucher und Bäume viele Jahrzehnte lang für Blütenträume.
Der Standort soll sonnig sein, der Boden darf aber nicht austrocknen.
Tipp: Für einen „kühlen Fuß“ kann man die Baumscheibe mit einer Schicht Rindenmulch abdecken oder mit Bodendeckern wie Schaumblüte (Tiarella), Gedenkemein (Omphalodes) oder dem Kleinen Immergrün (Vinca minor) bepflanzen.
Welchen Boden braucht die Magnolie?
Die Sternmagnolie fühlt sich auch auf kalkhaltigem Boden wohl, während die meisten Magnolien einen tiefgründigen Gartenboden mit möglichst geringem Kalkgehalt bevorzugen. So auch die bekannteste Art, die Tulpenmagnolie (Magnolia soulangiana), die mit ihren großen, an Tulpen erinnernden Blüten ab März für Furore sorgt.
Wie pflegt man eine Magnolie?
Magnolien werden von Jahr zu Jahr schöner und kommen mit wenig Pflege aus. Sie brauchen wenig Schnitt; nur bei sehr dichtem Wuchs tut ihnen ein leichter Auslichtungsschnitt im Winter gut.
Das könnte Sie auch interessieren:
15x nach Hause bekommen & nur 12x bezahlen
Wunsch-Startdatum wählen & kostenlos nach Hause liefern lassen
Mindestlaufzeit: 12 Ausgaben, Erscheinungsweise: 12x im Jahr
Jederzeit mit 4-wöchiger Frist zum Monatsende schriftlich kündbar (nach Mindestlaufzeit).