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Naturapotheke

Bockshornklee für einen geregelten Cholesterinspiegel

Der würzige Bockshornklee ist schon seit über 3.500 Jahren als Arznei im Einsatz. Seine Inhaltsstoffe sind äußerlich wie innerlich angewandt ein Segen und schmecken tut er auch.

Bockshornklee (Foto: Pixabay/Sandeep Handa)
Foto: Pixabay/Sandeep Handa
Bockshornklee  
  • Hilft bei: Hohem Cholesterinspiegel und Triglyceridwerten, Sehnenscheidenentzündungen.

  • Wirkung: Verdauungsfördernd, blutzuckersenkend, entzündungshemmend bei Hautproblemen.

  • Anwendung: Brei, Auflage.

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  • Heilanwendung: Die in der Volksheilkunde beliebte Foenum-graecum-Auflage ist ein Brei aus Bockshornsamenpulver und Wasser (siehe Rezept rechts). Zu empfehlen ist dieses Kataplasma, wie man Breiauflagen auch nennt, bei Tennisarm, Sehnenscheidenentzündungen und anderen entzündlichen Beschwerden. Äußerlich angewendet wirken die Bockshornkleesamen erweichend und entzündungshemmend auf die Haut und vertreiben Mikroorganismen. Bei zu hohem Cholesterinspiegel sollte man etwa 1EL Bockshornsamenmehl pro Tag zu sich nehmen.

  • Wirkung: Der Bockshornklee vertreibt die Kälte, weil er insgesamt anregend wirkt. Bitterstoffe und Schleimstoffe stärken den Magen und fördern die Verdauung. Auch die Darmperistaltik und die Muskulatur der Gebärmutter werden kräftiger, und die Herztätigkeit wird leicht angeregt. Wie die meisten Hülsenfrüchte haben auch Bockshornkleesamen einen günstigen Einfluss auf Blutzucker und Blutfette. Sie senken sowohl den Cholesterinspiegel als auch die Konzentration der Triglyceride, die wie Cholesterin zur Gruppe der Nahrungsfette gehören. Die Schleimstoffe sorgen für eine langsamere und schlechtere Aufnahme von Zuckern aus dem Darm, somit steigt der Blutzucker weniger stark an.

  • Inhaltsstoffe: Diese Menge eignet sich auch, um Speisen zu würzen. Bockshornkleesamen schmecken etwas bitter und aromatisch. Sie sind Bestandteil üblicher Currymischungen. In vielen pikanten Speisen bieten sich Bockshornkleesamen als Gewürz an. Wer gemörserte Samen in den Mund nimmt, spürt die Schleimstoffe des Bockshornklees sogar auf der Zunge – bis zu 45 Prozent dieser Kohlenhydratverbindungen, sogenannte Galactomannane, können enthalten sein. Auch Saponine, als Schleimlöser bekannt, zählen zu den Inhaltsstoffen. Bockshornkleesamen quellen auf und können ihr Volumen so auf mehr als das Sechsfache erhöhen.

  • Botanik: Der Bockshornklee gehört zu den Hülsenfrüchten und erinnert ein wenig an den Brotklee, seinen pikanten Verwandten. Die Blätter sind ganz typisch kleeartig. Seine Heimat sind sonnige Gebiete um das Mittelmeer und weiter östlich davon. Die hellbraunen Samen reifen in den typischen Hülsen der Leguminosen, die den Schoten von Kreuzblütlern ähnlich schauen, aber im Inneren keine Scheidewand haben.

  • Geschichte: Schon auf dem Papyrus Ebers, einer der ältesten medizinischen Schriften aus dem alten Ägypten des 16. Jahrhunderts vor Christus, ist von Rezepturen mit Bockshornklee für die Behandlung von Brandwunden und Geschwülsten die Rede. Er gehört damit zu den ältesten Arzneipflanzen überhaupt. Auch in der alpinen Volksheilkunde hat der Bockshornklee schon lange seinen Fixplatz. Ein alter Pinzgauer Bauer erzählte mir vom hohen Ansehen des Bockshornklees; und wie er als junger Mann mit dem Fahrrad weite Strecken auf sich genommen hat, um Foenum-graecum aus der Apotheke zu holen.

Foenum-Graecum-Auflage selber machen

Zutaten

  • 50 g Bockshornsamenpulver

  • ¼ Liter Wasser

  • Leinentuch

Zubereitung

  1. Das Bockshornsamenpulver in Wasser einrühren und 5 Minuten köcheln.

  2. Den Brei auf das Leinentuch streichen. Auf die betroffene Stelle auflegen, eventuell mit einer elastischen Binde fixieren.

  3. Die Auflage etwa 30 bis 45 Minuten einwirken lassen, solange es als angenehm empfunden wird.

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