Garten

Herbstarbeiten im Tomaten-Beet

Jährlicher Tomatengenuss aus dem eigenen Garten gewünscht? Dann sollte bereits im Herbst der Boden dafür vorbereitet werden, damit auch im kommenden Jahr eine ertragreiche Ernte ins Haus steht.

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Foto: Servus
Frutura-Gärtner Christoph Schieder bei herbstlichen Bodenvorbereitungen im Tomaten-Beet.

Groß, rund und rot oder auch klein, länglich und gelb oder sogar grün reifen sie an den Stauden im Beet heran. Selbst gesäte Tomaten stehen im Sommer gerne auf unserem Speiseplan. Frutura-Gartenexperte Christoph Schieder verrät im Video, was bei der Beetpflege beachtet werden sollte.

Tomaten-Beet richtig pflegen: Die wichtigsten Schritte in der Übersicht

Im Herbst kann man Tomaten so lange ernten, bis die ersten Nachtfröste kommen. Bereits bis 5 Grad reifen sie nicht mehr so gut nach. Wenn Tomatenpflanzen Krankheiten hatten, sollten sie im Herbst aus dem Boden entfernt und in der Biotonne entsorgt werden. Ganz besonders wichtig ist die Bestimmung der Bodenart im eigenen Garten. Nur dann kann man den Boden korrekt für die neue Saison vorbereiten.

Bodenart bestimmen – so geht's

Es gibt leichte, mittlere und schwere Böden.

  1. Leichte Böden sind sehr sandhaltig, sie sind nährstoffarm und Wasser wird nicht so gut gespeichert. Leichte und mittlere Böden sollten nicht umgegraben, sondern nur mit einem so genannten „Sauzahn”(Bodenharke) aufgelockert werden. So dringt das Wasser tiefer in der Erde.

  2. Mittlere Böden sind optimal, um Gemüse anzupflanzen. Es sind ausreichend Nährstoffe vorhanden und Wasser kann gut gespeichert werden.

  3. Schwere Böden besitzen hohe Ton-Anteile, sind sehr dicht und gut gewässert. Die Pflanzen können das Wasser jedoch nicht optimal aufnehmen, wodurch es zu Staunässe und infolgedessen zum Absterben der Wurzeln kommt. Schwere Böden sollte man daher umgraben, so gefriert das Wasser im Boden und die Poren werden aufgesprengt. Das Umgraben macht die Erde fein krümelig, es entsteht ein mittlerer Boden. Dabei gilt jedoch besondere Vorsicht, da das Umgraben den Lebensraum der Organismen im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf stellt.

Die Bodenart bestimmt man mit der sogenannten Fingerprobe: Dabei wird eine kleine Kugel Erde in der Hand geformt; wenn man sie Bleistift-dünn ausrollen kann, hat man einen schweren Boden, zerbröselt sie beim Rollen deutet das auf einen mittleren Boden hin, und lässt sie sich erst gar nicht formen, hat man einen sandigen Boden.

Nach der Bodenbearbeitung im Herbst ist es ganz wichtig, dass man diesen nicht brachliegen lässt. Eine Gründüngung oder auch Mulchschicht schützt den Boden vor Erosionen und der Ausspülung des Düngers. So haben die Mikroorganismen immer frisches Material zur Steigerung des Humusgehalts. Nun ist der Boden optimal vorbereitet.

Im März ist der richtige Zeitpunkt, um ihn nochmals aufzulockern, Dünger auszubringen und danach im Mai die Pflanzen, die man vielleicht sogar selbst gezogen hat, ins Beet auszupflanzen.

Gut zu wissen: Frisches Gemüse das ganze Jahr klimaschonend anzubauen, das war vom ersten Tag an die Vision von Frutura. Und das ressourcen­sparend und mit dem Kreislauf der Natur. Seit 2016 nutzt Frutura in Bad Blumau dafür Thermal­wasser aus 3.500 Metern Tiefe. 60 Tage dauert die Reise der Frutura-Tomaten – von der Blüte bis in die Regale der SPAR-Märkte. Hier erfahren Sie mehr dazu.

Mehr Tomatenwissen

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