Warum Dorftischler Günter Daxberger seine Kunden mit verschlossenen Augen Holz ertasten lässt.

Günter Daxberger ist der Dorftischler im kleinen oberösterreichischen Ort Gurten. Vor mittlerweile mehr als zehn Jahren hat er begonnen Holzteppiche herzustellen, die sich mittlerweile großer Beliebtheit erfreuen.

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02. Mär

Die Idee dazu kam ihm im Haus seiner Eltern – das Badezimmer des bereits älteren Gebäudes hatte einen Betonboden. Die Freude des Duschens endete, wenn man auf diesen kalten und groben Betonboden stieg. Ein einfacher Holzraster schuf Abhilfe. Dann wurde der Holzraster verfeinert und auf diese Weise entstand der erste Holzteppich.

Der Teppich fand am ersten Handwerksmarkt, an dem Günter mit seiner Frau Angela teilnahmen, so großen Anklang, dass die beiden entschieden, mehr davon herzustellen.

Günter Daxberger in seiner Werktstatt (Bild: Servus am Marktplatz)
Günter Daxberger in seiner Werktstatt (Bild: Servus am Marktplatz)

Holz aus der Region

Das Holz für die Badezimmerteppiche aus Zirbe und Esche stammt aus der Gegend – genauer gesagt von den Bauern aus der Region –, und Günters Kunden wissen dies auch zu schätzen. Zudem ist es dem Tischler wichtig, dass das Holz wieder vollständig verwertet wird, und – wie er selbst sagt – hat er Glück, dass ihm „die Zeit in die Hände“ spielt.

„Die Leute wollen wieder Unebenheiten im Holz, sie wollen es spüren.“

Günter Daxberger

War früher eine glatte, versiegelte Oberfläche das Maß aller Dinge, so werden heute die typischen Charakteristika des Werkstoffes hervorgehoben. Die Kunden mögen es, wenn nicht jedes Brett ganz gleich ausschaut oder wenn Äste dem Holz einen besonderen Charakter verleihen. „Das ist wie mit uns Menschen, wir sind ja auch nicht alle gleich.“

Und genauso individuell stimmt er das passende Holz auf seine Kunden ab: „Oft lasse ich sie mit geschlossenen Augen verschiedene Hölzer fühlen und eines auswählen.“ Holz vermittelt Wärme und Geborgenheit und hebt sich durch seinen wohltuenden Geruch von anderen Materialien ab. Aber auch durch die Qualität des Begreifens, der Haptik und des Fühlens der kleinen Unebenheiten, Ecken und Kanten. „Ein Barfußweg ist auch nichts anderes.“ Günter weiß, wovon er spricht, ist er doch den ganzen Sommer über barfuß unterwegs.

Ein Blick in die Werkstatt

Die Holzteppiche von Günther Daxberger aus Zirbenholz und Esche jetzt bei Servus am Marktplatz entdecken.

Einfach und bodenständig

„Bei uns in der Werkstatt duftet es oft nach Holz, und oft riecht es einfach nach dem Öl der Maschinen.“ Die kleine Tischlerei steht neben dem Wohnhaus der Daxbergers in der Gemeinde mit 1.200 Einwohnern. Gemeinsam mit seiner Frau hat er das Unternehmen aufgebaut. „Ich möchte es einfach haben. Mehr brauch ich nicht.“ Günter selbst ist auch einfach, im Sinne von bodenständig und unkompliziert, als auch im Sinne von naturverbunden.

Und die Einfachheit, die für ihn gleichzeitig auch eine Lebensqualität bedeutet, will er seinen Kunden und seinem Umfeld mit seinen Holzteppichen mitgeben.

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