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Garten

Giftige Vogelbeere? Pflanzen, pflegen & Rezepte mit Eberesche

Die Vogelbeere ist eine pflegeleichte Pflanze mit vielen Namen und vielen Mythen. So gefährlich, wie viele denken, ist sie aber nicht.

Vogelbeere, Eberesche, Pflanze, Garten
Foto: Mauritius Images
Vogelbeeren sind nicht giftig. Aber sie müssen vor dem Verzehr eingefroren oder gekocht werden.

Redaktion: Elke Papouschek

Es ist ein aus heutiger Sicht unbarmherziger Hintergrund, der der Vogelbeere ihren Namen gab. Die knallig roten Früchte der Eberesche dienten früher als Köder fürs zwitschernde Federvieh – mit Leim bestrichene Äste oder Schlingen in der Baumkrone besorgten den wenig beschaulichen Rest.

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Der Baum selbst war den Nordgermanen heilig und Wettergott Thor gewidmet. Andere Völker wiederum sahen in ihm eine Hexenpflanze, die wahlweise Unheil bringen oder abwenden konnte.

Mit den gefiederten Blättern, den weißen Blüten und korallenroten Beeren ist sie ein beliebter Hausbaum. Sie benimmt sich im Garten unkompliziert, ist frosthart und kommt mit fast allen Böden zurecht. Ein bisserl komplizierter ist es mit den vielen regionalen Namen, die sie trägt: Drosselbeere, Krammetsbeerbaum, Stinköschä, Faulesche, Moschpir, Kreienbeere oder Gürmsch.

Die Früchte der Wilden Vogelbeere sollte man erst nach den ersten Frösten ernten, damit sich die Bitterstoffe besser abbauen. Der unangenehme Beigeschmack lässt sich zusätzlich mildern, indem man die Früchte 24 Stunden in Essigwasser einlegt und dann gut abspült. Die Beeren der Edeleberesche sind allerdings frei von Bitterstoffen.

Vogelbeere (sorbus aucuparia)

  • Familie: Rosengewächse (Rosaceae).

  • Standort: Sonne bis Halbschatten

  • Pflege: Anspruchslos, vertragen nur keine Trockenheit. Ausnahme: trockenheitsresistente Sorten aus der Baumschule.

  • Pflanzung: Wahlweise im Frühling oder Herbst in eine gut vorbereitete Pflanzgrube setzen.

  • Blütezeit: Mai bis Juni; weiße Einzelblüten auf rispenartigen Trugdolden.

  • Ernte: August bis Oktober

  • Küche: Nur vollreife Früchte verwenden! Wilde Vogelbeeren schmecken als Rosinen, im Kompott oder als Marmelade. Um den herb-sauren Geschmack zu mildern, mit Äpfeln, Brombeeren, Quitten, Holunderbeeren, Hagebutten oder Birnen kombinieren. Edelebereschen-Beeren: Sirup, Likör, Wein und Vogelbeerschnaps.

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