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Garten

Feuerbohne im Garten: Alles über Pflanzung, Blüte und Ernte

Feuerrote Blüten, dichtes Rankwerk und köstliche Früchte: Die Feuerbohne, auch als Käferbohne bekannt, ist Zierpflanze und Gemüse in einem. Was sie im Garten braucht, erfahren Sie hier.

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Foto: mauritius images / Julia Thymia
Nicht nur die Früchte der Feuerbohne schmecken vorzüglich, die Pflanze ist auch ein hervorragender Schattenspender.

Wissenswertes über die Käferbohne in der Übersicht:

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1. Feuerbohne im Kurzporträt

Mitte des 17. Jahrhunderts kam die Feuerbohne aus Amerika zu uns – und wurde zunächst gar nicht als Gemüse, sondern als Schnittstaude für Sträuße verwendet. Kein Wunder: Keine andere Bohnensorte blüht so prachtvoll.

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Merkmal

Information

Botanischer Name

Phaseolus coccineus

Familie

Schmetterlingsblütler (Faboideae)

Herkunft

Amerika (seit Mitte des 17. Jahrhunderts in Europa)

Wuchs

Schnell rankend, 3–4 Meter hoch, dichtes Laub

Blütezeit

Juni bis September

Blütenfarbe

Rot, Weiß, Rot-Weiß (je nach Sorte)

Ernte

Ab August bis zum ersten Frost

Ertrag

Bis zu 5 kg pro Quadratmeter

Verwendung

Gemüse, Zierpflanze, Sichtschutz, Bienenpflanze

2. Ist die Feuerbohne dasselbe wie die Käferbohne?

Ja. Feuerbohne, Käferbohne und Prunklbohne sind drei Namen für dieselbe Pflanze: Phaseolus coccineus. Der Name „Käferbohne“ ist vor allem in der Steiermark gebräuchlich, wo die Bohne kulinarisch besonders geschätzt wird – klassisch als Käferbohnensalat mit Kürbiskernöl. Seit den 1990er-Jahren erlebt sie auch außerhalb der Steiermark einen kulinarischen Höhenflug.

3. Wann und wie wird die Feuerbohne gepflanzt?

Die Feuerbohne wird ab Mitte Mai direkt ins Freiland gesät – erst dann sind keine Fröste mehr zu erwarten.

So gelingt die Aussaat:

  • Je 5 bis 6 Samenkörner rund um jede Rankstange setzen

  • Abstand: 30 bis 40 cm zwischen den Saatpunkten

  • Saattiefe: höchstens 4 cm

  • Rankgerüst: mindestens 3 bis 4 Meter hoch; mehrere Stangen lassen sich oben zu einem zeltartigen Gerüst zusammenbinden

Am Anfang müssen die Jungpflanzen noch ein wenig Unterstützung bekommen: Mit etwas Fingerspitzengefühl wickelt man sie um ihre Kletterstange herum, bis sie die Richtung selbst gefunden haben. Wer ab Mitte Mai im Zwei-Wochen-Abstand mehrere Runden Feuerbohnen setzt, verlängert die Erntezeit spürbar. Statt einer kurzen Erntewelle gibt es dann über den ganzen Sommer und Herbst laufend frische Schoten. Das lohnt sich vor allem dann, wenn man die Bohnen auch jung als Brechbohnen ernten möchte.

  • Tipp zur Fruchtfolge: Niemals im Folgejahr wieder Bohnen an derselben Stelle anbauen.

4. Welchen Standort braucht die Feuerbohne?

Die Feuerbohne ist beim Boden wenig wählerisch – normale Gartenerde genügt. Am wohlsten fühlt sie sich allerdings in lehmiger Erde. Wer darauf achtet, dass die Bohnen zur Blütezeit ausreichend Wasser bekommen, steigert den Ertrag merklich.

Merkmal

Empfehlung

Licht

Sonnig bis halbschattig

Boden

Normale Gartenerde, bevorzugt lehmig

Feuchtigkeit

Zur Blütezeit nicht vollends austrocknen lassen

Funktion im Garten

Sommerbegrünung von Lauben, Zäunen und Pergolen

5. Wann blüht die Feuerbohne und was hilft der Blüte?

  • Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Damit die Pracht anhält, sollten verwelkte Blüten regelmäßig entfernt werden. Die bis zu 40 cm langen Blütentrauben tragen jeweils etwa 3 cm große Einzelblüten.

  • Wichtig zu wissen: Feuerbohnen blühen nur bei Tageslängen über 12 Stunden. Und noch etwas unterscheidet sie von der gewöhnlichen Gartenbohne (Phaseolus vulgaris): Die Feuerbohne ist ein Fremdbefruchter und braucht Bienen und Hummeln zur Bestäubung. Zum Glück fliegen beide gern auf ihre flammend roten Blüten.

6. Wann kann man Feuerbohnen ernten – und wie viel?

Die Ernte beginnt ab August und dauert bis zum ersten Frost. Geerntet werden die Hülsen, wenn die Schoten groß und voll, aber noch nicht verholzt sind. Pro Quadratmeter Anbaufläche sind bis zu 5 Kilo Ertrag möglich – besonders reich fällt die Ernte in feucht-kühlem Klima und in höheren Lagen aus.

Ein Trick für noch mehr Ernte: Wer im Juli junge Schoten erntet, regt die Pflanze dazu an, gleich wieder neue Blüten anzusetzen. Aus diesen reifen im Herbst dann trockene Schoten mit reifen Bohnen zum Ausschälen.

Die Bohnen lassen sich je nach Reife auf zwei Arten verwenden:

  • Jung geerntet (grüne Hülsen): als Brechbohne, ähnlich wie grüne Bohnen

  • Ausgetrocknet (reife Samenkörner): als Käferbohne für Salate, Schmorgerichte und herzhafte Speisen

8. Kann man die Feuerbohne mehrjährig kultivieren?

In Mitteleuropa wird die Feuerbohne meist als einjährige Pflanze angebaut. Für eine mehrjährige Kultur ist folgendes Vorgehen bewährt:

  • Im Herbst die Wurzelknollen ausgraben

  • Kühl und frostfrei im Keller überwintern

  • Nach den letzten Frösten im Folgejahr wieder einpflanzen – aber an einem anderen Platz im Beet

In Ländern mit mildem Klima wächst die Feuerbohne ohne diesen Aufwand mehrjährig – dort wird sie oft mehr als Zierpflanze denn als Gemüse gesehen, die zusätzlich essbare Früchte trägt.

9. Welche Sorten gibt es?

Die meisten Feuerbohnen blühen in sattem Rot – darunter „Rotblühende“, „Preisgewinner“, „Butler“ und „Desiree“. Wer genauer hinschaut, entdeckt aber auch Unterschiede bei den Bohnen selbst: „Preisgewinner“ trägt violett-rote Bohnen, „Bonela“ besonders große, schwarz-lila Bohnen. Wer es heller mag, greift zu „Weiße Riesen“ mit weißen Blüten und Bohnen. Die Sorte „Hestia“ fällt mit zweifarbig rot-weißen Blüten auf.

Wer Abwechslung sucht, kann auch zur verwandten Hyazinth- oder Helmbohne (Lablab purpureus) greifen – etwa die Sorte „Purple Moon“ mit rosa-pinken Blütenständen.

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