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Naturapotheke

Wofür ist Kurkuma gut? Inhaltsstoffe und Anwendungen

Die aromatische Wurzel, auch Gelbwurz, Safranwurz oder Gelber Ingwer genannt, ist eine wahre Wohltat im Winter. Sie wärmt und kann unseren Bauch entlasten.

Kurkumawurzel und Kurkumapulver, Servus
Foto: Adobe Stock
Die frische Kurkumawurzel und das Kurkumapulver.

Foto: Roland Vorlaufer

Die Salzburger Ernährungswissenschaftlerin Karin Buchart erklärt die Kräfte der Natur und teilt auf servus.com regelmäßig ihr Expertenwissen rund um Ernährung, Kräuter und Pflanzen.

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Wissenswertes über Kurkuma

  • Hilft bei: Verdauungsproblemen, Muskelkrämpfen.

  • Wirkung: Verdauungsfördernd, antioxidativ.

  • Anwendung: Pulver, Tee. Milchgetränk.

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Wie wird Kurkuma angewandt?

  • Die Wurzel kann als Tee aufgegossen werden; entweder pur oder in Mischungen mit anderen verdauungsfördernden Zutaten wie Ingwer, Zimt und Pfeffer.

  • In vielen Getränken wird sie mit Milch oder Nüssen als Fettquelle kombiniert. Dadurch werden die ätherischen Öle gebunden und verflüchtigen sich nicht gleich nach dem Aufgießen.

Wie wirkt die Kurkuma-Wurzel?

  • Gelbwurz kann die Verdauung unterstützen, besonders die wichtige Fettverwertung.

  • Die Wurzel lässt weiters den Speichel fließen, was sich positiv auf die Verdauung auswirken kann, und wird gerne bei Mundtrockenheit von alten Menschen empfohlen. Dazu wird die Kurkuma für ihre antioxidative Wirkung geschätzt und gilt als guter Radikalfänger.

  • Forschungen haben ergeben, dass die Wurzel bis zu einem gewissen Grad auch vor Muskelkrämpfen schützt.

  • Die ursprünglich nur in heißen asiatischen Ländern wie Indien beheimatete Kurkumapflanze ist das Basisgewürz von Currymischungen, Worcestersauce und Verdauungstees. Mittlerweile ist die Gelbwurz aber auch in unserer Küche daheim.

Was ist in Kurkuma alles enthalten?

  • Die Kurkumawurzel enthält viele ätherische Öle – in der frischen Wurzel sind es beachtliche fünf Prozent – und entwickelt einen dumpfen, moschusartigen, erdigen Duft.

  • Sie bietet viel Frische und Aroma, das Bittere dominiert dabei die Schärfe. Auch die Verwandtschaft zum Ingwer ist deutlich herauszuschmecken.

  • Der wertvolle Wirkstoff Cucurmin kann vom Körper noch besser aufgenommen werden, wenn die Gelbwurz beim Kochen mit Pfeffer kombiniert wird – wie etwa im Curry. Wer die frische Wurzel auseinanderschneidet, färbt auch gleich seine Finger. Aus dieser intensiven Farbe wird auch der Lebensmittelfarbstoff Curcumin hergestellt.

  • Überhaupt fällt die Wurzel durch ihre kräftige Färbung auf: Frisch ist sie tief orange, getrocknet strahlend gelb. Während Kurkuma früher fast nur als getrocknetes Pulver erhältlich war, wird sie heute in vielen Supermärkten auch frisch angeboten.

Geschichte der Kurkuma-Wurzel

  • In Indien galt Kurkuma früher als heilige Pflanze. Überlieferungen zufolge wird die Wurzel dort seit 4.000 Jahren als Gewürz, Farbstoff und Arznei verwendet.

  • Erst vor knapp tausend Jahren hat die gelbe Knolle auch Mitteleuropa erobert und wurde hier hauptsächlich als billiger Ersatzstoff für das teure Gewürz Safran gehandelt.

Woher stammt die Kurkuma-Wurzel?

Die wild wachsende Kurkuma gibt es nicht mehr, wahrscheinlich stammte sie ursprünglich aus Ostindien. Die heutige Pflanze schaut dem Ingwer recht ähnlich und gehört auch zu seiner Verwandtschaft. Auf keinen Fall sollte sie mit der Kanadischen Gelbwurz (Hydrastis canadensis) verwechselt werden: Die ist nämlich aufgrund ihres relativ hohen Alkaloidgehaltes giftig.

Konservieren lässt sich die normale Gelbwurz, indem man sie in den Wintermonaten (ab Dezember) ausgräbt, in heißes Wasser taucht oder dämpft und dann trocknet. Durch den Hitzeschock im Wasser verkleistert die Stärke, und die gelbe Farbe verteilt sich über die ganze Wurzel. Unter ihrer Außenhaut sind die Finger der Gelbwurz dann tief orangegelb und leicht wachsartig.

