Südtiroler Schmankerl: 6 Rezepte aus der Bergküche
Schwarzplenten, Rohnen, Weinsuppe und Schneemilch: Unsere Servus-Rezepte nehmen Sie mit auf eine kulinarische Reise durch Südtirol – von herzhaften Hauptspeisen bis zur winterlichen Nachspeise aus dem Vinschgau.
Wer einmal in Südtirol gegessen hat, weiß – diese Küche ist mehr als nur eine Mischung aus österreichischer und italienischer Tradition. Buchweizenmehl, Graukäse, Schüttelbrot, Lagrein-Rotwein – die Zutaten erzählen von der Landschaft, in der sie entstehen. Rezepte aus Südtirol in der Übersicht:
1. Weinsuppe mit Liebstöckel und Schüttelbrot
In Südtirol isst man zur cremigen Weinsuppe knuspriges Schüttelbrot, das man entweder in die Suppe einbrockt oder resch dazu genießt.
2. Schwarzplenten Knödel
Am besten schmecken die Schwarzplenten Knödel aus Buchweizenmehl mit Sauerkraut oder Salat. Traditionell gibt es ein Glas Milch oder Buttermilch dazu.
3. Rotwein-Risotto mit Radicchio und Speck
Das Rotwein-Risotto wird mit einem Lagrein, einer typischen Rotweinsorte aus Südtirol, und einem herzaften Stück gebratenen Speck zubereitet.
4. Bozener Rohnenknödel mit Krensauce
Die tiefrote Farbe der Knödel kommt von den Rohnen – also Roten Rüben –, die sowohl gewürfelt als auch fein püriert in die Masse kommen.
5. Südtiroler Erdäpfelteigtaschen
Bei den Erdäpfelteigtaschen darf weder der würzige Almkäse noch Parmesan in der Füllung fehlen. Als Garnitur kommen noch Walnüsse und zerlassene Butter zum Einsatz.
6. Vinschgauer Schneemilch
Eine besonders üppige Nachspeise ist die Vinschgauer Schneemilch mit Schuss – Rosinen, Walnüsse und eine ordentliche Portion Schlagobers werden dafür in einer Milch-Rum-Mischung angesetzt und kalt serviert.
Häufig gestellte Fragen rund um Rezepte aus Südtirol
Was ist Graukäse und wozu passt er?
Graukäse ist ein traditioneller Südtiroler Magerkäse mit einem kräftigen, leicht säuerlichen Geschmack. Er wird aus Sauermilch hergestellt und ist besonders im Bozener Raum verbreitet. In der Küche eignet er sich zum Überbacken, als Füllung in Knödeln – wie bei den Bozener Rohnenknödeln – oder einfach auf Brot.
Was sind Schwarzplenten und wie unterscheiden sie sich von normalen Knödeln?
Schwarzplenten ist der Südtiroler Begriff für Buchweizen. Knödel aus Buchweizenmehl sind dunkler, etwas erdiger im Geschmack und haben eine festere Konsistenz als klassische Semmelknödel. Traditionell werden sie mit Sauerkraut oder Salat und einem Glas Milch oder Buttermilch serviert.
Was ist Schüttelbrot und wie wird es in der Südtiroler Küche verwendet?
Schüttelbrot ist ein knuspriges, dünnes Fladenbrot aus Südtirol, das aus Roggenmehl gebacken wird und seinen Namen vom Schütteln des Teiges auf dem Backblech hat. In der Küche dient es als Beilage, zum Einbrocken in Suppen wie der Weinsuppe mit Liebstöckel oder einfach als Snack.
Was ist Lagrein und kann ich ihn beim Risotto durch einen anderen Rotwein ersetzen?
Lagrein ist eine alte Rebsorte, die fast ausschließlich in Südtirol angebaut wird. Er hat eine tiefe, rubinrote Farbe und einen kräftigen, leicht bitteren Geschmack, der dem Risotto seinen Charakter gibt. Als Ersatz eignet sich ein anderer vollmundiger Rotwein wie Blauburgunder oder Merlot, auch wenn das Ergebnis etwas anders schmecken wird.
Was sind Rohnen und wo bekomme ich sie?
Rohnen ist der österreichische und Südtiroler Begriff für Rote Rüben (auch Rote Bete genannt). Sie sind in gut sortierten Supermärkten und auf Märkten erhältlich – sowohl roh als auch vorgekocht und vakuumverpackt. Für die Rohnenknödel aus der Föhrner Buschenschank werden gekochte, geschälte Rohnen verwendet.
Kann man Südtiroler Knödel einfrieren?
Ja, Knödel lassen sich grundsätzlich gut einfrieren – am besten nach dem Kochen, wenn sie vollständig abgekühlt sind. Zum Aufwärmen einfach in siedendem Wasser kurz erhitzen. Bei Rohnenknödeln kann sich die Farbe beim Einfrieren leicht verändern, der Geschmack bleibt aber erhalten.
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