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Garten

Himbeeren pflanzen und pflegen – was die beliebte Gartenbeere wirklich braucht

Im Pinzgau heißt sie Imbee, im Lungau Humbee – und überall in Österreich ist sie im Garten beliebt. Was die Himbeere wirklich braucht, damit die Ernte reichlich ausfällt.

Wunderschöne, reife Himbeeren am Strauch im Garten.
Foto: Franz Gerdl
Wunderschöne, reife Himbeeren am Strauch im Garten.

1. Himbeere im Kurzporträt

Auch wenn man sie täglich als „Beere“ bezeichnet: Botanisch ist die Himbeere eine Sammelsteinfrucht. Die wildrosenartigen Schalenblüten verraten die Verwandtschaft mit den Rosengewächsen – zur selben Familie gehört auch die Brombeere.

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Botanischer Name

Rubus idaeus

Familie

Rosengewächse (Rosaceae)

Regionale Namen

Imbee (Pinzgau), Humbee (Lungau), Moiba

Namensherkunft

Vom althochdeutschen hintperi – „Beere der Hirschkuh“

Botanische Besonderheit

Keine Beere, sondern eine Sammelsteinfrucht

Sorten

Sommer- und herbsttragende Sorten

2. Welchen Standort und Boden braucht die Himbeere?

Die Himbeere hat von allen Beerensträuchern am meisten ihren Wald-Charakter beibehalten. In der Natur findet man sie an sonnigen und halbsonnigen Gehölzrändern – und genau das braucht sie auch im Garten.

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Was der Boden mitbringen sollte:

  • Leicht sauer

  • Humusreich und nährstoffreich

  • Gut wasserdurchlässig

  • Reich an organischem Material

Kann der eigene Gartenboden das nicht von Natur aus leisten, hilft man nach: Pflanzlöcher großzügig ausheben und neben Gartenerde ordentlich Kompost und Hornspäne einarbeiten – auf dass der Strauch bei der Nährstoffversorgung aus dem Vollen schöpfen kann.

3. Sommer- oder Herbsthimbeere – welche Sorte passt?

Bei Himbeeren unterscheidet man zwischen Sommersorten, die im Juni und Juli reifen, und Herbstsorten, die von August bis Oktober tragen.

  • Sommersorten fruchten an den Ruten, die sich im vorangegangenen Jahr gebildet haben. Bewährte Sorten sind „Rubaca“ und „Willamette“ – sowie „Winklers Sämling“, der einen besonders ausgeprägten Waldhimbeergeschmack hat.

  • Herbstsorten tragen an den neugebildeten, diesjährigen Ruten. Sie haben eine längere Erntezeit – und einen praktischen Vorteil: In ihren Früchten finden sich bedeutend seltener Würmer. Bekannte Herbstsorten sind „Autumn Bliss“ und „Immertragend von Feldbrunn“. Wer es etwas außergewöhnlicher mag: „Fallgold“ trägt gelbfrüchtig.

4. Himbeeren pflanzen – so geht’s

Beerensträucher setzt man am besten im Frühling oder Herbst. Zeiten trockener Hitze und Frostperioden eignen sich nicht dafür.

  • Vorbereitung: Vor dem Einsetzen den Wurzelballen ein bis zwei Stunden wässern – so kommt die Pflanze vollgesaugt mit Feuchtigkeit in den Boden.

  • Pflanzloch: Großzügig ausheben und die Erde mit Kompost und Hornspänen anreichern.

  • Pflanzabstand: Bei Himbeeren reicht ein Abstand von einem halben Meter.

  • Jährliches Düngen: Einmal im Jahr eine Gabe Kompost und Hornspäne.

Himbeeren
Foto: pixabay
Dunkelrote Himbeeren sind ein wahrer Sommergenuss!

5. Himbeeren richtig pflegen

Himbeeren sind Flachwurzler – ihre Wurzeln verlaufen nur knapp unter der Erdoberfläche. Das hat zwei direkte Konsequenzen für die tägliche Pflege.

  • Beim Unkrautjäten ist Feingefühl gefragt. Wer rund um die Sträucher wie wild im Boden herumhackt, verletzt mit Sicherheit Wurzeln. Also: nur flach und vorsichtig arbeiten.

  • Nach dem Jäten lohnt sich eine Mulchschicht aus Stroh, trockenem Rasenschnitt oder Häckselgut. Sie hält die Feuchtigkeit im Boden – was Flachwurzler wie die Himbeere besonders schätzen.

Außerdem: Regelmäßiges Gießen tut Himbeeren gut – besonders natürlich in der Zeit, in der sie blühen und Früchte ansetzen.

6. Himbeeren schneiden: Sommer- und Herbstsorten im Vergleich

Haben sich die Sträucher einmal etabliert, sind sie robuste Gewächse – profitieren aber enorm von einem jährlichen Schnitt. Er ist es, der sie vital hält. Wie man dabei vorgeht, hängt von der Sorte ab.

  • Herbsthimbeeren (z. B. „Autumn Bliss“, „Fallgold“) Weil Herbsthimbeeren ihre Früchte stets an den neuen Trieben bilden, schneidet man all ihre alten, abgetragenen Triebe – oder Ruten, wie's unter Beeren-Auskenner:innen heißt – im Spätherbst bodennah ab und deckt sie gegen Austrocknung mit Laub ab.

  • Sommerhimbeeren (z. B. „Willamette“, „Winklers Sämling“) Bei Sommersorten entfernt man die abgetragenen Ruten gleich nach der Ernte. Einige der Jungtriebe lässt man stehen und bindet sie an Rankgerüste – besonders bei Sommerhimbeeren mit ihren überhängenden Ruten ist das unerlässlich.

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