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Brauchtum

7 traditionelle Hochzeitsbräuche rund um die Tafel

Drum genieße, wer sich ewig bindet – und das ist in jedem Bundesland ein bisserl anders. Von Speisen, die das Tanzbein stärken, von Gewürzen, die das Eheglück beschwören – und noch viel mehr Bräuche rund um die Hochzeitstafel.

Brautpaar schneide Hochzeitstorte an (Mauritius ID: DEL_20230602154545_06299124)
Foto: Mauritius Images

Hochzeitsbräuche sorgen vor und während des schönsten Tages im Leben eines Paares für Aufregung. Ob es dabei um die Vorhersage von Kinderreichtum, Glück oder Geld geht, hängt ganz vom eingesetzten Brauch. Fehlen sollten die von Generation zu Generation weitergegebenen Traditionen auf gar keinen Fall.

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1. Jawort mit Geschmack

  • Früher war es noch üblich, dass ein redegewandter Brautwerber anstelle des Bräutigams beim Brautvater um die Hand der Tochter anhielt. Dabei wurde etwa im kärntnerischen Gailtal oder in der Oststeiermark die Antwort nicht mündlich, sondern kulinarisch gegeben.

  • Als „Ja“ galten Würstel, Speck oder Schnaps; Sauerkraut oder gestockte Milch bedeuteten eine Abfuhr.

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2. Brot und Scherben

  • Betreten die Frischvermählten etwa in Tirol das Haus, in dem die Hochzeitstafel stattfindet, wird ihnen eine Scheibe gesalzenes trockenes Brot und ein Glas Wasser überreicht. Nachdem sich die beiden Brot und Wasser geteilt haben, wirft die Braut das leere Glas über ihre Schulter.

  • Dabei soll es in glückbringende Scherben zerbrechen. Das Teilen des kargen Mahls symbolisiert, dass die Brautleute von nun an alles teilen, und soll auch dafür sorgen, dass immer genug zu essen im Haus ist.

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Foto: mauritius images/ Westend61 RF
Scherben bringen Glück.

3. Hand oben, Hosen an

  • Die meist mehrstöckige Hochzeitstorte wird vom Brautpaar traditionell gemeinsam angeschnitten. Doch wessen Hand liegt dabei am Messergriff obenauf? Angeblich entscheidet sich in diesem Moment, wer von den beiden auch in der Ehe die Führung übernimmt.

  • Manchmal wird auch ein Stück Hochzeitstorte eingefroren, um es dann gemeinsam am ersten Jahrestag zu verspeisen.

4. Knödel mit Biss

  • In Oberösterreich ist es in manchen Gegenden üblich, dass für das Hochzeitsmahl gemeinschaftlich eine große Menge an Knödeln gekocht wird. Dabei wird in einen der Knödel eine Zwetschke oder eine Mandel eingearbeitet.

  • Erwischt ein lediger Gast der Hochzeitsgesellschaft diesen besonderen Knödel, soll bald seine eigene Hochzeit ins Haus stehen.

5. Salz in der Suppe

  • Sollte die Hochzeitssuppe einmal versalzen sein, hat das angeblich auch etwas Gutes, denn das Salz soll für kräftige und gesunde Kinder sorgen.

  • Oft ist es auch üblich, dass Braut oder Bräutigam vor dem Eröffnen der Tafel noch kurz in der Küche verschwindet, um die Suppe zu salzen – und um bei dieser Gelegenheit der Küchenmannschaft im Voraus ein großzügiges Trinkgeld zu geben.

Salz, Meersalz, Glas
Foto: mauritius images / Anna Bieniek / Alamy / Alamy Stock Photos
Salz sorgt für reichen Kindersegen.

6. Glückssuppe

In einigen Regionen Oberösterreichs, wie etwa im Attergau, kommen eine Woche nach der Hochzeit noch einmal die Verwandtschaft und der engste Freundeskreis der Brautleute zusammen, um gemeinsam die „Glückssuppn“ zu verspeisen. Wird bei diesem fröhlichen Zusammensein etwas von der Suppe verschüttet, bedeutet das, dass es bald eine Kindstaufe gibt.

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Foto: mauritius images/ Pitopia
Die schönsten traditionellen Sitten rund um die Hochzeitstafel.

7. Über den Tisch zum Tanz

Eröffnet die Braut nach der Hochzeitstafel den Tanz, sollte sie – zumindest nach Kärntner Sitte – den Weg zur Tanzfläche über den Tisch suchen, denn es gilt der Spruch: „Besser frisch übern Tisch als krank entlang der Bank“.

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