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Garten

Blumenzwiebeln pflanzen und Blumenknollen einlagern: Die wichtigsten Herbstarbeiten

Im Herbst kommen die Blumenzwiebeln in den Boden – und die empfindlichen Blumenknollen ins Haus. Erfahren Sie, welche winterhart sind, welche nicht, und wie Ausgraben und Lagern richtig gelingt.

Ausgegrabene Fritillaria-Persica-Zwiebeln auf dem Tisch mit einer Schaufel
Foto: Adobe Stock
Vor dem Einlagern die Blumenknollen auf Fäulnis und Schädlinge prüfen und an einem luftigen Ort abtrocknen lassen.

Es herbstelt. Und viele pflanzliche Gartenbewohner warten darauf, dass wir sie auf kalte Zeiten vorbereiten. Empfindliche Pflanzen brauchen schützende Hüllen, die Hecke erhält ihren letzten Schnitt, die Rosen werden angehäufelt. Aber es ist nicht nur Vergehen, es ist auch Werden.

Herbstarbeiten in der Übersicht:

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1. Blumenzwiebeln pflanzen – wann und wie?

Von Ende September bis November, noch vor dem ersten Frost, ist die beste Zeit, um Blumenzwiebeln für den Herbst in den Boden zu bringen. Sonnige Standorte sind ideal. Der Ablauf ist unkompliziert:

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  • Erde lockern und etwas Kompost untermischen – das erleichtert den Blumen den Start im Frühling.

  • Mit einer Pflanzschaufel oder einem Spaten ein Loch vorbereiten.

  • Die Zwiebel zweimal so tief einsetzen, wie sie hoch ist – Spitze zeigt nach oben.

  • Alternativ eine größere Grube ausheben und mehrere Blumenzwiebeln auf einmal setzen.

  • Das Loch mit Erde auffüllen und leicht angießen.

Wer möchte, dass der Frühlingsgarten besonders abwechslungsreich wird, sollte neben Tulpen, Narzissen und Hyazinthen auch außergewöhnlichere Sorten setzen: Die Sternhyazinthe streckt ihren Kopf schon aus dem Boden, wenn ringsum noch Schnee liegt. Auch der Winterling blüht, wenn der Winter noch im Land ist.

Tulpen und Hyazinthen
Foto: mauritius images / fotoknips
Tulpen und Hyazinthen überwintern in der Erde, um im Frühling mit voller Kraft aufzublühen.

2. Welche Blumenknollen sind winterhart und können in der Erde bleiben?

Nicht jede Blumenknolle braucht im Herbst besondere Fürsorge. Viele Frühlingsblüher überstehen die kalte Jahreszeit problemlos in der Erde – sie speichern die gesamte Kraft für das nächste Frühjahr in ihrer Zwiebel.

Winterharte Blumenzwiebeln

Besonderheit

Tulpen

Überwintern in der Erde, blühen im Frühling mit voller Kraft

Narzissen

Robust und pflegeleicht, bleiben dauerhaft im Boden

Hyazinthen

Überwintern in der Erde, treiben verlässlich neu aus

Schneeglöckchen

Gehören zu den ersten Frühlingsboten

Winterling

Blüht bereits bei Frost und Schnee

Sternhyazinthe

Treibt aus, wenn ringsum noch Winter ist

Diese Blumenzwiebeln brauchen im Herbst keine besondere Behandlung – sie wollen nur einmal gut gesetzt werden.

3. Welche Blumenknollen müssen im Herbst ausgegraben werden?

Nicht alle Blumenpflanzen sind so robust. Blumenknollen wie Dahlien, Gladiolen, Canna, Begonien und Montbretien sind nicht winterhart – die Frage „Blumenzwiebeln ausgraben oder nicht?“ beantwortet sich hier eindeutig mit: raus vor dem ersten Frost. Bis kurz davor dürfen die Pflanzen noch im Garten bleiben.

  • Ein wichtiger Hinweis: Die noch grünen Blätter sollte man so lange wie möglich stehen lassen. Das Laub zieht die verbleibende Energie in die Knolle – wer es zu früh abschneidet, nimmt der Pflanze ihre Kraftreserven.

Zwiebelblumen im Herbst ausgraben
Foto: Mauritius Images
Wenn Frost droht, müssen Blumenknollen ins Haus – im Idealfall, wenn alle Pflanzenteile vergilbt sind, im Notfall auch mit noch grünen Teilen.

4. Blumenknollen richtig ausgraben – Schritt für Schritt

Droht Frost, müssen die Blumenknollen ins Haus. Im Idealfall, wenn alle Pflanzenteile vergilbt sind – im Notfall auch mit noch grünen Teilen. So geht es:

  1. Erde lockern: Mit der Grabgabel rund um die Knolle vorsichtig lockern, dann die Blumenknolle herausheben.

  2. Erde abbeuteln: Anhaftende Erdklumpen lösen.

  3. Abtrocknen lassen: An einem regengeschützten, luftigen Ort trocknen lassen.

  4. Kontrollieren: Vor dem Einlagern auf Fäulnis und Schädlinge prüfen.

  5. Laub kürzen: Reste des braunen Laubes eine Handbreit über der Knolle abschneiden.

Manche Blumenknollen bilden kleine Brutknollen, die im Frühling ebenfalls eingepflanzt werden können. Diese von der Mutterknolle trennen und separat lagern.

Blumenzwiebeln aus der Erde ausgegraben in einr blauen Plastikbox. Daneben liegen die abgeschnittenen Teile der der Pflanzen
Foto: Mauritius Images / Olga Seyfutdinova
Blumenzwiebeln werden nur zweimal so tief gesetzt, wie sie hoch sind. Ein wenig Kompost erleichtert den Blumen den Start im nächsten Jahr.

5. Blumenknollen richtig lagern – worauf kommt es an?

  • Der richtige Lagerplatz ist entscheidend, damit die Blumenknollen den Winter heil überstehen. Als Lager eignet sich ein kühler, dunkler Raum.

  • Flache Holzkisten, mit Zeitungspapier ausgelegt und von allen Seiten belüftet, sind ideal.

  • Eine dünne Schicht Erde, Sand oder Kompost über die Blumenknollen streuen und während der Lagerung gelegentlich leicht anfeuchten.

Pflanze

Feuchtigkeitsbedarf bei der Lagerung

Canna

Etwas feuchter halten

Dahlien

Mäßig feucht

Gladiolen

Mäßig feucht

Begonien

Mäßig feucht

Wichtig: Alle Blumenknollen während der Lagerung regelmäßig auf Krankheiten und Fäulnis kontrollieren. Befallene Knollen sofort entfernen, damit sich Fäulnis nicht auf die gesunden überträgt.

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