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Buchweizenblätter-Tee: Balsam für müde Venen

Sommerschwüle Tage und Nächte können emsige Beine müde machen. Zum Glück gibt es Heilpflanzen, die unsere Gefäße schützen und den Venen neue Spannkraft verleihen.

Buchweizen (Foto: Pixabay/ Hans Braxmeier), Pflanze, Servus
Foto: Pixabay/ Hans Braxmeier
Buchweizen sieht auch als Zierpflanze sehr hübsch aus.
  • Wirkung: Gefäßschützende Wirkung und fördert Elastizität und Durchblutung der Venen

  • Anwendung: Tee

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  • Botanik: Echter Buchweizen ist eine einjährige, bis 70 cm hohe Pflanze mit herzförmigen Blättern. Er gehört zur Familie der Knöterichgewächse. Seine weiß-rosa Blüten stehen in traubigen Blütenständen. Als Früchte bilden sich dreikantige Nüsschen, die wie Getreide verwendet werden. Eigentlich ist der Name Buchweizen irreführend, da die Pflanze mit Weizen nichts zu tun hat. Das „Buch“ im Buchweizen kommt von der Ähnlichkeit der Früchte zu Bucheckern (den Früchten der Buchen). Daher rührt auch der botanische Name Fagopyrum (fagus, lat. Buche; pyros, griech. Weizen). Da Buchweizen eine Kulturpflanze ist, kommt er wild wachsend nur selten vor.

Servus Mondpost
  • Geschichte: Heiden- oder Tatarenkorn nannte man den Buchweizen, weil ihn angeblich „heidnische“ Völker aus dem Osten zu uns brachten. Buchweizen wurde aber wahrscheinlich zuerst in China kultiviert. Archäologen haben nördlich des Schwarzen Meeres Buchweizenkörner in skythischen Siedlungen des 7. Jahrhunderts vor Christus gefunden. Die Skythen waren eigentlich Nomaden. Aber die kurze Vegetationszeit des Buchweizens ermöglichte auch ihnen, die Pflanze auf ihren Wanderungen anzubauen.Bei uns wird Buchweizen erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt. Er galt als Arme-Leute-Essen und geriet später fast in Vergessenheit. Heute wird Buchweizen noch in einigen Alpentälern angebaut. In Tirol wird er „Schwarzplenten“ genannt und ist dort in Form von Knödeln immer noch sehr beliebt. Das Besondere am Buchweizen ist, dass er kein Klebereiweiß enthält, also glutenfrei ist.

  • Inhaltsstoffe und Wirkung: Verwendet wird das oberirdische Kraut zu Beginn der Blütezeit. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind die Flavonoide, darunter hohe Mengen des starken Antioxidans Rutin. Dieses kann die Durchlässigkeit der Venenwände verringern und die Kapillarbrüchigkeit einschränken. Buchweizenkraut hat also bei chronischer Venenschwäche eine gefäßschützende Wirkung und fördert Elastizität und Durchblutung.

    Es sollte daher früh genug angewendet werden, wenn müde Beine und Ödeme aufkommen. Unterstützend wirkt Buchweizenkraut bei Krampfadern und insgesamt bei schlechter Durchblutung. Die Wirkung setzt nicht sofort ein, doch bei 2- bis 3-monatiger Einnahme des Tees können sich Venenbeschwerden deutlich verbessern.

Buchweizen-Tee

  • In der Apotheke gibt es auch auf Rutingehalt standardisierten Fagorutin-Tee.

  • Zubereitung: 2 TL mit 1/4 l kaltem Wasser übergießen, aufkochen, 5 Min. ziehen lassen. Täglich 2 bis 3 Tassen trinken.

Achtung: Das enthaltene Fagopyrin macht die Haut empfindlich auf Sonnenlicht. Bei der Anwendung als Tee besteht aber keine Gefahr.

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