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Garten

Wildsträucher pflanzen: die pflegeleichten Alleskönner für Garten und Hecke

Sie sind die pflegeleichten Verwandten unserer Obstbäume: Mispel und Schlehe, Hagebutte und Dirndl bringen im Herbst reiche Ernte und locken auch die Tierwelt in den Garten. Warum es eine gute Idee ist, sie im Garten zu haben.

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Foto: mauritius images / Zoonar GmbH / Alamy / Alamy Stock Photos
Leuchtende Hagebutten sind eine herbstliche Symphonie der Farben, die jeden Garten vor dem Winterschlaf noch einmal zum Leuchten bringen.

Wissenswertes über Wildsträucher:

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1. Was sind Wildsträucher?

Wildsträucher sind heimische Gehölze, die ursprünglich aus der freien Natur stammen – aus Waldrändern, Feldrainen und Heckenlandschaften direkt vor unserer Haustür. Im Gegensatz zu gezüchteten Ziersträuchern sind sie an die regionalen Boden- und Klimaverhältnisse angepasst und gedeihen deshalb ohne großen Pflegeaufwand. Ihr besonderer Wert liegt in ihrer Vielseitigkeit: Sie bieten vom Vorfrühling bis in den Herbst Blüten, Früchte und Lebensraum – für Insekten, Vögel und Menschen gleichermaßen. Sie sind somit wahre Tausendsassas, was Schönheit und Nutzen betrifft.

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2. Welche Wildsträucher eignen sich für den Garten?

Im Garten besonders bewährt haben sich folgende heimische Arten:

Strauch

Besonderheit

Verwendung der Früchte

Hagebutte

leuchtend rote Früchte im Herbst

Marmelade, Tee, Sirup

Schlehe (Schlehdorn)

stachelig, früh blühend

Schlehensirup, Schnaps

Dirndl (Kornelkirsche)

frühblühend, gelbe Blüten

Marmelade, Schnaps

Mispel

ungewöhnliche Früchte, spät reifend

gekocht oder gedörrt

Felsenbirne

leuchtende Herbstfarben

roh oder verarbeitet

Vogelbeere

orange-rotes Herbstlaub

Dekor, für Vögel

Holzapfel (Strauchform)

gelbe Früchte

nur gekocht oder gedörrt

Berberitze (Berberitzen)

scharfe Blattdornen

Vogelnahrung

Pfaffenkapperl

auffällige Früchte

Vogelnahrung

Holzapfelgewächse in Strauchform sowie Vogelbeere und Felsenbirne eignen sich besonders gut als farbige Abschlüsse der Gartensaison: Ihr Laub leuchtet im Herbst rot und orange.

4. Wildfrüchte ernten und verarbeiten

Wildsträucher sind nicht nur schön – sie sind auch eine Quelle für köstliche Eigenkreationen aus dem Garten. Manche Früchte lässt man gerne den Vögeln, wie Berberitzen oder Pfaffenkapperln. Andere eignen sich hervorragend zur Verarbeitung in der Küche:

Am Ende der Gartensaison erfreuen Wildfrüchte nicht nur Gaumen, sondern auch Auge: Felsenbirne und Vogelbeere beschließen das Gartenjahr mit leuchtendem rot-orangefarbenem Herbstlaub.

5. Wildsträucher pflanzen und pflegen

Wildsträucher sind die unkompliziertesten Bewohner im Garten – wenn man ein paar Grundregeln beim Pflanzen beachtet, läuft der Rest von selbst.

Pflanzen:

  • Pflanzgrube mindestens doppelt so groß ausheben wie der Wurzelballen des Strauchs

  • Etwas Kompost in die Grube einarbeiten

  • Danach ist kaum weitere Pflege nötig

Schneiden:

  • Wilde Gartenhecken werden nur dort geschnitten, wo sie zu dicht wachsen

  • Kein regelmäßiger Formschnitt notwendig

Buchtipp: Mehr Informationen dazu gibt es im Servus-Buch von Veronika Schubert: „Mein prachtvoller Garten mit Hecken und Sträuchern“ – mit Pflanzenporträts sowie Tipps und Tricks zum Pflanzen und Pflegen.

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