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Ausflüge

12 Gründe, über Österreich zu staunen

Wir werfen einen besonderen Blick auf ein besonderes Land. Entdecken Sie hier außergewöhnliche Schönheiten Österreichs.

Tischofer Höhle, Kufstei, Tirol, Ausflug
Foto: Mauritius Images / Westend61 / Stefan Schurr
Beeindruckende Tischofer Höhle nahe Kufstein in Tirol

1.Turm-Schraube

Auf dem kärntnerischen Pyramidenkogel südlich des Wörthersees befindet sich seit 1950 ein Holzaussichtsturm, der ursprünglich eine Höhe von 27 Metern hatte. Nach der Modernisierung im Jahr 2013 wurde er mit nun 100 Metern zum höchsten Europas.

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Die Konstruktion stellt eine Schraube aus verdrehten Ellipsen dar. Zudem gibt es im Inneren eine Röhrenrutsche und an der Fassade eine Beleuchtung, die den Turm nachts als Leuchtturm erstrahlen lässt.

Turmschraube, Kärnten, Ausflug
Foto: Mirco Taliercio
Blick auf die Turm-Schraube in Kärnten.
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2. Höhle aus der Steinzeit

Die rund 40 Meter tiefe Tischofer Höhle nahe Kufstein in Tirol liegt im vorderen Kaisertal. Bei Ausgrabungen wurden hier zahlreiche Knochen von Höhlenbären sowie Überreste anderer Tiere entdeckt. Besonders bedeutend sind Werkzeuge aus Knochen und eine sogenannte Lautscher Spitze, die auf ein Alter von rund 27.000 bis 28.000 Jahren datiert werden. Damit gilt die Tischofer Höhle als älteste bekannte Fundstelle menschlicher Erzeugnisse in Tirol. Auch aus der Bronzezeit stammen zahlreiche Funde, darunter menschliche Skelettreste sowie Spuren einer Werkstätte zur Verarbeitung von Kupfer und Bronze.

Während der Befreiungskriege von 1809 gegen die Truppen Napoleons diente die Tischofer Höhle auch als Sammelplatz und Waffenversteck der Tiroler Schützen.

Tischofer Höhle, Kufstei, Tirol, Ausflug
Foto: Mauritius Images / Westend61 / Stefan Schurr
Beeindruckende Tischofer Höhle nahe Kufstein in Tirol

3. Landen in Rust

Der Weißstorch gehört zum Burgenland wie der Neusiedler See, und ganz besonders zu Rust: Er gilt sogar als Wappenvogel der Stadt. Ein eigener Storchenverein kümmert sich hier seit Jahrzehnten um die Horste und Futterplätze und pflegt verletzte oder geschwächte Tiere in einer Storchenstation.

Wie wohl sich die gefiederten Gäste in Rust fühlen, zeigen auch die aktuellen Zahlen: 2026 brüteten hier 27 Storchenpaare, 80 Jungstörche schlüpften. Ab etwa Mitte bis Ende August heißt es für die meisten Abschied nehmen: Dann beginnt ihre lange Reise Richtung Afrika.

Weißstörche, Rust, Burgenland, Ausflug
Foto: Cathrine Stukhard
Weißstörche nisten zu gerne in Rust.

4. Luzifers Turm

Der steirische Teufelstein ist eine geheimnisvolle Sehenswürdigkeit nahe Fischbach und besteht aus drei großen übereinander liegenden Felsklötzen, die zusammen etwa sechs Meter hoch sind. Der Sage nach wollte der gefallene Engel Luzifer hier einen Turm erbauen, der bis in den Himmel ragen sollte, damit er wieder in selbigen gelangen könnte.

Teufelstei,  Fischbach, Steiermark, Ausflug
Foto: Herzi Pinki / commons.wikimedia.org
Einen Besuch wert: Der steirische Teufelstein.

5. Schatz unter der Erde

Tief unter dem Marchfeld lagern bedeutende Erdöl- und Erdgasvorkommen. Schon seit Jahrzehnten wird im Wiener Becken Erdöl gefördert. Und noch immer gibt der Boden neue Schätze preis: 2023 wurde bei Wittau im Marchfeld das größte Erdgasvorkommen entdeckt, das in Österreich seit 40 Jahren gefunden worden war. Rund 5.000 Meter unter der Erde liegen förderbare Gasressourcen von geschätzten 48 Terawattstunden. 2026 wurde mit der Förderung begonnen.

Marchfeld, Blick über ein Weizenfeld, Niederösterreich, Ausflug
Foto: Mauritius Images / Rainer Mirau
Das Marchfeld hat ein 120 Quadratkilometer großes, unterirdisches Erdöl- und Erdgasfeld.

6. Flussperlen

In der Waldaist im Mühlviertel lebt noch heute eine größere Restpopulation der seltenen Flussperlmuschel. Einst war sie in den Bächen und Flüssen des Mühlviertels weit verbreitet, heute ist sie in Österreich akut vom Aussterben bedroht und nur noch in wenigen Gewässern zu finden.

