Ein Pfefferminztee beruhigt den Magen. Das ätherische Öl der Pflanze wirkt fabelhaft gegen Kopfweh.

  • Pfefferminze hilft bei: Magenkrämpfen, Verdauungsproblemen, Migräne, Muskelschmerzen.
  • Eigenschaften: kĂĽhlend, schmerzstillend, entkrampfend.
  • Heilanwendung: Tee, Ă–l, Auszug.
Bild: Marco Rossi
Bild: Marco Rossi
  • Botanische Merkmale: Die Minzen aus der Familie der LippenblĂĽtler stellen mit ihrer Vielzahl an Hybriden und hunderten Formen selbst geĂĽbte Botaniker auf eine harte Probe. Die echte Pfefferminze erkennt man an ihren rötlichen Stängeln und den dunkelgrĂĽnen Blättern, die unten ebenfalls rötlich gefärbt sind.
    
  • Inhaltsstoffe und Wirkung: In der Naturheilkunde werden meist die getrockneten Blätter verwendet oder das durch Wasserdampfdestillation gewonnene Ă–l. Pfefferminze enthält viel Menthol. Dieses hat eine leicht betäubende Wirkung auf die Magenschleimhaut und lindert so Ăśbelkeit und Erbrechen. AuĂźerdem wartet das Ă–l mit Rosmarinsäure auf, die antiviral und antibakteriell wirkt, und es hat gallenanregenden Flavonoide. Die Wirkung des Pfefferminzöles ist örtlich betäubend – durch den Kältereiz wird die Schmerzleitung blockiert.
    
  • Geschichte: Schon Hippokrates berichtete ĂĽber die Heilwirkung der Minze. Die mittelalterlichen Kräuterbuchautoren wie Hieronymus Bock empfahlen Minze gegen die „Verstopfung der Leber“. In der Volksmedizin gehört die Minze zu den bekanntesten und gebräuchlichsten Heilpflanzen.

Heilanwendung

  • Pfefferminze verwendet man vor allem als Tee bei Magen und Darmproblemen (1 TL im Aufguss zubereiten, 10 Minuten ziehen lassen) oder als Tinktur (täglich 10 Tropfen). Vorsicht bei Gastritis: Hier bitte abends keinen Pfefferminz-Tee trinken, da dieser zu einer vermehrten Bildung von Magensäure fĂĽhrt.
  • Ăśberhaupt: Immer und ewig Pfefferminztee zu trinken ist nicht empfehlenswert, weil er aus Sicht der Chinesischen Medizin auch stark kĂĽhlend wirkt.
  • Bei Gallensteinleiden sollte der Tee nur nach ärztlicher RĂĽcksprache verwendet werden.
  • Bei Kopf- oder Muskelschmerzen am besten die Stirn oder die betroffene Stelle mit Pfefferminzöl einreiben. Dazu 10 Tropfen Ă–l in 50 ml Mandelöl mischen. Pur auftragen sollte man Pfefferminzöl nur punktuell.
  • Eine andere Anwendung: Kompresse in Wasser tauchen, 10 Tropfen Ă–l darauf verteilen und auf die Stirn auflegen. Aber Vorsicht, dass keine FlĂĽssigkeit in die Augen rinnt.

Achtung: Säuglingen und Kleinkindern unter 3 Jahren sollte man keinen Pfefferminztee verabreichen, weil er zu Erstickungsanfällen führen kann.

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