5 wohltuende Rezepte mit Kurkuma

Die sonnige Wurzel ist inzwischen auch bei uns beliebt – und das mit gutem Grund: Gerade in der kalten Jahreszeit bereichert ihr Aroma nicht nur Currys, sondern wärmt Körper und Geist auch als Tee oder heißes Milchgetränk.

Kurkuma-Getränk

Gibt Kraft. Schluck für Schluck ein gesunder Durstlöscher.

Zutaten:

  • 1 große Handvoll grünes Blattgemüse (z. B. Spinat oder Grünkohl)

  • 1 geschälte, in Stücke geschnittene Banane

  • 1 Tasse ungesüßtes Kokoswasser

  • 2 EL weißes Mandelmus

  • 1 EL Leinöl

  • 1 Prise Zimt

  • 0.25 TL Kurkuma

Zubereitung:

  • Alle Zutaten im Mixer zu einem Erfrischungsgetränk mixen.

  • Auch andere Getränkemischungen können mit Kurkuma köstlich abgerundet werden.

Ingwertee mit Kurkuma

Kann die Verdauung ankurbeln. Vor dem Essen genossen, wirkt das Heißgetränk am besten.

Ingwertee mit Kurkuma, Servus
Foto: Adobe Stock
Ingwertee mit Kurkuma.

Zutaten:

  • 1 cm Kurkumawurzel (in Scheiben geschnitten)

  • 1 cm Ingwerwurzel (in Scheiben geschnitten)

  • 1 Prise Zimt

  • 1 Prise schwarzer Pfeffer

  • Zitronensaft

  • 1 TL Honig

  • 0.5 l Wasser

Zubereitung:

  1. Kurkuma, Ingwer, Zimt und Pfeffer mit heißem Wasser übergießen und zugedeckt 3 Minuten ziehen lassen.

  1. Den Tee mit Zitrone und Honig abschmecken und vor den Hauptmahlzeiten heiß servieren. Mit einer halben Tasse beginnen, weil der Tee stark verdauungs- und stoffwechselanregend wirkt.

Kurkuma-Milch

Bremst den Heißhunger auf Süßes. Kann auch als kleine Mahlzeit zwischendurch genossen werden.

Kurkuma-Milch, Servus
Foto: Adobe Stock
Kurkuma-Milch mit Honig

Zutaten:

  • 1 Tasse Kuhmilch, Mandelmilch oder Reismilch

  • 0.5 TL geraspelte Kurkumawurzel

  • 0.5 TL geraspelte Ingwerwurzel

  • schwarze, gequetschte Pfefferkörner

  • 1 TL Kokosöl

  • Honig

Zubereitung:

  1. Die Milch erwärmen, Kurkuma, Ingwer und Pfeffer dazugeben und 10Minuten warm ziehen lassen.

  2. Dann abseihen, das Kokosöl einrühren und mit Honig süßen.

  3. Nach Geschmack zusätzlich mit Zimt und Vanille abschmecken.

Kurkuma-Honig

Kann das Immunsystem unterstützen. Die Glukose des Honigs sorgt dafür, dass der Körper die Wirkstoffe gut aufnimmt.

Zutaten:

  • 250 g Honig

  • 1EL Kurkumapulver

  • 1 Prise Chili

Zubereitung:

  1. Honig, Kurkumapulver und Chili mischen und in einem Glas gut verschlossen aufbewahren.

  2. Dreimal pro Tag einen Teelöffel Kurkumahonig essen.

Kurkuma-Essig

Kann den Stoffwechsel anregen. Dabei verstärkt die Gelbwurz als gutes Leber-Galle-Mittel diese Wirkung. Mit Honig vermischt, lässt sich der Kurkuma-Essig in einen Sauerhonig verwandeln.

  • 10 g Kurkumawurzel, frisch

  • 2 g schwarzer Pfeffer

  • 1 Prise Salz

  • 200 ml Apfelessig

  • 600 g Honig

  • Die Kurkumawurzel in Scheiben schneiden und den Pfeffer leicht quetschen. Beides zusammen mit Salz und Apfelessig übergießen, in ein Glas füllen, gut verschließen und zwei Wochen ziehen lassen. Danach abseihen.

  • In der Fastenzeit als morgendliches Essigwasser verwenden: Einen Spritzer Kurkuma-Essig in ein Glas Wasser geben und trinken. Anfangs viel-leicht mit einem EL Honig süßen.

Diese Informationen stellen keine medizinische oder ärztliche Beratung dar. Bitte beachten Sie die allgemeinen Dosierungsempfehlungen und konsultieren Sie insbesondere bei Beschwerden und Vorerkrankungen Ihren Arzt. Jegliche Haftung wird ausgeschlossen.

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