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Garten

Große Fetthenne: Pflanzporträt, Standort und Pflegetipps

Sandiger Boden, volle Sonne, Trockenheit – mehr braucht die Fetthenne nicht. Dafür liefert sie von Juli bis November farbenfrohe Blütenschirme in Purpur, Pink und Creme. Pflegeleicht und wirkungsstark.

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Foto: mauritius images | McPHOTO | Hans-Roland Mueller
Die Fetthenne ist auch zwischen Ziergräsern ein schöner Blickfang.

1. Die Große Fetthenne im Kurzporträt

Es ist nicht zu bestreiten: Der Name „Fetthenne“ lässt an übergewichtige Hühner denken. Diese wenig schmeichelhafte Federvieh-Assoziation haben die schönen Staudenpflanzen nicht verdient. Selbst wenn sie – zugegeben – dicke Blätter haben.

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Staudengärtner nennen Fetthennen Ganzjahrespflanzen, weil sie rund ums Jahr Beete und Rabatten zieren. Besonders im Herbst, wenn der übrige Sommerflor verblüht ist, fällt auf, wie unermüdlich die aufrechten Blütenschirmrispen den Garten schmücken. Im Winter verwandeln Reif und Frost sie in filigrane Kunstwerke. Wachsen sie in dichten Gruppen, sehen ihre Samenstände aus wie überzuckerte Kristallwolken.

Das fleischige Sukkulenten-Blattwerk ist zum Wasserspeichern gemacht – ein erster Hinweis darauf, dass Fetthennen gut mit Trockenheit umgehen können. In der Natur wachsen sie vorzugsweise an kiesigen Feldrändern, zwischen Geröll oder auf Magerrasen. Sie sind anpassungsfähig, robust und pflegeleicht.

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Merkmal

Information

Botanischer Name

Sedum telephium / Hylotelephium telephium

Andere Namen

Purpurfetthenne, Hohe Fetthenne, Geschwulstkraut

Familie

Dickblattgewächse (Crassulaceae)

Blütezeit

Juli bis November

Wuchshöhe

Wildform ca. 30 cm, Zuchtformen bis 80 cm

Verwendung

Zier-, Heil- und Salatpflanze

2. Welchen Standort braucht die Fetthenne?

Fetthennen sind insgesamt nicht sehr anspruchsvoll, was ihren Standort angeht:

  • Magere, sandige, gut durchlässige Böden

  • Verträgt Trockenheit und kalkhaltigen Untergrund gut

  • Halbschattige oder sonnige Plätze sind am besten geeignet

  • In Gruppen gesetzt wirken sie am schönsten: 3 bis 4 Pflanzen pro Quadratmeter

Pflege: Im Frühjahr schneidet man die abgeblühten Blütenstände des Vorjahres ab.

3. Wann und wie lange blüht die Purpurfetthenne?

Purpurfetthennen blühen von Juli bis in den November hinein. Was bei den wilden Fetthennen noch unauffällige weiß-gelbe oder rosa blühende Schirmrispen sind, die sich aus winzigen Sternblüten zusammensetzen, ist bei den gezüchteten Hybriden ein Meer aus Blütenschirmen in Purpur und Lila, Pink und Rot, Weiß, Gelb und Creme.

4. Welche Sorten der Großen Fetthenne gibt es?

Die Wildform der Großen Fetthenne wird ungefähr 30 Zentimeter hoch, die vielen Zucht- und Zierformen hingegen bis zu 80 Zentimeter. Auch das Blattlaub variiert stark: Es kann gänzlich grün sein oder zweifarbig weißgrün, aber auch rotbraun oder fast schwarz.

Sorte

Blüte

Besonderheit Blatt

„Herbstfreude“

Rostrot

Hochwüchsige Hybride

„Indian Chief“

Große rosa Blütenteller

„Robustum“

Karminrot

Blau, rot gerändert

„Karfunkelstein“

Bräunliches Rosa

Von hellem Grün-Violett über Lila bis dunklem Violettbraun

Die Sedum-Familie hat mehrere hundert Mitglieder – darunter auch viele kriechende, polster- und teppichbildende Arten, mit denen man Dächer oder Steingartenflächen begrünen kann.

5. Wie vermehre ich Fetthennen?

Fetthennen vermehren ist denkbar einfach: Man bricht ein Stück ab, trocknet es ein, zwei Tage an und setzt es dann in einen Topf mit Erde zum Anwachsen.

6. Kann ich Fetthennen im Topf oder Trog pflanzen?

Fetthennen wachsen auch ausgezeichnet in Töpfen und Trögen. Wichtig ist nur eine gute Drainageschicht am Topfboden, damit keine Staunässe entsteht.

7. Mit welchen Pflanzen kombiniere ich Fetthennen im Staudenbeet?

In herbstlichen Staudenbeeten sehen Purpurfetthennen in Kombination mit Gräsern und Herbstastern hinreißend aus. Drei Sorten, die im Herbst besonders gute Figur machen:

  • „Herbstfreude“ – hohe, rostrote Sedum-telephium-Hybride

  • „Indian Chief“ – entwickelt große rosa Blütenteller

  • „Robustum“ – blaue, rot geränderte Blätter mit karminroten Blüten

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