Fotos: Philipp Horak

Ihren Namen verdankt die Muschel den Perlen, die sie unter bestimmten Bedingungen bilden kann. Diese wurden früher sogar für kostbare Schmuckstücke und Insignien verwendet.

Heute gilt der Schatz im Wasser selbst als besonders kostbar: Mit aufwendigen Artenschutz- und Nachzuchtprogrammen versucht man in Oberösterreich, die verbliebenen Bestände der Flussperlmuschel zu erhalten.

7. Kaum verbaut

Österreich umfasst knapp 84.000 Quadratkilometer, doch aufgrund seiner Berge steht längst nicht die gesamte Fläche für Siedlungen und Verkehr zur Verfügung. Der sogenannte Dauersiedlungsraum macht nur rund 39 Prozent der Landesfläche aus.

Davon werden aktuell 17,4 Prozent für Siedlungen, Verkehr, Freizeit und andere Infrastruktur in Anspruch genommen. Auf ganz Österreich gerechnet sind es 6,8 Prozent der Landesfläche.

Luftbild, Erlaufsee mit Gemeindealpe, Sankt Sebastian, Alpenflug, Steiermark, Österreich
Foto: Mauritius Images / Hans Blossey
Der Wunderschöne Erlaufsee in der Steiermark.

8. Die Treppen-Sensation

In Hallstatt, wo seit rund 7.000 Jahren Salz abgebaut wird, machten Archäologen eine außergewöhnliche Entdeckung: eine mehr als 3.300 Jahre alte Holztreppe aus der Bronzezeit. Die verwendeten Hölzer konnten auf die Jahre 1344 und 1343 v. Chr. datiert werden. Damit gilt sie als älteste bekannte Holztreppe Europas und als einzigartiges Zeugnis prähistorischer Bergbautechnik.

Credit: Peter Podpera, Wikimedia Commons

9. Hüttenzauber

Wer auf Österreichs höchstgelegener Schutzhütte übernachten möchte, muss erst einmal ordentlich hinauf: Die Erzherzog-Johann-Hütte liegt auf der Adlersruhe am Großglockner auf 3.454 Metern Seehöhe. Die 1880 eröffnete Hütte ist ein wichtiger Stützpunkt auf dem Normalweg zum höchsten Berg Österreichs.

Wer es historisch mag, findet ebenfalls Hütten mit langer Geschichte: Die Muttekopfhütte in den Lechtaler Alpen etwa wurde bereits 1874 auf 1.934 Metern errichtet.

  • Tipp: Auf Bergwelten.com finden Sie wunderbare Hütten im Alpenraum, inklusive Tourenbeschreibungen.

Credit: Wikimedia Commons

10. Rekordschloss

Wien ist nicht nur für seine prachtvolle Architektur bekannt, sondern auch für seine vielen Grün- und Freiräume. Einer der eindrucksvollsten befindet sich rund um Schloss Schönbrunn. Und das ehemalige Kaiserresidenz zieht Menschen aus aller Welt an: 2025 wurden im Schloss Schönbrunn inklusive ausgewählter Angebote auf dem Areal rund 3,96 Millionen Eintritte gezählt.

Schloss Schönbrunn, Wien, Ausflug
Foto: Mauritius Images / Volker Preusser
Drei bis vier Millionen Menschen besuchen den Schlosspark von Schönbrunn Jahr für Jahr.

11. Älteste Allee der Welt

Mehr als 400 Jahre ist die Hellbrunner Allee in Salzburg bereits alt. Fürsterzbischof Markus Sittikus ließ die schnurgerade, rund zweieinhalb Kilometer lange Verbindung 1615 anlegen. Heute säumen 621 Bäume den Weg. Die Allee gilt als älteste erhaltene herrschaftliche Allee Mitteleuropas und vermutlich sogar als älteste ihrer Art weltweit.

Hellbrunner Allee in Salzburt im Herbst in den Morgenstunden fotografiert, Die Sonne scheint durch die Bäume, es liebt Nebel über den Wiesen
Foto: Mauritius Images / Georg Kukuvec
Die Hellbrunner Allee in Salzburg ist die älteste erhaltene herrschaftliche Allee der Welt.

12. Uralte Geschichte

Im Steinbruch von St. Margarethen im Burgenland erzählen Millionen Jahre alte Meeresablagerungen und Fossilien von einer Zeit, als diese Gegend noch vom Meer bedeckt war.

Schon zur Römerzeit wurde hier Kalksandstein gewonnen. Später wurde der begehrte Stein unter anderem für den Wiener Stephansdom, die Karlskirche und zahlreiche Ringstraßenbauten verwendet. Bis heute wird im Steinbruch von St. Margarethen Werkstein abgebaut.

Steinbruch Margarethen, Ausflug, Burgenland
Foto: Mauritius Images / Martin Siepmann / imageBROKER
Der Sandstein aus dem Steinbruch Margarethen wurde für die Errichtung großer Wiener Ringstraßen-Bauten sowie des Wiener Stephansdoms verwendet.
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