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Naturapotheke

Weißdorn-Tee kann Schmerzen lindern

In traditionellen Heilsystemen ist der Sommer die Zeit des Feuerelements. Dem zugeordnet ist unser Herz, das gerade an heißen Tagen auf die Probe gestellt wird. Ein Tee oder Saft aus Weißdorn tut da besonders gut.

Weissdorn, Beeren, Heilpflanze, Naturapotheke
Foto: Pixabay / Hans Braxmeier
  • Hilft bei: Bradykardie, leichten Herzrhythmusstörungen und Altersherz

  • Wirkung: bessere Durchblutung des Herzmuskels

  • Heilanwendung: Tee, Tinktur

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  • Botanik: Weißdorn zählt zur Familie der Rosengewächse. Sein Name weist auf die weißen, intensiv riechenden Blüten des im Frühjahr üppig blühenden Strauches bzw. auf die helle Rinde (im Gegensatz zur Schwarzdorn genannten Schlehe) und die Sprossdornen hin. Der Strauch wird bis zu 6 Meter hoch, kann aber auch als kleiner Baum wachsen.

    Medizinisch werden zwei Arten genutzt: der Eingriffelige Weißdorn (C. monogyna) und der Zweigriffelige Weißdorn (C. laevigata), der zwei bis drei Griffel in der Blüte hat. Auch an den Blättern kann man die beiden unterscheiden: Ersterer hat drei- bis siebenlappige, der andere meist dreilappige, gekerbte Blätter. Weißdorn wächst quer durch Europa an Waldrändern und vereinzelt in Wiesen.

  • Geschichte: Indogermanische Stämme nutzten den Dornenstrauch im Hag (der Hecke), die jungsteinzeitliche Siedlungen vor wilden Tieren schützte – daher auch der alte Name Hagedorn. Nur die „ hagazussa“, die Zaunreiterin, die später zur HeYe wurde, konnte mit den Wesen hinter der Hecke reden und ihnen so manchen Kräuterratschlag abluchsen.

    Weißdorn gilt als Sinnbild der Maiengöttin, der zu Ehren wilde Feste gefeiert wurden, in denen die Liebe und damit die Herzensgefühle eine große Rolle spielten. Und vermutlich waren es die „old hags“, kräuterkundige Frauen in Irland, die 1850 Dr. Green dazu brachten, den Weißdorn als Herzmittel zu verwenden. Seine PraYis wurde zu einem Wallfahrtsort für Herzpatienten.

  • Inhaltsstoffe und Wirkung: Die Heilwirkung des wissenschaftlich intensiv erforschten Weißdorns ist dem Zusammenspiel aller Inhaltsstoffe zuzuschreiben, vor allem den Procyanidinen und Flavonoiden. Sie erweitern die Kranzgefäße und steigern so die Durchblutung des Herzmuskels. Die Blüten enthalten mehr Flavonoide, die auf den Stoffwechsel der Herzmuskelzellen positiv wirken, die Früchte mehr Procyanidine, die für bessere Durchblutung sorgen. Damit verbessert sich auch die Pumpleistung.

    Weißdorn hilft bei Bradykardie (langsame Herzschlagfrequenz, Puls unter 50), bei leichten Herzrhythmusstörungen und Altersherz. Die Wirkung setzt aber nicht sofort ein, Weißdorn wird daher primär langfristig oder prophylaktisch verwendet – vor allem, wenn man grad unter Stress oder Herzschmerz leidet.

Weißdorn-Tinktur

  • Im Frühjahr Blüten sammeln, mit 40-prozentigem Alkohol bedecken und 3 Wochen an einem gleichmäßig temperierten Ort stehen lassen, dann abfiltern. Damit sich die komplette Wirkung des Weißdorns entfaltet, kann man im Herbst auch die Früchte dazugeben.

  • Bei Beschwerden 3-mal täglich 10 Tropfen über einen längeren Zeitraum. Vorbeugend am besten immer wieder einen mit getrockneten Früchten gemischten Blütentee trinken.

  • Fertigpräparate für Tinkturen und Tees gibt es auch in der Apotheke zuhauf.

Weißdorn-Tee

  • Verwendet werden die Blüten, die Blätter der Triebspitzen und die Früchte. Daraus kann man Tee machen (10 Minuten ziehen lassen).

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